| Regie | Joel Schumacher |
| Kinostart | 22.03.2007 |
Geheimnisvoll will uns dieser Film kommen, meint Peter Uehling. "Ein Verschwörungs-Plot, ein Psychothriller, ein Horrorfilm: Viel hat Autor Fernley Phillips hineingestopft in diese Geschichte und das nicht einmal ungeschickt. ... Angesichts der verworrenen Handlung hätte das Drehbuch eines besonnenen Regisseurs bedurft, der aus ihm ein Thema herausliest - etwa das Problem der Identität. Wer in einem Kunstwerk einer Figur begegnet, die man selbst sein könnte, dem kann der Umriss der eigenen Person schon unscharf werden. Für Unschärfen allerdings ist Joel Schumacher der denkbar falsche Regisseur. Schumacher bebildert das Skript effektvoll, routiniert, anonym."
Hysterie ist männlich, stellt Birgit Glombitza fest. Der Film "ist eine krude Angelegenheit, die sich zunehmend mit ihrer Optik wichtig macht. Da mag der Plot noch so doll vom Abseitigen, von Mord und Totschlag, Rausch und Ekstase raunen, spätestens wenn er seinen Helden am Ende doch in moralisch halbwegs einwandfreies Terrain entlässt, ist vom menschlichen Abgrund nichts übrig geblieben als reiner Hokuspokus. ... im Carrey kann er jedenfalls nicht überzeugend zum Wechsel ins Thriller- oder gar Charakterfach verhelfen."
Für Ulrich Kriest funktioniert die "Studie in Paranoia mit allerlei Verdoppelungen, Spiegelungen und Re-Visionen über weite Strecken ganz annehmbar, bis sich das allerdings früh absehbare Geheimnis hinter dem seltsamen Buch offenbart. Genau in diesem Moment – Höhepunkt des Films ist ein Wahnsinnsschub des Protagonisten, der in Mabuse-Manier ein Hotelzimmer mit geschriebenen Botschaften verziert – geht der Film nun den öden Weg der Umwertung und Neudeutung aller bislang gelieferten Informationen, was ihm strukturell das Genick bricht."