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TWENTYNINE PALMS

TWENTYNINE PALMS

Regie Bruno Dumont
Kinostart 12.04.2007

Kritiken • TWENTYNINE PALMS

20. April 2007 | TWENTYNINE PALMS • Kritik • Der Freitag

Gerhard Midding unterhält sich mit dem französische Autorenregisseur Bruno Dumont über Angst, Tod, Sex und die Doppeldeutigkeit der amerikanischen Wüste.

12. April 2007 | TWENTYNINE PALMS • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl sah einen Albtraum von Amerika und ein fotografisches Essay. "Bruno Dumont steigert die Ereignislosigkeit in TWENTYNINE PALMS bis zu einem Punkt, an dem es mehr oder weniger aus dem Nichts zu einer dramatischen Wende kommt. Sie lässt an ähnlich kontroverse Filme wie IRREVERSIBEL denken und bringt das Verhältnis zwischen den Obsessionen der Figuren und den Obsessionen des Filmemachers endgültig aus dem Lot. Die Totale am Ende von TWENTYNINE PALMS zeigt deutlich, dass David und Katia für Bruno Dumont nur Objekte in einem Experiment waren, dessen Voraussetzungen doch sehr dubios sind."

12. April 2007 | TWENTYNINE PALMS • Kritik • Die Tageszeitung

Als Schockkino bezeichnet Andreas Busche die Filme des Regisseurs. "Es liegt aber eine spezielle Qualität in Dumonts Filmen, die man im Kino lange vermisst hat: eine physische Unmittelbarkeit, wie man sie aus dem Horrorfilm kennt. Die inszenierte Leere macht Zeit bei Dumont fast körperlich erfahrbar. Seine Darsteller filmt er mit schonungsloser Direktheit; der ästhetische Zugang zu seinen Filme geht immer wieder über das Körperliche, über Sex und Gewalt."

12. April 2007 | TWENTYNINE PALMS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Gerhard Midding lobt die Souveränität des Regisseurs. "Für einen Filmemacher wie Dumont, dessen frühere Filme spröde Hommagen an die gottverlassene Einöde seiner nordfranzösischen Heimat waren, müsste die Aussicht, in den USA ein Road Movie zu drehen, eigentlich eine Verlockung sein. Er absolviert diese Eskapade indes ohne wirkliche Faszination an den Mythen des US-Kinos und der Weite der Landschaft. Seine Perspektive ist die der Deplatzierung ... Dumonts Film straft seinen Titel Lügen. TWENTYNINE PALMS bleibt ortlos. Die Wüste ist für ihn ein Schauplatz, der so geeignet ist wie jeder andere, den dünnen Firnis der Zivilisation abzukratzen und die Bestialität der menschlichen Natur zu belegen. Der Nihilismus ist im Kino allerdings ein schlechter Ratgeber."

11. April 2007 | TWENTYNINE PALMS • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala schreibt über das wilde Kino des französischen Regisseurs Bruno Dumont. "Nur vier Filme hat Dumont in elf Jahren gedreht – TWENTYNINE PALMS (2003) kommt etwas verspätet ins Kino –, und mit ihnen entzweit er sein Publikum wie sonst allenfalls Lars von Trier oder noch David Lynch. Dumonts Universum ist großartig, schrecklich, irritierend, unverwechselbar. Auf Festivals machen seine Filme wegen ihrer Gewalt- und Sexszenen bei den einen Skandal, andere folgen ihm fast glühend. Sie lösen einen Furor von Ergründungslust aus, gerade weil die Figuren schweigen, gerade weil der Regisseur nicht erklärt."

10. April 2007 | TWENTYNINE PALMS • Kritik • critic.de

Laut Peter Gutting sind die Themen des Films Sexualität und Gewalt, aber auch die Sehnsucht nach Erlösung. "Der Film sollte eine Chance bekommen. Die eruptive und explizite Gewaltdarstellung am Schluss mag manchen irritieren. Doch man kann sich auch an die Doppeldeutigkeit von Dumonts früherem Titel L’HUMANITÉ halten, die in seinem neuen Film ebenfalls zum Tragen kommt: Menschheit und Menschlichkeit. Das Paar von Twentynine Palms spiegelt letztlich beides, die Einsamkeit zu zweit und die nicht totzuschlagende Sehnsucht nach Liebe, Nähe, Verständnis. Oder nach Windrädern am Wegesrand, so romantisch wie Sonnenblumen."

10. April 2007 | TWENTYNINE PALMS • Kritik • film-dienst 08/2007

Ulrich Kriest "ahnt, dass die umfassende Reduktion von TWENTYNINE PALMS auf einen wohlmeinenden Betrachter setzt, der die Leerstellen des Films mit kulturkritischen Reflexionen wahlweise über Amerika, die Sexualität oder gar die menschliche Existenz füllt. Um eine solche Arbeit zu initiieren, lässt Dumont in der letzten Viertelstunde des Films den Knüppel aus dem Sack, insofern sich die dumpf-brütende Aggressivität der Paarbeziehung gesellschaftlich verallgemeinert. In einer erzählerischen Volte greift die Zivilisation auf das Paar zu, sortiert die Geschlechterrollen neu und mündet in eine Folge von Gewaltakten von fast kathartischer Wirkung."

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