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DAS WAHRE LEBEN

DAS WAHRE LEBEN

Regie Alain Gsponer
Kinostart 08.03.2007

Kritiken • DAS WAHRE LEBEN

09. März 2007 | DAS WAHRE LEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz hat den Darstellern gern zugeschaut in der Familien-Farce. "Der Schweizer Regisseur Gsponer, der sich bereits mit der TV-Produktion ROSE als Experte für turbulente blutsverwandtschaftliche WGs erwies, hat ein sicheres Gespür für Pointen, Ensemblespiel und die Balance zwischen Situationskomik und der Tragik stiller Entfremdung im Kreise der Lieben. ... Dazu Tempo, Witz und Lebenskrisennähe, sprich: eine kräftige Prise Frischluft für die leidige Familiendebatte."

09. März 2007 | DAS WAHRE LEBEN • Kritik • Der Spiegel

Eine wunderbare Tragikomödie mit therapeutischer Zielsetzung, sah Christian Buß. "Auch wenn Regisseur Gsponer boshaft und mit unverhohlener Freude an der Gewalt das falsche Familienkonstrukt, das Vater Spatz so verzweifelt hochzuhalten versucht, zum Einsturz bringt - im Innersten folgt seine Tragikomödie wie Hans-Christian Schmids NACH FÜNF IM URWALD, Ang Lees EISSTURM und andere Filme des Genres einem therapeutischen Impetus: Die Familie kann nur überleben, wenn sie sich ab und zu selbst zerstört. Ist die Sippschaft nämlich erstmal ruiniert, lebt's sich völlig ungeniert."

08. März 2007 | DAS WAHRE LEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Für Philipp Bühler ist hier alles viel zu sehr in Bewegung. Der Regisseur erzählt mit Witz, ohne dadurch an Aussage zu verlieren. "Am besten beschreibt und sieht man den Film als komplett aus den Fugen geratenes Fernsehspiel. Im zerstörerischen Schlussakt zeigt Alain Gsponer sogar den Mut, eine Szene komplett in den Sand zu setzen. Alles ist Chaos und immer in Bewegung, heißt es im letzten Satz. Das sei "eigentlich ein beruhigender Gedanke." Fürwahr."

08. März 2007 | DAS WAHRE LEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler bringt es auf den Punkt: "DAS WAHRE LEBEN ist leider ein Paradebeispiel für den unausrottbaren mittleren Kinorealismus, in dem die Form dem Inhalt immer drei Schritte hinterher hinkt und deshalb kaum noch etwas stimmt. Das soll nicht heißen, dass Alain Gsponers zweiter Spielfilm ohne Qualitäten wäre. Wer sich an die eigene Pubertät mit Vorliebe als romantische Geburtsstunde erinnert, wird hier gut bedient, und wen interessiert, wie Hänschen Gernegroß die Welt sieht, auch. Einigermaßen glaubwürdig ist DAS WAHRE LEBEN nur innerhalb der beschränkten Perspektive seiner jugendlichen Protagonisten."

07. März 2007 | DAS WAHRE LEBEN • Kritik • Jungle World

Viel Schmerz, mit viel Kraft hat Thomas Blum ausgemacht. "Da sagt einer was und macht ein Gesicht dazu, man sieht ihn. Gegenschnitt. Dann sagt die andere was und macht auch ein Gesicht dazu, und man sieht sie. Große Sache, das. Filmkunst. Zuweilen wackelt auch die Kamera ein wenig. So kommt unverhofft doch ein bisschen Bewegung in den Film. ... Wenn tiefes Gefühl oder Melodramatisches illustriert werden sollen, wird eine Art zäher, schwerblütiger Fertigteilmusik unter die Filmszene gelegt, irgendwas in Richtung Jennifer Rush oder Frank Duval."

03. März 2007 | DAS WAHRE LEBEN • Kritik • film-dienst 05/2007

Regisseur Gsponer gelingt es vor lauter Sympathie nicht, seinen häufig menschelnden Figuren mit Abstand zu begegnen, kritisiert Alexandra Wach. "Äußere Leere und inneres Drama der Einsamkeit kommen so nicht ins Gleichgewicht, und auch wenn DAS WAHRE LEBEN es schafft, ein Stimmungsbild der auf hohem Niveau kriselnden Republik zu zeichnen, verlässt sich der Schweizer Gsponer zu sehr auf gängige Erzähltechniken und modische Musikuntermalung, um der Fallhöhe seines Themas wirklich gerecht zu werden."

28. Februar 2007 | DAS WAHRE LEBEN • Kritik • br-online.de

Für Kirsten Liese ist DAS WAHRE LEBEN ein unbequemer Film. "Trotz solcher Tiefgründigkeit gibt es auch viel zu lachen. Den Drehbuchautoren Matthias Pacht und Alex Buresch gebührt großes Lob für ihre fiesen, boshaften Dialoge mit gelegentlichen Seitenhieben auf die Journaille, Jobvermittler und den Kunstmarkt. ... Seinen etwas albern-bizarren Showdown am Swimmingpool mit wilden Farbsudeleien hätte sich der Film zwar schenken können, aber insgesamt stimmt die Mischung aus Ernst und Humor."

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