Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

OCEANS THIRTEEN

OCEANS THIRTEEN

Regie Steven Soderbergh
Kinostart 07.06.2007

Kritiken • OCEANS THIRTEEN

07. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • Berliner Zeitung

OCEANS THIRTEEN ist kein Film mit einer Mission, schon gar nicht einer moralischen, die sich über den hässlichen Schein von Las Vegas entrüstet. Die einzige Botschaft, die Soderbergh hat, läuft darauf hinaus, dass gegen Dekadenz nur Stil hilft, behauptet Bert Rebhandl. "In jeder Geste, in jedem Kostümdetail, mit jedem Schnitt lässt Steven Soderbergh erkennen, dass dieser dritte Teil der Geschichten um Danny Ocean eine lockere Angelegenheit ist. Wer sie zu ernst nimmt, bringt sich selbst um das Vergnügen. Und das Vergnügen ist schon deswegen groß, weil die Abstaube, um die es hier geht, so ziemlich das größte Ding ist, das jemals gedreht wurde."

07. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • Die Tageszeitung

Der Coup glückt, der Film nicht ganz, meint Dietmar Kammerer. "Die kreativ-kriminelle Energie, die von ihm gefeiert wird, würde in gegenwärtiger Politik umstandslos als terroristisch verurteilt und mit aller Härte verfolgt. Immerhin kam im Vorgängerfilm bereits ein künstlich erzeugter Atomblitz zum Einsatz, der die Stromversorgung eines Stadtviertels lahmlegte. Nun wird durch Erdbebenstöße ein Hochhaus beinahe zum Einsturz gebracht. Man müsste sich nur einmal vorstellen, was los wäre, würden Danny Ocean und seine Crew beschließen, den Gipfel in Heiligendamm platzen zu lassen."

07. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Laut Alexandra Stäheli verspielt der Regisseur sein Staraufgebot. Die Geschichte hangelt "von einer raffinierten Idee zur nächsten, von einem Trick zur nächsten Verkleidungsaktion. Das wäre auch alles ganz amüsant, wenn das Drehbuch von Brian Koppelman und David Levien den einzelnen Figuren wenigstens Gelegenheit gäbe, ihre ursprünglichen Fähigkeiten als Taschenspieler, Mechaniker, Trickdieb und Sprengstoffexperte im Zusammenhang sinnvoll einzusetzen. Stattdessen aber dominieren verwirrende technische Probleme und ihre völlig unrealistischen Lösungen, stetig wachsendes Personal sowie anstrengende Dialoge, die furchtbar gerne cool und smart wären und doch wie altbackene Werbespots klingen."

07. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • critic.de

Rochus Wolff sah eine gut geölte Unterhaltungsmaschine ohne Ecken, Kanten und echte Spannung. "Mit Splitscreens, Handkamera und Zoom bietet der Film, knallbunt garniert, ästhetisch nichts, was nicht schon die beiden Vorgängerfilme ausgezeichnet hätte, aber das ist ja nichts Schlechtes, denn handwerklich, das darf man neidlos eingestehen, schüttelt Soderbergh diesen Film so lässig und cool aus dem Handgelenk wie seine Schauspieler die Diebestruppe. OCEANS THIRTEEN ist so ein flottes und unterhaltsames Stück Kino, trotz zahlreicher Wendungen ohne Momente großer Spannung oder Verzweiflung. Und obwohl einem die Figuren ziemlich egal bleiben, guckt man sich das gerne an, weil schöne Menschen coole Dinge tun und sagen, während sie gelegentlich kleine Scherze machen."

06. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Julian Hanich steigt Steven Soderbergh hinab in den Fundus der Filmgeschichte, in dem die Klassiker funkeln und die Genres zur Schau gestellt sind, sieht sich um und greift ehrerbietig zu. "Zugegeben: Es gibt spannendere Betrügerfilme. Aber letztlich geht es in diesem Genre vor allem um eins: Schadenfreude. Irgendeiner bekommt es immer heimgezahlt. Irgendjemand muss immer büßen für Reichtum und Hybris. Der Zuschauer schlägt sich genussvoll auf die Seite der Gauner und wird Zeuge, wie höchst raffiniert dem schmierigen Lokalmafioso, der global agierenden Corporation, ja dem kapitalistischen System höchstselbst ein Schnippchen geschlagen wird."

06. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Noch opulenter als seine Vorgänger ist Folge 3 ausgestattet, meint Daniel Kothenschulte. "Das moderne Blockbusterkino hat mehr mit dem gehobenen Serienfernsehen zu tun als mit der Idee vom Spielfilm als erzählerischer Einheit. Da es ohnehin immer weiter geht, spielt die Dramaturgie eine untergeordnete Rolle. Und da die Figuren ohnehin interessanter sind als ihr Tun, ist auch die Erzählkunst nicht besonders wichtig. Man kann nicht einmal mehr sagen, dass es in diesen Filmen um die Freude am Spektakel geht, denn ein fröhliches Wiedersehen ist letztlich ein harmloses und ganz unspektakuläres Vergnügen."

06. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • Der Spiegel

Laut Andreas Borcholte wälzt sich die Maschinerie der Ocean's-Reihe über dramaturgischen Feinheiten einfach hinweg. "Mit gewohnter Lässigkeit, vielen lustigen Verkleidungen, ausgeklügelten Tricks, technischen Gimmicks und jeder Menge geistreicher Sprüche machen sich die Robin Hoods des Automatendschungels daran, dem bösen Banks das Geschäft zu verderben. Das läuft im Prinzip genauso ab wie in OCEAN'S ELEVEN, nur dass die Hilfsmittel gigantomanischer sind. ... Paradox an OCEAN'S THIRTEEN ist, dass zwar vordergründig große Dinge wie Freundschaft, Aufrichtigkeit und die Ehre des kleinen Mannes verhandelt werden, letztlich aber keinerlei Spannung aufkommt: Man weiß ja, wer am Ende den Kürzeren zieht."

05. Juni 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • film-dienst 12/2007

Wenig Überraschendes oder Neues hat Felicitas Kleiner gesehen, "aber dafür die Genüsse, die den Reiz des Genres ausmachen: ein ebenso kühnes wie cooles Dominospiel, bei dem zunächst alle Steine mit liebevoller Akribie, allen Pannen und Widrigkeiten zum Trotz, in Position gebracht werden; dann ein letzter Uhrenabgleich, ein Anstoß – und ab geht die Post, Schlag auf Schlag. Alle Rädchen greifen ineinander, und am Ende ist das scheinbar Unmögliche möglich geworden. Der Erzählgestus ist dabei wieder lässig, selbstironisch, mehr comedy als suspense, der Look von Kostümen und Settings lustvoll over-styled, und Soderberghs Talent für Puzzle-Spiele ... kommt einmal mehr zur Entfaltung."

27. Mai 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • artechock.de

Für Rüdiger Suchsland lebt der Film vom guten Aussehen der Darsteller und von kurz-lässig-sinnlos-amüsanten Dialogen. "Nichts hier ist überraschend, doch auch wenn der Film zwischendurch eine schlechthin scheißlangweilige Passage hat und nie mehr ist, als Entertainment um des Entertainments willen, schaut man gerne zu. Elegant und stylish sieht man schönen Männern dabei zu, wie sie schöne Dinge tun. Luxusleben trifft die Kunstwelt von Las Vegas und Saveknacker bei der Arbeit: Splitscreen und Überblendungen sorgen für filmisch interessante Momente, ansonsten umkreist der Film ein narratives Nichts."

25. Mai 2007 | OCEANS THIRTEEN • Kritik • Der Spiegel

Über eine Stunde verplempert der Film, meint Lars-Olav Beier. "Zwar gibt es einige wirklich hübsche Momente, wenn etwa George Clooney im Fernsehen eine Oprah-Winfrey-Show sieht und zu Tränen gerührt wird, insgesamt aber fehlt es dem Film an einer originellen Konstruktion, pfiffigen Dialogen und Tempo."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,35863