| Regie | Walt Becker |
| Kinostart | 19.04.2007 |
Jeder darf mal der Trottel sein, behauptet Daniela Zinser. "Gelacht werden darf in diversen Szenen, in denen einer - bevorzugt Dudley - gegen Verkehrsschilder, Bäume oder Heuhaufen fährt. Sehr beliebt sind Situationen, in denen Hände, Bälle oder ähnliches auf Genitalien treffen, und Scherze, die mit menschlichen oder tierischen Fäkalien zu tun haben. Natürlich darf auch der schwule Polizist nicht fehlen, der sich auf einen flotten Fünfer freut. Ohne Bikinimädchen kommt der Film dagegen irgendwie doch aus. Oder zumindest fast."
Saumäßig findet Dietrich Kuhlbrodt den Film. "Mann, tut das gut. Auch wenn es nur eine Wunschvorstellung ist und ein Spiel mit Klischees. Im Ernst müsste es doch wehtun, wenn der Stier mich zehn Meter in die Luft schleudert oder wenn ich als durchschauter Freizeitbiker gelyncht werde. Hat aber gar nicht wehgetan. Wir können uns jetzt die Augen reiben, versöhnt mit der Familie, wieder in Harmonie mit der besten aller Welten. Ist das eine Botschaft!"
Mit BORN TO BE WILD - SAUMÄßIG UNTERWEGS findet erneut der lächerliche Mann in der Midlife Crisis auf die Leinwand und arbeitet sich an Jugendträumen und Männermythen ab, schreibt Michael Kohler. "Dass die Reise dabei durch die Regionen des seichteren Humors führt, merkt man schon lange vor dem Ortsausgangsschild und bekommt es dahinter eindrucksvoll bestätigt."
Birte Lüdeking ist Zeuge einer nicht enden wollenden Abfolge pubertärer Schwulenpanik geworden. Die Story ist "so geistlos und spritarm inszeniert, dass ein Besuch beim Zahnarzt mehr Spaß und Abenteuer verspricht. ... Die Schauspieler - anders als ihre Vorgänger in City Slickers ohne jegliche, für das Genre notwendige Buddy-Chemie - scheinen wie ihre Figuren ebenfalls in der Krise zu stecken, wenn sie auf diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für bedürftige Komödianten angewiesen sind."
Laut Margret Köhler spiegelt der Film einen Trend wider: "Auf den meisten Motorrädern sitzen heute keine Hippies oder coole Jungs, sondern Angestellte in den besten Jahren, die mal am Wochenende "einen drauf machen" und die Midelife-Crisis vergessen, den feinen Business-Zwirn kurzfristig in den Schrank hängen. Die Pointen sind in Hollywoodmanier genau kalkuliert, und der manchmal mit dem Holzhammer verabreichte Humor tut so richtig weh. ... Gut gelauntes Popkorn-Kino für den Samstagabend."