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TEHILIM

TEHILIM

Regie Raphaël Nadjari
Kinostart 06.03.2008

Kritiken • TEHILIM

06. März 2008 | TEHILIM • Kritik • Berliner Zeitung

Für Knut Elstermann entgeht der Regisseur "den Gefahren des allzu Allegorischen durch den lakonischen Realismus seiner Inszenierung. ... [Er verzichtete] auf Proben, ließ seine Darsteller improvisieren und den Geist der jeweiligen Drehorte erspüren und aufnehmen. Laien und professionelle Schauspieler agieren gleichrangig in diesem Film, der die Leere sichtbar macht, dieses verstörende Vakuum, das entsteht, wenn plötzlich ein Mensch aus unserem Leben verschwindet, dessen Anwesenheit wir für ewig hielten."

05. März 2008 | TEHILIM • Kritik • critic.de

Sowohl die Handlung als auch die affektgeleiteten Figuren scheinen darauf angelegt zu sein, den Zuschauer in die Geschichte mit einzubeziehen und ihn zu berühren, meint Michael Kienzl. "Für so eine Wirkung bleibt das Geschehen auf der Leinwand allerdings ungewöhnlich weit entfernt. Das hat mit der unbeteiligten Perspektive zu tun, die der Film einnimmt. Nadjari rückt den Verlust, die Trauer und die Verarbeitung des Schmerzes zwar in den Mittelpunkt, macht es dem Zuschauer aber durch seine distanzierte Erzählweise nicht leicht, diese Gefühlszustände nachzuvollziehen. Sieht man den Figuren zu Beginn noch interessiert bei ihrer Suche nach Erlösung zu, macht sich im Laufe des Films genau jenes Gefühl breit, das für den Film am verheerendsten ist: Gleichgültigkeit."

05. März 2008 | TEHILIM • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz bevorzugt der Regisseur "eher die stille, beinahe wissenschaftlich anmutende Beobachtung, das behutsame, intime Begleiten seiner Figuren mit der Handkamera, lässt sie treiben durch eine Geschichte, die kaum dramaturgisch akzentuierte Höhepunkte setzt, sondern eher dahinplätschert wie ein zähflüssiger Tag, der einfach nicht vergehen mag. Dies macht es dem durchschnittlichen Zuschauer nicht gerade einfach, sich auf den stillen Film einzulassen, der möglicherweise gar nicht wörtlich genommen werden will, sondern als Parabel zu verstehen ist."

06. Februar 2008 | TEHILIM • Kritik • programmkino.de

Dies ist laut Dorothee Tackmann "ein israelischer Film, der sich einmal nicht mit der politischen Situation im Land beschäftigt (wie gerade LEMON TREE oder DIE BAND VON NEBENAN), sondern ein universelles Thema anschneidet. Regisseur Raphael Nadjari zeigt Menschen zwischen Tradition und Moderne, die sich in einer Krise neu positionieren müssen. Wie in seinem vorherigen Film AVANIM, in dem eine orthodoxe verheiratete Jüdin nicht um ihren getöteten Geliebten weinen darf, geht es um das Verbot des Trauerns. Auch hier sucht er eine einfache funktionale Ästhetik um wahrhaftige Menschen zu zeigen. Er beginnt mit Antworten und endet mit Fragen, die nicht mehr loslassen."

21. Mai 2007 | TEHILIM • Kritik • Der Spiegel

Durchgestanden hat Lars-Oliver Beier den Film. "Denn dieses Drama um das Verschwinden eines Familienvaters entwickelt sich überaus betulich und ohne erkennbare Höhepunkte auf ein zielloses Ende hin. Inmitten der trauernden Figuren bleibt der Zuschauer ein Zaungast."

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