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DEATH PROOF

DEATH PROOF

Regie Quentin Tarantino
Kinostart 19.07.2007

Kritiken • DEATH PROOF

20. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Der Freitag

Quentin Tarantinos neuester Streifzug durch die B-Filmgeschichte entdeckt die Schwächen am eigenen Werk, meint Barbara Schweizerhof. "Die genauere Auseinandersetzung mit dem nun fast wieder überlangen Film bringt ein echtes Missverständnis zu Tage: Das Exploitation-Kino, dem er so nacheifert, wollte keineswegs in dem Sinne hip und cool sein, wie Tarantino es für sich in Anspruch nimmt. Im Gegenteil, die Regisseure der B-Movies zeichneten sich gerade dadurch aus, dass ihnen jene Eitelkeit, für die Tarantino geradezu der Inbegriff ist, völlig abging."

19. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler hat sich verblüffen lassen. Der Kritiker "hat keine Sekunde das Gefühl, tatsächlich einem dreckigen Stück Ausbeutungskino beizuwohnen, stattdessen ähnelt DEATH PROOF eher Jean-Luc Godards Klippschule der Filmnation. Die Zitate purzeln aus allen Richtungen durcheinander, werden mit den Mitteln des Autorenkinos aufpoliert und schließlich in populäre Kunst verwandelt. Bei dieser Ehrenrettung gering geschätzter Genres geht deren ursprüngliche Wucht verloren. Zum Ausgleich erhält man Stil."

19. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Junge Welt

Eine Reihe von Fetisch-Einstellungen hat Peer Schmitt entdeckt. "Offensichtlich ist in dem Film eine Zerstörungswut am Werk, die gar keinen Gegenstand mehr vorfindet, den zu zerstören sich lohnte. In Wahrheit möchte der Film sich selbst als allerletztes wehtun. Er legt es vielmehr darauf an, sich in den kaum noch schwelenden Trümmern der Popkultur so bequem wie möglich einzurichten."

19. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Jungle World

Ein zermatschter Männerkopf macht noch keinen f­eministischen Film, kritisiert Markus Ströhlein. "Die Geschlechterrollen werden vertauscht, dem Frauenhasser wird der Garaus gemacht. Noch dazu handelt es sich bei Kurt Russell um einen Prototypen des harten Kerls, um "Snake Plissken", die Klapperschlange. Dennoch sind die Frauen, die am Ende den Sieg davontragen, keine feministischen Charaktere. Aber sie sind auch keine Klischees der starken, toughen Frau."

18. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Berliner Zeitung

Wie Peter Uehling feststellt, hat DEATH PROOF "nicht weniger als acht wichtige Frauenrollen, aber eigentlich keine Geschichte. Die typischen Tarantino-Ingredienzen erkennt man auf den ersten Blick: Coole Dialoge beim Autofahren und in der Kneipe, überbordende popkulturelle Anspielungen von der Schnapssorte bis zum Filmzitat, Gewalt, dass es nur so kracht, und jede Menge nackte Frauenfüße. Dazu kommt die plärrende, quietschende, rumsende, mulmige Musik der frühen 1970er, die Tarantinos Filme seit je charakteristisch aufheizt und nostalgisch färbt."

18. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Resch schreibt über Zoë Bells Fähigkeiten, Stürze, Kampfkunstszenen und Prügeleien in Szene zu setzen.

18. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Die Tageszeitung

Der Filmkritiker Scott Foundas erklärt, was "Grindhouse" ist und warum Tarantinos neuer Film in den USA floppte.

18. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer untersucht ein Zitat des Films.

18. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord empfiehlt, sich den Film sofort anzusehen. Was Tarantino in DEATH PROOF "leistet, ist, dass er diese Seite der Exploitation - die der starken, sich selbst genügenden Frauen, die weder schnelle Autos noch einen Faustkampf fürchten und dabei eine verdammt gute Figur machen - mit großer Hingabe in Szene setzt. Mehr noch, er lässt sie über die andere, die sadistische und misogyne Seite der Exploitation, wie sie in DEATH PROOF von Stuntman Mike verkörpert wird, triumphieren. ... [Er gibt] uns, den Zuschauern wie den Zuschauerinnen, den Spaß zurück, den uns so viele dümmere Regisseure verderben wollen. Und dafür gebührt ihnen ein riesengroßes Dankeschön."

18. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Der Schnitt

Daniel Bickermann entdeckt das Ziel von Tarantino: Konservierung längst vergessener (pop-)kultureller Artefakte. "Das streckenweise auf Minutenlänge aufgeblasene süße Nichts an jugendsprachlichen Kraftausdrücken, erotischem Schlagabtausch und nebenbei geschickt charakterisierenden Anekdoten ist nicht nur unheimlich schwer einzufangen, sondern beweist auch ein weiteres Mal das brillante Ohr, das Tarantino für ebenso glaubhafte wie poetische Dialoge hat. Auch auf technischer Ebene strebt DEATH PROOF zum archivarischen Look."

18. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Der Spiegel

Hinter Gewalt und ironischen Genre-Zitaten entdeckt Andreas Borcholte eine sehr persönliche Hommage an die Weiblichkeit. "In Wahrheit geht es nicht um die Action, nicht um die mal wieder gnadenlos zur Schau gestellte Gewalt. In Wahrheit will Tarantino wissen, was junge Frauen reden, wenn sie unter sich sind, will teilhaben an diesem klandestinen Talk, bei dem Männer draußen bleiben müssen."

15. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sieht das ganze anders als sein Kollege von Tagesspiegel: "DEATH PROOF ist, in seinen prägnanteren Szenen, mal Achterbahnfilm und mal Geisterbahnfilm und mal beides zusammen – und auch Lachsackfilm der verschärften Hoho-Kategorie, wie Pressevorführungen bereits erschöpfend unter Beweis stellen. Vor allem aber ist er, und das sollte bei der anhebenden Rezeption nicht übergangen werden, über weiteste Strecken ein Stück Dialogkino, das die Gesamtsilbenzahl einer besonders gesprächsseligen französischen Jahresfilmproduktion locker hinter sich lässt."

15. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich: DEATH PROOF ist "vor allem ein Vergnügen für Fans des Musiksamplings, des Fußfetischismus, der ästhetisierten Gewalt, der "Nigga-this-Nigga-that"-Coolness, der Filmzitate und geschliffenen Dialoge voller Popkulturverweise. Anders als sein überambitioniertes, überbordendes, überpoliertes Zitatenkästchen KILL BILL bleibt sein postmodernes Oberflächenkino diesmal schön klein und schmutzig. Tarantinos DEATH PROOF feiert virtuos das Virtuosentum des Tarantino-Kinos – und sonst gar nichts."

14. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • programmkino.de

Etwas geschwätzig findet Sascha Rettig den Film, aber "der Abstecher ins Schundkino tatsächlich eine lustige Angelegenheit – nicht nur, wenn zum Finale die Knackarschphalanx der "Girls" zum Vermöbeln auf den armselig wimmernden Russell zuwackelt. Fußfetischismus und durchschlagende Girlpower sind schließlich nirgendwo so 70ies-cool wie bei Tarantino. Das alles ist natürlich völlig inhaltsleer – muss es aber eigentlich auch sein. Für einen schlechten Film ist DEATH PROOF dann auch tatsächlich recht gut geworden."

14. Juli 2007 | DEATH PROOF • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah einen echten Tarantino. "Ein Genre-Film, ein Anschluss-Film an Tarantinos Kultstreifen. Perfekt inszeniert. Auf seine Weise für ein junges Party- und Fan-Publikum unterhaltsam – wenn auch die Dialoge nicht gerade vor Niveau und Weisheit strotzen."

29. Juni 2007 | DEATH PROOF • Kritik • critic.de

DEATH PROOF setzt laut Marcus Wessel auf den Spaß am Zitat und der Pose. Der Film "beinhaltet dabei all das, was sich längst als Tarantinos Markenzeichen im heutigen Kino etabliert hat: Endlose Diskussionen über die unterschiedlichsten Themen der Pop-Kultur, ein rockig, souliger Soundtrack, Fußfetischismus und ein Schuss Gore zur rechten Zeit. Obwohl er sich großzügig aus anderen Genres und Jahrzehnten bedient, sind seine Geschichten immer mehr als nur ein zusammenkopiertes Best-Of seiner Vorbilder. ... Mit großen Aufwand und entsprechenden Budget hat Tarantino dafür gesorgt, dass DEATH PROOF gemäß dem Ansatz des zusammen mit Robert Rodriguez entwickelten Projekts täuschend echt das – ironischerweise – billige Grindhouse-Kino jener Zeit imitiert."

24. Mai 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Regisseur hat laut Daniel Kothenschulte dem populären Actiongenre etwas neues abgerungen. "Es ist ein reiner Spaß, doch wie Tarantino, selbst ein passionierter Sammler alter Filmkopien, jedem hier das Gefühl gab, einen halb zerfetzten Autokino-Klassiker zu sehen - das war schon eine handfeste Art von Cinephilie."

24. Mai 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Die Zeit

In dieser liebevollen Hommage an die Thriller und Slasher-Filme der siebziger Jahre steigert sich Tarantino in eine Orgie aus Pop-, Film- und Musikzitaten, bemerkt Katja Nicodemus. "Death Proof ist nostalgisches Kino, das nach vorn stürmt in einen zeitlosen Kinoraum, in dem alles Platz hat: Siebziger-Jahre-Songs und Hotpants, modernste Handys, die italienische Vogue und das B-Movie-Gefühl der texanischen Provinz."

23. Mai 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal fragt sich, worum es eigentlich geht: Wie stets bei Tarantino um popkulturelle Verweisspiele. "In schöner Wiederaufnahme des Rachemotivs aus KILL BILL lässt Tarantino drei weitere junge Frauen unerwartet wütend reagieren, als der Stuntman ihnen ans Leben will: Mike und die Mädels - es ist eine blutige und lustige Affäre, aber nicht selten auch manieriert ironisch, etwa wenn Mikes Auto ausgerechnet durch ein Werbeposter für SCARY MOVIE kracht."

23. Mai 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Die Tageszeitung

Charmant, sehr charmant findet Cristina Nord das neue Werk von Tarantino. Er "nimmt sich das Exploitation-Kino der 60er- und 70er-Jahre vor und macht daraus eine postfeministische Empowerment-Fantasie. ... Dazu gibt es viele Filmzitate, sorgfältig ausgewählte Musik, blutige Action und vor allem: lange, lässige Dialoge. Der größte Genuss, den DEATH PROOF gewährt, besteht darin zu verfolgen, wie Tarantino seine Heldinnen reden lässt, während sie in Kneipen abhängen oder über Land fahren, wie er Akzente, Slang und Redeweisen so orchestriert, dass ein langer, nicht ablassender Redeflow des Cool entsteht."

23. Mai 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Diesmal hat Martin Walder recht unbeschwert über Tarantino gelacht. Der Genre-Aficionado "wartet mit formalem Witz auf, zitiert alte Film-Credits, lässt die Bilder springen und simuliert Rollenwechsel, bei denen er das Bild "regnen" lässt, er hüpft von Epoche zu Epoche, überblendet in der Ausstattung Handy-Zeitalter und siebziger Jahre. ...Der Kühlerhauben-Showdown hat es in sich, doch die Krone im überdrehten Spektakel gebührt der neuseeländischen Stuntfrau Zoë Bell, die in KILL BILL Uma Thurman doublierte und hier sich fulminant selber spielt."

22. Mai 2007 | DEATH PROOF • Kritik • Der Spiegel

Haarsträubend komisch und wahnsinnig brutal findet Andreas Borscholte die Hommage an die B-Movies der 60er und 70er Jahre. "DEATH PROOF mag nicht Tarantinos bester Film sein - es gibt ein paar Längen und lustige, aber überflüssige Selbstzitate - ein großer, hirnloser Spaß ist er allemal. Und auch wenn das kraftprotzende Männertum ganz schön was auf die Mütze bekommt, so wird der Voyeurismus doch kräftig bedient. ... Ganz unsubtile Botschaft des Films bleibt jedoch: Angucken erlaubt, aber anfassen führt zu üblen Blessuren."

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