| Regie | Steve Bendelack |
| Kinostart | 29.03.2007 |
Patrick Heidmann unterhält sich mit Rowan Atkinson über seinen Mr. Bean, das Nichtstun und den Horror der Foto-Handys.
Glücklicherweise rankt sich laut Tobias Haberkorn "um die trottelig-naive Komik des Protagonisten in MR. BEAN MACHT FERIEN ein aufwendiges Drehbuch, so dass der Unterhaltungswert des Films nicht allein davon abhängt, wie wohlgelitten Atkinsons altbekannter Slapstick beim Zuschauer noch ist. ... Die Komödie gewinnt an Fahrt, schwelgende Filmmusik und großartige Landschaftsbilder inklusive. Ob man den englischen Kindskopf vermisst hat? Die Frage gerät in den 90 Filmminuten in Vergessenheit. Ein gutes Zeichen."
Daniel Kothenschulte erzählt der Komiker, dass er Mr. Bean nie wieder spielen wird.
Für Anke Westphal enthält MR. BEAN MACHT FERIEN alles, was von einem Mr. Bean-Produkt erwartet wird: Slapstick und absurde Körperkomik. "Vom Klamauk mal abgesehen verfügt dieser Film über eine tragfähige Geschichte. Damit ist nicht die Pseudo-Krimihandlung gemeint. Nein, in Cannes, dem Reiseziel von Bean und Stepan, finden gerade die Filmfestspiele statt. Wer je dabei gewesen ist, kennt die brisante Mischung aus Kunstanspruch, Event-Hysterie und organisatorischer Militanz, die das wichtigste Filmfestival der Welt kennzeichnet. ... So liebevoll ironisch wird in diesem Film das Verhältnis von massenwirksamem Unterhaltungskino, Kommerz und elitärem Kunstfilm behandelt, dass jeder seinen Spaß haben kann."
Sascha Koebner ist etwas enttäuscht: "So erweisen sich der Film und seine Hauptfigur als Relikte aus einer Zeit, in der diese Form der Komödie noch funktionierte. Doch hat sich eben insbesondere der britische Humor fort- oder zumindest weiterentwickelt. Auch orientiert sich MR. BEAN MACHT FERIEN weniger an den Realfilm-Episoden als vielmehr an den kindgerechten Inhalten der Zeichentrickserie. Liebhaber der Figur werden enttäuscht sein, denn dieser fast als Clipshow zu wertende Film endet äußerst banal und ideenlos. Da dies wohl tatsächlich der letzte Film mit Mr. Bean sein wird, bleibt die bedauerliche Erkenntnis, dass der Film keinen würdigen Abschluss für die Karriere des Mr. Bean bietet."
Andrea Mirbeth ist enttäuscht, dass sich die Kunstfigur Mr. Bean in den letzten Jahren überhaupt nicht weiterentwickelt hat. "Auch bei Mr. Bean bzw. Rowan Atkinson hat man das Gefühl, er ist nicht einen Tag in den letzten zehn Jahren älter geworden. Aber wir wollen jetzt nicht so streng sein: letztlich haben wir es mit charmanter, lustiger Familienunterhaltung zu tun. Und die neue Generation, die vor zehn Jahren noch viel zu klein war, um ins Kino zu gehen, wird ihren Spaß haben an diesem durchgeknallten Briten in der Sommerfrische. Ob nun ein wenig die Luft aus Mr. Beans Klamauk raus ist oder nicht sei dahin gestellt – besser als so viele neue Komiker bzw. Comedians ist er allemal."
Andreas Conrad berichtet von der Uraufführung in Berlin.