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ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT

ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT

Regie Volker Schlöndorff
Kinostart 13.12.2007

Kritiken • ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT

13. Dezember 2007 | ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk ist enttäuscht: "Im Film geht die Rechnung, das "Kleine" mit dem "Großen", die private Fabel mit dem gesellschaftlichen Panorama zu verknoten, aber leider kaum auf. Mehr noch: Die Art und Weise, wie alles verknüpft wird, irritiert und macht ärgerlich. Träger der meisten geschichtsphilosophischen Gedanken ist die Figur des Schamanen Shakuni, gespielt vom Blechtrommler David Bennent. Jedes Mal, wenn man sich auf die leise Annäherung der beiden schweigsamen Hauptfiguren eingestimmt zu haben glaubt, platzt er schwadronierend dazwischen."

13. Dezember 2007 | ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT • Kritik • Die Tageszeitung

Unfreiwillig komisch ist der Film für Ekkehard Knörer. "ULZHAN ist keine Ode auf den Tod, sondern auf die Ferne, die Weite, die Steppe und zuletzt doch das Leben und die Liebe. Dergleichen geht selten gut. Der total verunglückte Film ist kein Genre, aber eine Realität. ULZHAN ist so ein verunglückter Film, ein Werk alter Männer, die Wiedervereinigung auch des Blechtrommel-Teams. ... Der Film verbindet esoterisch inspirierten Kulturpessimismus mit biederem Handwerk und spuckt große Töne ins Ungefähre."

13. Dezember 2007 | ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eine spirituelle Pilgerfahrt hat Michael Kohler gemacht. "Es ließe sich trefflich darüber streiten, ob Volker Schlöndorff mit seinem neuesten Film eher auf den Spuren des Sinnsuchers Wim Wenders wandelt, sich tief in das Territorium Werner Herzogs wagt oder einfach seiner männlichen Erlösungsfantasie aus HOMO FABER ein neues Gewand gibt. Ein wenig von allem mag in diesem schönen und letztlich vollkommen eigenständigen Werk stecken, mit dem Schlöndorff seine spirituelle Wende auch ästhetisch eindrucksvoll bekräftigt. Schon in seinen katholizistischen Filmen "Der neunte Tag" und "Streik" suchte er nach einer Einfachheit des Ausdrucks, die er nun endgültig gefunden hat. Sie hebt den Film über die Untiefen des Stoffs hinweg und führt über den Tod zurück ins Leben."

11. Dezember 2007 | ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Als Lebensabschiedsreise bezeichnet Jan Schulz-Ojala den Film. "Schlöndorff zieht es nicht in den fernen Westen, sondern in jene Weiten des asiatischen Ostens, die sich irgendwann mit den mongolischen Mythen und Mythenverlusten berühren, wie sie Nikita Michalkow in URGA so faszinierend beschrieben hat. Existenzielle Sehnsüchte, die leicht mit esoterischen verwechselt werden, grundieren diese Altersfilme der einst Neuen Deutschen Filmer, Sehnsüchte vom tiefsten Grund allen Reisens: einen Ort zum Sterben zu finden, von dem aus man – vielleicht – in einem anderen Leben erneut aufbrechen kann."

06. Dezember 2007 | ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT • Kritik • film-dienst 25/2006

Stefan Volk hat in jeder Einstellung, jedem Schwenk gespürt, worauf der deutsche Regie-Altmeister hinaus will. "Gerade weil die Bilder nicht in einem greifbaren literarischen oder historischen Stoff verankert sind, versteigt sich die formale Kunstsinnigkeit ins Prätentiöse. Schlöndorff schrammt mit ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT zwar nur knapp an einem wunderschönen Film vorbei, doch er tut dies in einer cineastischen Nische, in der ein kleiner Schritt auf die falsche Seite genügen kann, um tief zu fallen."

25. Oktober 2007 | ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT • Kritik • programmkino.de

Dem Regisseur ist ein weiterer eindrucksvoller Film gelungen, lobt Michael Meyns. "Schlöndorff erzählt die Geschichte Charles und seiner zarten Annährung zu ULZHAN in Elipsen, auf subtile Weise, in Bildern, meist ohne Worte. In anderer Hinsicht ist er dagegen weniger subtil. David Bennents Figur dient der Geschichte als fast allwissender Reiseführer. Mit ihm wird viel über die Geschichte Kasachastans erzählt, von den alten multireligiösen Traditionen, dem Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit, der russischen Besatzung, ihren Gulags und die Landschaft kontaminierenden Atombombentests, bis hin zur aktuellen Herrschaft eines autoritären Regimes."

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