Inhalt • ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT
Charles will sein früheres Leben aufgeben. Er begibt sich in die Weiten Zentralasiens nach Kasachstan auf eine letzte Reise. Gleich an der Grenze werden ihm seine Papiere gestohlen. Auf einem Ölfeld wird er festgenommen und als "Spion" nach Astana verfrachtet, in die futuristische neue Hauptstadt, einem "Brasilia" in der Steppe. Die junge Nomadin Ulzhan folgt ihm durch die Steppe, durch nuklear verseuchtes Atomtestgebiet, über reiche Ölfelder bis zum Khan Tengri, dem heiligen Berg an der Grenze zu China, wohin die Schamanen sich früher zurückzogen, um zu sterben. Einen solchen Schamanen, Shakuni, einen Mann mit unklarer Nationalität, halb Deutscher, halb Kasache, trifft er unterwegs...
Crew • ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT
Regie: Volker Schlöndorff
Darsteller: David Bennent, Philippe Torreton, Ayanat Ksenbai
Verleih/Copyright: X Verleih AG, Berlin
Kritik • ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT • 11. Dezember 2007 • Der Tagesspiegel
Als Lebensabschiedsreise bezeichnet Jan Schulz-Ojala den Film. "Schlöndorff zieht es nicht in den fernen Westen, sondern in jene Weiten des asiatischen Ostens, die sich irgendwann mit den mongolischen Mythen und Mythenverlusten berühren, wie sie Nikita Michalkow in URGA so faszinierend beschrieben hat. Existenzielle Sehnsüchte, die leicht mit esoterischen verwechselt werden, grundieren diese Altersfilme der einst Neuen Deutschen Filmer, Sehnsüchte vom tiefsten Grund allen Reisens: einen Ort zum Sterben zu finden, von dem aus man – vielleicht – in einem anderen Leben erneut aufbrechen kann."