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THE HOST

THE HOST

Regie Bong Joon-Ho
Kinostart 29.03.2007

Kritiken • THE HOST

31. März 2007 | THE HOST • Kritik • Neues Deutschland

Mit manchmal sogar bis ins Absurde gesteigertem schwarzem Humor gibt es Seitenhiebe auf hanebüchene Missstände, schreibt Marion Pietrzok. "Wo andere Regisseure säuberlich ausmalen, emsig spachteln, behutsam tupfen oder farbenfroh aquarellieren, setzt Joon-ho Bong lockere Pinselstriche, und alles ist erzählt. Ein aktuelles Porträt Südkoreas, spannend, wie es sich für einen Horror-Thriller gehört, aber intelligent, voller nie dagewesener Einfälle und in ästhetisch kühnen Bildern, perfekt in Ton und Schnitt, mit hervorragenden, zumeist international renommierten Darstellern."

30. März 2007 | THE HOST • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling lobt, dass der Film gegen alle Genrekonventionen inszeniert ist. "Es ist wirklich komisch, wie der Regisseur Joon-ho Bong nahezu jede amerikanische Erzählgewohnheit satirisch behandelt. Das reicht vom Musikeinsatz - in der ersten Monsterszene stellt er sie einfach ab - bis hin zu dramaturgischen Klischees. Lächerlich offen setzt er ein Versagen der Schwester im Bogenschießen an den Anfang, so dass jeder zu wissen glaubt: Im entscheidenden Moment, Auge in Auge mit dem Monster, wird sie den entscheidenden Schuss landen. Aber sie versagt erneut."

29. März 2007 | THE HOST • Kritik • Die Tageszeitung

Als wahres Ungetüm bezeichnet Dietmar Kammerer den Film. Die Cahiers du Cinéma hat "den Film 2006 auf Platz 3 ihrer besten Filme des Jahres gewählt: nach Alain Resnais' HERZEN und noch vor EIN PERFEKTES PAAR von Nobuhiro Suwa (die beide ebenfalls heute anlaufen). Wenn ein Film solch unterschiedliche Anforderungen erfüllt und dabei gleichermaßen in die Kategorien Horrorfilm, Klamauk, Politsatire, Familiendrama passt und nicht passt - dann ist THE HOST mehr als bloß ein Film über ein Ungeheuer: Er ist selbst das Ungeheuer. Ein veritabler Monster-Film."

29. März 2007 | THE HOST • Kritik • Der Tagesspiegel

Virtuos ist THE HOST für Sebastian Handke. "Ein Grund für den Erfolg dieses ausgesprochen sehenswerten Filmes ist sein Bedeutungs- und Anspielungsreichtum. THE HOST kann für jeden etwas anderes sein: ein Monsterspektakel voller Überraschungen, Familiendrama oder Ökothriller, Komödie und politische Satire. Er ist albern, erschreckend, unvorhersehbar und dabei sorgfältig bebildert wie ein Arthouse-Film. Anspielungen auf Sars, Vogelgrippe und amerikanische Kriegspropaganda sind ebenso darin wie Verweise auf die "386-Generation" der ehemaligen Studentenprotestler und den koreanischen Konformitätszwang. Vor allem aber macht THE HOST grandiosen Spaß."

29. März 2007 | THE HOST • Kritik • Junge Welt

THE HOST ist laut Peer Schmitt "tatsächlich ein großartiger Film, nicht nur weil er die richtige Balance zwischen Schrecken und Lustigkeit findet, sondern auch weil er die im Monster-Katastrophen-Genre reichlich angelegten Ambivalenzen mit diversen politischen, jüngeren historischen und soziologischen Inhalten anreichert, die die südkoreanische Gesellschaft betreffen, aber nicht nur die. ... [Allen werden] noch gute Botschaften mit auf den Weg gegeben: Bekämpft oder meidet die Staatsautorität, wo ihr sie nur trefft. Glaubt an kein Wort, das im Fernsehen gesendet wird. Liebt eure Nachbarn. Und seid ansonsten nett, leicht bekloppt und anarchistisch sowieso. Ein lehrreicher Film für alle Altersgruppen."

27. März 2007 | THE HOST • Kritik • Der Spiegel

Für Uh-Young Kim ist THE HOST ein bestialisch gutes B-Movie aus Südkorea. "Anders als Hollywoods Kathastrophenapologeten spannt Regisseur Joon-Ho Bong seine Zuschauer nicht lange auf die Folter. Keine Viertelstunde vergeht, bis das titelgebende Monster bei Tageslicht in all seiner Abscheulichkeit zu bestaunen ist. ... Unbekümmert überschreitet Regisseur Bong die Formel des Monster-Genres aus Entsetzen, Kampf und Vernichtung mit melodramatischem Pathos, Slapstick-Szenen und sozialkritischen Seitenhieben."

26. März 2007 | THE HOST • Kritik • film-dienst 07/2007

Für Rüdiger Suchsland ist THE HOST als "Monster-Thriller" eine ebenso scharfe wie kühl analysierende politische Satire. "Stilistisch reicht die visuelle Textur des Films von bestimmenden Einflüssen japanischer GODZILLA-Produktionen bis zum italienischen Neorealismus. Die Kameraarbeit und die dynamische, konsequente Inszenierung sind von hoher visueller Präzision. Auch wenn es unangenehme Momente gibt und der Regisseur mit Schauer- und Ekeleffekten spielt, ist THE HOST zu keiner Zeit ein Horrorfilm, und bei aller Ähnlichkeit will dieses Monster auch nie die beklemmende Wirkung und archetypische Kraft des ALIEN entfalten."

20. März 2007 | THE HOST • Kritik • critic.de

Als einen der realistischsten Monsterfilme aller Zeiten bezeichnet Lukas Foerster den Film. "Gleichzeitig ist Bong Joon-hos Werk jedoch auch der erfolgreiche Versuch, die Struktur des Blockbusterformats nach Ostasien zu importieren. ... Allerdings geht Bong Joon-ho mit diesem Format nicht nur weitaus reflektierter und intelligenter um als Brotherhood-Regisseur Kang Je-gyu, sondern auch als Gore Verbinski und der Großteil seiner Kollegen. Die hybride, sprunghafte Struktur erscheint als adäquates Abbild der koreanischen Lebenswelt. Dadurch wird THE HOST auf zwei Ebenen lesbar: Als vielfältige Auseinandersetzung mit sozialen und geopolitischen Fragestellungen ebenso wie als abwechslungsreiches, melodramatisches Actionabenteuer mit einem schleimigen, grünen Monster."

20. März 2007 | THE HOST • Kritik • br-online.de

THE HOST ist die schönste Monsterfabel, die das Kino seit langem erblickt hat, lobt Florian Kummert. "Während Hollywood mit Trash wie SNAKES ON A PLANE an seiner Eindimensionalität scheitert, gelingt dem asiatischen Kino eine Frischzellenkur der angenehmsten Art. Auch THE HOST hat natürlich trashige Elemente. Das Monster mampft sich genüsslich durch Seoul, und die Wissenschaftler in quietschig gelben, knarzenden Strahlenschutzanzügen dürfen ganz fürchterlich gemein sein. Aber das schräge Ensemble gibt dem Film eine Seele und einen wichtigen dramatischen Halt. Hier hat nicht das Militär das Sagen, das Monster zerstört keine imposanten Sehenswürdigkeiten, sondern knabbert an Schirmen mit Eiscremewerbung – und an kleinen Kindern. Ohne nennenswertes Budget glänzt der Film mit überzeugenden Effekten."

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