| Regie | Marc Lawrence |
| Kinostart | 08.03.2007 |
Dietman Kammerer mag den Film und die Darsteller: "Hugh Grant ironisiert mal wieder sein Image als Frauenschwarm, und Drew Barrymore spielt das chaotisch-charmante Mädchen von nebenan mit den großen Augen. Alles in allem ist MITTEN INS HERZ wie ein Popsong: Einfach gestrickt und in jeder Wendung vorhersehbar, unterhaltsam, während man ihm zuhört, und am nächsten Tag schon wieder vergessen, aber das macht auch den nicht uncharmanten Reiz des Ganzen aus."
Als ziemlich komische Parodie auf die Unterhaltungsmusikbranche bezeichnet Susanne Ostwald den Film. "Regisseur Marc Lawrence lässt den schönen, inzwischen auch nicht mehr ganz taufrischen Hugh Grant genüsslich sein eigenes Strahlemann-Image durch den Kakao ziehen, wodurch auch seine Figur sympathisch wird. Die Dialoge sind spritzig und voller respektloser Seitenhiebe auf Retro-Beseelte. Barrymore agiert nicht so zappelig wie sonst und zeigt, dass sie durchaus zu schauspielern vermag. Doch dann kippt die charmante Komödie: Es scheint, als seien Lawrence, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, die Ideen ausgegangen."
Daniela Zinser mag den Film: Er ist witzig in den Dialogen; die zwei Hauptdarsteller füllen ihre Rollen sicher aus. Außerdem packt der Regisseur "eine Liebeserklärung an die 1980er in seinen Film, so grauslich sie auch gewesen sein mögen."
MITTEN INS HERZ ist Kitsch, aber schöner, schreibt Sarah Hofmann. "Am stärksten sind die Szenen, wo die Romanze zur Persiflage auf unsere Pop- und Sexwelt wird. Erfrischend etwa Sophies entsetzte Blicke angesichts von Coras Choreografien, die anstrengend naturalistisch MTV nachempfunden sind."
Martin Schwickert unterhält sich mit Hugh Grant über den Sex, den Müll und das Leben.
Der Einstieg ist furios, lobt Daniel Kothenschulte. "Für den deutschen Filmtitel MITTEN INS HERZ - EIN SONG FüR DICH war offensichtlich kein professioneller Texter vonnöten. Das ändert nichts daran, dass wir es hier mit einer auf höchst vergnügliche Art nichtsnutzigen romantischen Komödie zu tun haben. Es gibt herrliche Szenen wie einen Halbplayback-Auftritt des abgetakelten Fletcher in einem Vergnügungspark. Dass Hugh Grant weniger zum Limahl taugt als zu einem späten Cliff Richard verleiht ihm eine anrührende Deplatziertheit. Und auch hier, im armseligsten denkbaren Arrangement, nehmen diese erbärmlichen Lieder für sich ein, die zu erfinden ein besonderes Vergnügen gewesen sein muss."
Schon in der ersten Einstellung hat der Film Kathrin Häger mitten im Gehörgang getroffen. Mit "Einschüben ironischer Selbstreflexion über das Show- und Musikbusiness hat MITTEN INS HERZ seine witzigsten Momente. Auch wenn die romantische Komödie dieses anfängliche fulminante Tempo nicht beibehalten kann und sie im weiteren Verlauf, dem Genre und dessen Lieblingsdarsteller Hugh Grant huldigend, nach bewährter Manier die amourösen Verwicklungen herunterkurbelt, unterhält der Film durch seine abstrus überzeichneten, aber nie der Lächerlichkeit preisgegebenen Charaktere."
Für Heidi Reutter hat der Regisseur einmal mehr sein komödiantisches Talent unter Beweis gestellt. "Hier stimmt alles: die Charakterisierung der Figuren, die pointierten Dialoge, das Design, vor allem die perfekt gemachten Songs von Adam Schlesinger. Mit der Ballade "Way back into Love", jenem Song, den Alex und Sophie im Film schreiben und tatsächlich singen, schießt Schlesinger den Vogel ab, so romantisch ist dieser Song. Dass diese Liebeskomödie nicht ins Kitschige kippt und tatsächlich mitten durchs Herz geht, liegt daran, dass Grant und Barrymore auf der Leinwand eine schöne, überzeugende Chemie entwickeln. Und so ist ihre Liebesgeschichte tatsächlich eine der schönsten der letzten Jahre."
Mathias Raabe berichtet von der Premiere in Berlin.
Andreas Conrad war bei der Premiere dabei.