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SPIDER-MAN 3

SPIDER-MAN 3

Regie Sam Raimi
Kinostart 01.05.2007
Genre Drama, Fantasyfilm

Kritiken • SPIDER-MAN 3

03. Mai 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Berliner Zeitung

Eva Schweitzer berichtet über die Premiere von SPIDER-MAN 3 in New York, die groß gefeiert wird.

02. Mai 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler ist enttäuscht: "Wie sein Held hat Raimi die Balance verloren und laviert sich schlingernd zwischen Teenagerdrama und Abenteuerfilm, Melodram und Genrepersiflage hindurch. Besonders arg trifft es dabei Harry Osborn, der zunächst seinen Vater, den Green Goblin, rächen will, dann, nach einem dem Vergessen förderlichen Schlag auf den Kopf, wieder Parkers bester Kumpel wird und schließlich, nachdem ihm des Vaters Geist erschien, erneut sein ärgster Feind."

02. Mai 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Junge Welt

Trotz der Unmenge Intelligenz hat der Regisseur laut Peer Schmitt ansatzweise versagt. "Die Legende sagt, der Film wäre schon letztes Jahr fertig gewesen, konzipiert als lustiges Psychodrama. Der Firma gab es darin zu wenig Action. Es mußte marktgerecht nachgedreht werden.
So ist SPIDER-MAN 3 ein Film, der alles und damit zuviel sein will: Moraltheologische Abhandlung, illustrierte Psychoanalyse, Beziehungskomödie, große Tragödie (mindestens Hamlet), Spielzeugladen, Broadway-Nostalgie und High-Tech-Action. Und nicht nur der vorläufig teuerste Film aller Zeiten."

01. Mai 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Focus

über allem steht Tobey Maguire, stellt Holger Erdmann fest. "Wenn es eines weiteren Beweises bedurfte, dass der inzwischen 32-Jährige wirklich erste Wahl für Spider-Man ist, dann liefert ihn der dritte Teil. Tobey Maguire verkörpert diese Figur auch deshalb überzeugend, weil er den "All American Boy" so unspektakulär darstellt. Maguire ist – im Gegensatz zu Hollywood-Schönlingen wie Brad Pitt oder Leonardo DiCaprio (ohne deren schauspielerischen Fähigkeiten zu schmälern) – schon vom Äußeren der Inbegriff des "Durchschnittsnormalo" und funktioniert deshalb als Identifikationsfigur, die den gesamten Film trägt und darüber hinaus auf dem Weg zur Popikone ist."

30. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Berliner Zeitung

Patrick Heidmann spricht mit Hauptdarsteller Tobey Maguire über Spider-Mans Charakterschwächen, coole Tänze und Diäten.

30. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof merkt schnell, dass die Geschichte um Parker auserzählt ist. Dreimal ist die Kritikerin enttäuscht worden: Der Film scheint imaginär zurückversetzt in die brave Bürgerwelt des 50er-Jahre-Amerikas; der psychische Einbruch in Spideys Erfolgsstory bedarf eines Stoffes aus dem All und "Harry, der als romantisch-düsterer Prinz den perfekten Gegenpart zum Sauberhelden Peter abgibt, wird durch miese Handlungstricks erst einmal außer Gefecht gesetzt."

30. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie Sebastian Handke findet, will SPIDER-MAN 3 "die beiden Vorgänger so unbedingt übertreffen, dass es einiger Hilfskonstruktionen aus der Mottenkiste des Drehbuchschreibers bedarf, damit aus den vielen Beigaben und Handlungssträngen kein Schlamassel wird. ... Wenn aber die Enttäuschung darüber erst mal verflogen ist, gibt es in diesem 140-Minuten-Film noch viel zu genießen. Sam Raimi und seine Techniker perfektionieren ihre Actionästhetik, die in starkem Kontrast zur fernöstlich inspirierten Kampfkunst der MATRIX oder dem neuen Quasi-Realismus aus CASINO ROYALE steht: Hier geht es weniger um den Zusammenprall von Massen, sondern um die Bewegung selbst."

28. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Berliner Zeitung

Als überraschend gelungen bezeichnet Jens Balzer das Meta-Sequel. Es ist ein Film "über Leidenschaft, unerfüllte Erwartungen und Missverständnisse. Was man zu wissen glaubt, erweist sich als falsch oder gelogen; worin man sich sicher war, danach muss man neu fragen. Oder man vergisst, was man wusste und fühlte ... SPIDER-MAN 3 [ist] ein Film über Fragmente und Dezentrierung. Die Kinetik der Bilder, die Inszenierung vom Fliegen und Fallen, von Stößen und Rückstößen ist atemberaubend. Raimi schachtelt Bewegungen ineinander, bis sich in den besten Szenen das Bild um keine Fluchtpunkte mehr ordnet."

27. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Thomas Binotto klingt die Geschichte viel interessanter, als sie letztlich anzuschauen ist. "Raimi begeht den Fehler, die Untertöne des Mythos zu deutlich hervorzuheben. Im offenkundigen Bestreben, uns Zuschauer von der Vielschichtigkeit seines Helden zu überzeugen, löst er Stan Lees geradezu archetypische Bilder und Motive in überdeutliche und mithin banale Dialoge auf. Es wirkt, als ob Raimi plötzlich dem Paradox dieses Helden nicht mehr vertraute: Damit Spider-Man vielschichtig bleibt, muss er im Gewand eines trivialen Comic-Helden auftreten. So ist SPIDER-MAN 3 zwar immer noch unterhaltsames Popcorn-Kino - an die Pop-mythologischen Qualitäten seiner Vorgänger kommt der Film jedoch nicht heran."

26. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz und Elmar Schütze berichten von der Premiere in Berlin.

26. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Der Tagesspiegel

Nun darf der Darsteller endlich mal böse ein, meint Lars von Törne: Rachsucht, Arroganz, Überheblichkeit darf er zeigen. "Dunkler, härter, schneller, aber auch selbstironischer ist die Fortsetzung der Geschichte um den mit Superkräften ausgestatteten Spinnenmann."

26. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Der Tagesspiegel

Als ordentlich schätzt Nadine Lange das Sequel ein: "Die Auseinandersetzung mit diesem Wesen, das auch in seiner Menschengestalt mit Peter Parker konkurriert, hätte schon genug Stoff für einen ganzen Film geboten. Hier wirkt sie trotz Überlänge nicht auserzählt. Dafür überzeugen die Special-Effects und der finale Kampf. Und auch die Botschaft geht in Ordung: Spider-Man lehrt, dass in jedem gute und böse Seiten stecken. Und alle haben die Wahl, sich zu für oder gegen etwas zu entscheiden – inzwischen fast schon wieder ein moderner Gedanke."

26. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Der Spiegel

Eigentlich ist SPIDER-MAN nur ein netter Junge - ein Superheld wie du und ich, meint Daniel Haas. "Als Zuschauer hat man dafür doppelten Spaß: Man kann Parker als Venom durchs Testeron-durchwölkte Terrain der Selbstenthemmung streifen sehen und die Läuterung gleich mitgenießen. Denn natürlich wird der Sex zur Sucht, die Power zur Paranoia, die Kraft zur Katastrophe - und dann zur Katharsis. ... So viel Leid und Kummer - die Zeit für Helden ist günstig wie lange nicht. Wenn sie dabei menschlich bleiben, können sie ruhig Abkömmling einer Spinne sein."

26. April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Die Zeit

Der Regisseur gibt dem Spinnenmann so viel Seele wie noch nie, lobt Jörg Lau. "Sam Raimi macht die Rollenkonflikte und die Identitätssuche des Helden zum Hauptdrama. Darin liegt die Gefahr einer Überintellektualisierung, die das ursprüngliche Vergnügen des Superhelden-Genres ruinieren könnte. Doch bei Raimi, der mit dem Schlock-Schocker EVIL-DEAD berühmt wurde, bleibt der Hauptzweck des Superhelden-Mythos männlicher Eskapismus – narzisstische Fantasie (die hautengen Anzüge!), versetzt mit reiner, unschuldiger Destruktionslust, das Ganze gedeckt durch eine heilige Mission."

April 2007 | SPIDER-MAN 3 • Kritik • Brigitte.de

Gleich drei Bösewichter muss sich SPIDER-MAN stellen, weiß Henning Hönicke. "Schlecht für ihn, gut für seine Fans, die sich auf einige Überraschungen gefasst machen dürfen. ... Es ist viel los im dritten SPIDER-MAN. Dennoch wird die Handlung nie unübersichtlich oder langweilig - fast schon eine kleine Meisterleistung, angesichts der Flut von Personen, Sinnkrisen, Beziehungsproblemen und Nahkämpfen, die über den Zuschauer hereinbricht. Schade ist nur, dass der Film am Ende arg in den Kitsch abdriftet."

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