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LIEBESWUNSCH

LIEBESWUNSCH

Regie Torsten C. Fischer
Kinostart 19.04.2007

Kritiken • LIEBESWUNSCH

21. April 2007 | LIEBESWUNSCH • Kritik • Berliner Zeitung

Als Seelenklempnerfilm für den Bessersituierten bezeichnet Ulrich Seidler den Film. "Die Schauspieler legen ihre Gesichter in kleidsame Sorgenfalten, variieren Nachdenklichkeitsblicke, simulieren ihre Seelenaufruhr ohne in Entstellungsgefahr zu geraten. Besonders Jessica Schwarz ist noch angesichts der tiefsten Abgründe, selbst wenn sie in ihrer eigenen Kotze aufwacht, mit sicherem Sinn fürs Hübsche ausgeleuchtet worden. ... Nicht nur die von psychoanalytischen Klischees durchwobene Geschichte nervt, sondern auch die Kameraführung."

19. April 2007 | LIEBESWUNSCH • Kritik • Der Tagesspiegel

Starkes melodramatisches Geschütz wird hier laut Kolja Reichert aufgefahren. "Unheilvolle Streicher, eine Verführungsszene am Strand, Schwindelblicke vom Drachenfels. In Parallelmontagen tosen Vernunft und Eros gegeneinander an. Das lässt die Handlung noch holzschnittartiger, freilich nicht eben verständlicher erscheinen. Dass der Film dennoch Kraft entfaltet, verdankt er seinen starken Schauspielern."

19. April 2007 | LIEBESWUNSCH • Kritik • Der Spiegel

Eine Ménage à quatre als kühle Versuchsanordnung sah Peter Luley. "In der Vorwegnahme des tragischen Ausgangs folgt der von Torsten C. Fischer geschriebene und inszenierte Film akribisch seiner literarischen Vorlage, dem 2000 erschienenen gleichnamigen Roman von Dieter Wellershoff. Fischer setzt den gleichen erdenschweren Grundton und macht deutlich, dass es ihm genausowenig wie dem heute 81-jährigen Buchautor auf äußere Spannung ankommt, sondern auf die Durchdringung psychologischer Prozesse - ein so ambitioniertes wie gewagtes Unterfangen, erfordert es doch ein Interesse für die Figuren, das aus jenen selbst entspringt."

12. April 2007 | LIEBESWUNSCH • Kritik • film-dienst 08/2007

Hans Messias hat sich von LIEBESWUNSCH überzeugen lassen. "Ein beachtlicher Film, der sich jeder Romantik versagt und der trotz seiner Nähe zur großen Fernsehunterhaltung die Konkurrenz im Kino nicht zu scheuen braucht, wobei er gar nicht vorgibt, eine "Leichtigkeit des Seins" anzustreben, sondern vielleicht sogar mit einer intellektuellen Kopflastigkeit kokettiert – auch das ist ungewohnt und entwickelt einen ganz eigenen Reiz."

10. April 2007 | LIEBESWUNSCH • Kritik • br-online.de

Margret Köhler entdeckt das Dilemma des Films: Es liegt "in der Erdenschwere, in der ständig quälenden Stimmung, der bedrohlichen Atmosphäre und der in ihrer gegenseitigen komplizierten Abhängigkeit steif agierenden Personen, denen man wenig Sympathie abgewinnt. Das Gefühl des Zuschauers wird bei dieser Ansammlung von persönlichen Traumata zu wenig bedient. Was auf Papier noch intellektuell klingen mag, wird in der holprigen Inszenierung zum pseudo-philosophischen Geplapper, was im Roman pointiert ist, hört sich im Gespräch der Protagonisten nur noch platt an. Die Musik verkündet penetrant Unheil, dass man sich die Ohren zuhalten möchte."

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