THE FALL

film-zeit Film: THE FALL
Regie Tarsem Singh
Kinostart 12.03.2009
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Inhalt • THE FALL

Hollywood in den 20er Jahren. Roy Walker ist Stuntman beim Film. Bei einem gefährlichen Job mit einem Pferd hat er sich übel verletzt. In einem abgelegenen Krankenhaus erholt er sich von seinem Sturz. Hier wird ihm eröffnet, dass er seine Beine unter Umständen nie wieder wird bewegen können. Aus der drohenden Depression befreit ihn Alexandria. Das Mädchen ist aus Osteuropa in die USA eingewandert. Sie hat sich beim Apfelpflücken den Arm gebrochen. In Alexandria sieht Roy eine Möglichkeit, seinem Elend zu entkommen. Der Stuntman schlägt dem Mädchen einen Deal vor: Er erzählt ihr die fantastischste Story, die man sich überhaupt vorstellen kann. Dafür muss sie für ihn das Morphium stehlen, sollte er die ganze Krankenhaustortur nicht mehr aushalten können.

Kritiken • THE FALL

12. März 2009 | Kritik • Die Welt

Hanns-Georg Rodek empfiehlt: Nicht denken. Nur staunen! "Bleibt die Frage, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Wer in allen Kinogeschichten den menschlichen Kern und die emotionale Aufladung sucht, wird THE FALL (film-zeit Trailer: THE FALL) unbefriedigt verlassen. Doch das Kino dehnt diese enge Haut schon länger in alle möglichen Richtungen; WATCHMEN - DIE WÄCHTER (film-zeit Trailer: WATCHMEN - DIE WÄCHTER), der den Comic-Stil eins zu eins umzusetzen trachtet, ist solch ein Versuch und THE FALL (film-zeit Trailer: THE FALL) eben ein weiterer. Tarsems zweiter Spielfilm nach THE CELL funktioniert, wenn man ihn als folly betrachtet, als eine Zierde, deren einzige, aber hinreichende Existenzberechtigung ihre Schönheit ist."

12. März 2009 | Kritik • Berliner Zeitung

Opulent bis anstrengend findet Thomas Klein den Film. Er "gewinnt dann aber doch an inszenatorischer Kraft. Denn Roy ist ein Stuntman, der nach einem Unfall vielleicht nie mehr laufen kann und schon seinen Selbstmord vorbereitet. Alexandria ist nie im Kino gewesen, aber man spürt die Lüge, wenn Roy sagt, da habe sie auch nichts verpasst. Kino ist hier alles, und THE FALL (film-zeit Trailer: THE FALL) ist auch eine Liebeserklärung an den Film. Am Schluss steht eine Montage halsbrecherischer Stummfilm-Stunts: Wenn Tarsem Singh hier Werbung macht, dann am ehesten für die Macht der Erzählung und Bilder."

12. März 2009 | Kritik • perlentaucher.de

Thomas Groh kritisiert, dass die Durchdringung der Welten nicht wirklich funktioniert. "Was schade ist, da gerade das Bersten der Bilder, ihr Überborden und Abgleiten ins vollkommen Enthobene das Reizvollste an THE FALL (film-zeit Trailer: THE FALL) darstellt, zugleich aber immer schon domestiziert ist: Der ästhetische Wahnwitz einer hinreißenden, an die Puppentrickaufnahmen der Quay Brothers erinnernden, aufbrausenden und doch fragilen Sequenz, die Alexandrias Ohnmacht nach einem Sturz visualisiert, bricht den Film lediglich für einen Moment auf, ansonsten herrscht die Wucht des Landschaftspanoramas vor."

11. März 2009 | Kritik • Die Welt

Harald Peters ist begeistert: Er sah ein bildgewaltiges Spektakel mit blauen Wüstenstädten und schwimmenden Elefanten, das die Welt zum Märchen macht. Es "ist zwar ein Film, in dem ein Kind im Mittelpunkt steht, ein Kinderfilm ist er jedoch nicht. Tatsächlich hat es bislang wohl keinen Film wie ihn gegeben, und dass jemand einmal etwas Ähnliches probieren wird, scheint ausgeschlossen. "Nur ich konnte diesen Film machen", sagt Tarsem Singh und meint damit auch, dass sonst niemand die notwendige Mischung aus Wahnsinn und Entschlossenheit aufgebracht hätte."

01. März 2009 | Kritik • epd-film 03/2009

Birgit Roschy stellt fest: "Man muss weder Freud noch die Theorien des "Post-Pop-Cinemas" kennen, um sich hineinziehen zu lassen in diese Metamorphosen. Mit buchstäblich traumwandlerischer Sicherheit setzt Singh seine Fata Morgana ins Bild, mit Landschaftspanoramen im Stil alter Postkarten, Puppentheater und Stummfilm-Sequenzen. Gedreht wurde das entspannte Werk, das sichtlich keinen kommerziellen Erwägungen geschuldet ist, während mehrerer Jahre, in denen Singh als Werbefilmer um den Globus reiste. Es verwundert nicht, dass diese L'art-pour-l'art-Spinnerei von den ehemaligen Werbefilmern David Fincher und Spike Jonze mitproduziert wurde."

01. Februar 2009 | Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. Februar 2009 | Kritik • programmkino.de

Schön anzusehen ist das alles, meint Michael Meyns. "Nicht mehr nur die Bilder bestimmt sie jetzt, sondern auch die Erzählung, die Handlung. Ihre Lebenslust wird hier gleichgesetzt mit einer Lust zu erzählen, sich in Fantasiewelten zu verlieren und überwältigende Bilder vorzustellen. Genau das also, was das Kino in seinen besten Momenten kann. Für eindrucksvolle Bilder sorgt hier allerdings der Film selbst, wobei es weniger die existierenden Landschaften oder mächtigen Paläste sind, die beeindrucken."

01. Februar 2009 | Kritik • programmkino.de

Thomas Engel ist sprachlos. "Unmöglich, alle Magie, alle Visionen, alle Ideen, alle Abenteuer, alle Verrücktheiten, alle Parallelen zwischen Zauber und Wirklichkeit aufzuzählen. Eine Flut an Gemälden, poetischen Einschüben, seltsamen Zeremonien, Landschaften, Palästen, verbunden mit einer Hommage an den Stummfilm und einem großen symphonischen Soundtrack."

24. Januar 2009 | Kritik • film-dienst 05/2009

Wer sich laut Felicitas Kleiner "nur ein weiteres bildgewaltiges Fantasy-Epos erhofft, dürfte angesichts der erzählerischen Ruhe, mit der sich dieses Zwischenreich entfaltet, der konsequenten Vermeidung genretypischer Action und des an Seitenblicken reichen Mäanderns der Geschichte enttäuscht sein. Nichtsdestotrotz ist THE FALL (film-zeit Trailer: THE FALL) alles andere als langweilig: Elegant balanciert er an den Grenzen von klassischem Erzählkino und Videokunst, um ebenso berührend wie visuell betörend der ambivalenten Kraft der menschlichen Fantasie nachzuspüren. Deren das wirkliche Leben transzendierender Impuls mag sich zwar bisweilen auch mit dem Todestrieb verbünden, doch aus den Möglichkeitswelten lassen sich, wie einst für Scheherazade, ebenso Heilmittel, Handlungsalternativen und neue Hoffnungen schöpfen."

08. Januar 2009 | Kritik • critic.de

Wer als erwachsener Zuschauer ernst genommen werden will, hat hier laut Sascha Keilholz ein Problem. Die Bilderrevue ist "trotz aller vorgeschobenen erzählerischen Komplexität völlig leer und hohl. Der Blick des Kindes weicht hier einer Kindlichkeit und schließlich dem Hang zum Kindischen. Eindeutigkeit ist ein Merkmal dieser Kinoform. Damit steht THE FALL (film-zeit Trailer: THE FALL) tatsächlich beispielhaft für eine Tendenz in den USA produzierter Mainstreamfilme. Der Blick auf ein immer jünger werdendes, filmhistorisch und ästhetisch anspruchsloses, die Sensationen suchendes Publikum, führt zu Ausmaßen an Beliebigkeit, technischer Ungenauigkeit und letztlich Geistlosigkeit, die in dieser Form neu ist."

17. Februar 2007 | Kritik • Jury des Jugendfilm-Wettbewerbs 14plus

"Die beeindruckenden Bilder, welche die traumhafte Märchenwelt mit der harten Realität verbinden, bleiben uns sicherlich noch lange in Erinnerung. Die wundervolle Hauptdarstellerin hat es geschafft, uns zu bezaubern und für 110 Minuten in ihren Bann zu ziehen."

07. Februar 2007 | Kritik • Berlinale

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