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Regie Alicia Scherson
Kinostart 15.03.2007

Kritiken • PLAY

15. März 2007 | PLAY • Kritik • Berliner Zeitung

Als wohltuend merkwürdig bezeichnet Philipp Bühler den Streifzug durch Santiago de Chile. "Schersons Film ist ein audio-visueller Streifzug durch eine Stadt und deren Geheimnisse, dem man sich einfach aussetzt. Eine innovative Tonspur und komplex-komische Bildmontagen dienen zur Wiedergabe unsichtbarer Schwingungen; es regiert die Logik des Traums. Unangestrengt wirkt das alles, aber nicht - wie der Titel vermuten ließe - verspielt. In seinen Giraffenmomenten erinnert der Film eher an den Surrealismus Luis Buñuels als an den magischen Realismus, den man gemeinhin mit lateinamerikanischem Erzählen assoziiert."

15. März 2007 | PLAY • Kritik • Die Tageszeitung

Wunderschön findet Detlef Kuhlbrodt den Film. "PLAY ist ein wunderschöner, melodiöser, ernsthaft verträumter, mit kleinen Jumpcuts gespickter Stadtfilm, der bis in die vielen kleinen, teils seltsamen, teils slapstickhaften Details berührt. Ein Film über Fremdheit, Neugierde und Sehnsucht, ein zärtlicher Film, der von ganz unterschiedlichen Lieben und Hoffnungen handelt. Sehr präzise und mit einem seltenen Respekt vor jeder seiner Figuren geht es diesem Film nicht um Beziehungsmuster, sondern um unterschiedliche Näheverhältnisse und Beziehungen."

15. März 2007 | PLAY • Kritik • Der Tagesspiegel

Sensibel nennt Jean-Michel Berg den Film. "PLAY bewegt sich – bunt, manchmal überzeichnend – zwischen Traum, Wirklichkeit und Computerspiel. Oft heftet sich die Kamera an beliebige Gegenstände und lädt ihnen das ganze Gewicht der Welt auf. Mitunter wiegt das ein wenig schwer. Aber es schadet nicht, weil Scherson so auch große Metaphern der modernen Vereinzelung gelingen. Wenn Cristina unter dem schweren, schwarzen Schalenkopfhörer durch die Straßen läuft, dann sieht es aus, als trüge sie Scheuklappen. Eine Monade ist der Mensch eh, aber jetzt, so scheint es, hat er auch noch das Fenster zur Seele dichtgemacht."

15. März 2007 | PLAY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Traumpfade hat Michael Kohler beschritten. "Es stört den unscheinbaren Zauber dieses Films kein bisschen, dass die persönlichen Motive Cristinas im Dunkeln bleiben. Wie ihre stille Heldin hält Alicia Scherson nicht viel von Erklärungen, weshalb in ihrem Film eben geschieht, was sich jemand aus welchen Gründen auch immer in den Kopf setzt. ... Abseits ausgetretener Pfade hat [die Regisseurin] einen eigenen Weg durch das Amazonasdickicht der Stile und Moden gefunden. Ihr Kompass ist die wirksamste Waffe des Erzählens: die Poesie des Individuums."

13. März 2007 | PLAY • Kritik • film-dienst 06/2007

Wolfgang M. Hamdorf sah einen Sommerfilm, der von einfachen Menschen handelt. "Dabei ist sein Erzählton leicht und lakonisch, gewürzt mit subtilem Humor. Keine Sinfonie einer Großstadt, eher eine Suite, ein lebendiges Kammermusikstück aus sich überschneidenden und berührenden Geschichten, ein Spiel mit der eigenen Identität. Der Film erzählt über die Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, über die Chance, jemand anderes sein zu können. Außerdem ist PLAY ein ungewöhnliches Porträt verschiedener sozialer Facetten der chilenischen Hauptstadt, das viele herkömmliche Stereotypen vermeidet."

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