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HELDEN DER NACHT

HELDEN DER NACHT

Regie James Gray
Kinostart 21.02.2008

Kritiken • HELDEN DER NACHT

22. Februar 2008 | HELDEN DER NACHT • Kritik • Der Spiegel

Einen kleinen feinen Thriller sah Daniel Haas. "Jede Subkultur muss für ihre Freiheiten bezahlen. Insofern ist HELDEN DER NACHT eine Rachegeschichte im doppelten Sinn. Nicht nur sühnt Bobby den Tod des Vaters, auch die Verhältnisse rächen sich an ihm. Ein bisschen wirkt er wie der Held aus dem Musical HAIR, der eigentlich nur feiern wollte und aus Versehen in Vietnam landet. Man entkommt den Zusammenhängen nicht, sagt auch dieser Film; selbst im Geflimmer der größten Discokugel ist ihre zerstörerische Strahlung enthalten. Zum Schluss trägt Bobby die Uniform des Vaters. Sie hat nichts vom Fummel der Village-People-Polizisten, sondern sitzt stramm wie eine Rüstung."

21. Februar 2008 | HELDEN DER NACHT • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal brauchte nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, wie diese Geschichte sich entwickeln wird. "Das New York City dieses Films ist wieder düster; entweder herrscht die kalte Pracht der umfassenden Kontrolle wie im Heim des Mafia-Paten oder aber die arrangierte Schmuddeligkeit des Laisser-faire wie in Bobbies Nachtclub. HELDEN DER NACHT will ein intimes Drama sein, kein Action-betonter Cop-Film. Aber leider krankt dieser Film daran, dass er altbekannte urbane Muster mit viel Pathos nachzeichnet, statt unsichtbare zu entdecken. Und so sieht man Bobby leicht gelangweilt dabei zu, wie er sich richtig zu entscheiden lernt und wieder zu einem Grusinsky wird."

31. Januar 2008 | HELDEN DER NACHT • Kritik • critic.de

Für Marguerite Seidel hinterfragt der Regisseur Klischees, anstatt sie zu befriedigen. "Obwohl Gray sich offensichtlich bemüht, klischeehaften Überhöhungen realistische Figuren entgegen zu setzen, greift er auf ein paar ausgeleierte Bilder zurück, um die Geschichte zum Abschluss zu führen. Grays Schauspieler-Duo Joaquin Phoenix und Mark Wahlberg, dem damals als ungleiches Freundesgespann in The Yards der künstlerische Durchbruch gelang, vermag es jedoch mit seinem vorzüglichen Spiel über solch inszenatorische Schwachstellen hinweg zu helfen."

31. Januar 2008 | HELDEN DER NACHT • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns sah einen durch und durch eindrucksvollen Filmweitab vom Hollywood-Einerlei. "Gray widersetzt sich dem hektischen Stil des aktuellen Hollywood-Kinos und lässt die Szenen meist in langen Einstellungen entfalten. Unmerklich zoomt die Kamera dabei auf die Darsteller zu und verstärkt das Gefühl der Unausweichlichkeit. Immer wieder sieht man besonders Phoenix in Gängen, eingerahmt von Türrahmen oder Wänden, gefangen in einer Welt, die ihm über den Kopf wächst. Schließlich die Musik des polnischen Komponisten Wojciech Kilar. Kein bombastisch, orchestraler Score, sondern oft fast atonale Geräusche."

27. Mai 2007 | HELDEN DER NACHT • Kritik • artechock.de

Rüdiger Suchsland sah ein reaktionäres Märchen, dem es um nichts anderes geht, als darum Heterogenität wieder uniform zu machen. "Bis zur Mitte ungefähr funktioniert das ganz gut - ist etwas posig und etwas aus zweiter Hand, Scorsese für ganz Arme, aber doch interessant, weil er eine Doppelbödigkeit behält, weil er letztlich auf der Seite des Grenzüberschreiters steht. Zu stehen scheint. Denn dann wechselt er die Seiten, verschludert sein Potential und macht nichts mehr richtig. Alles wird unglaublich inkoherent und man hat den Eindruck, dem Regisseur ginge es um ein ideologisches Pamphlet."

25. Mai 2007 | HELDEN DER NACHT • Kritik • Der Spiegel

Laut Lars-Olav Beier gibt sich der Regisseur redlich Mühe, sein Publikum auf Touren zu bringen. Er entwickelt "in den Szenen zwischen Mendes und Phoenix eine ganz eigenartige körperliche und seelische Vertrautheit, da erleben wir die vielen starken Frauen und verunsicherten Männerfiguren im diesjährigen Festival in der vielleicht zärtlichsten Variante. Gray schafft es sogar, uns mit der Autoverfolgungsjagd eine Standard-Sequenz des Genres mit neuen Augen sehen zu lassen, indem er sie bei strömendem Regen inszeniert. Doch je mehr er sich in die reine Männerwelt der Polizei begibt, von Konflikten zwischen Vater und Sohn und zwischen Brüdern erzählt, mit anderen Worten: Je asexueller er wird, desto mehr verliert er sich in falschem Pathos."

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