| Regie | Joe Carnahan |
| Kinostart | 01.03.2007 |
Eine ziemlich blutige Meditation sah Peter Uehling. Der Regisseur hebt "ab in einen knallbunten Traum, eine reißerische Meditation (falls es so etwas geben kann) über die letzten Dinge. ... Das hat schon was. Und toll gespielt, mit Andy Garcia als FBI-Boss, Ray Liotta als FBI-Bulle, Ben Affleck als Gelegenheitsgauner, ist es auch. Die Sängerin Alicia Keys hat hier ihre erste Filmrolle als Killerin und ist immerhin hübsch anzusehen."
Krawall ist hier alles, meint Tina Heldt. "Niemand nimmt das ernst. Ernstgenommen wird in dem Film im Grunde nur etwas, das eigentlich außerhalb von ihm liegt: ein spezielles popkulturelles Luxuswissen. Der Krawall muß unbedingt elegant untermalt sein. ... Es wird deutlich, für wen die blöde, korrupte, sexistische Gesellschaft zu Kleinholz verarbeitet wird. Ein Film, der niederträchtige Berechnungen anstellt, die beweisen, daß man viel Ärger einsparen kann, wenn man vor nichts zurückschreckt."
Horst E. Wegener sieht nur menschenverachtende Metzeleien. "Die Motive der Beschützer oder Killer von ACES sind nicht von Interesse, denn Regisseur Joe Carnahan geht es nach einer hoch komplizierten Eröffnung, die sämtliche Beteiligten ins Rennen schickt, nur noch ums Choreografieren seiner Metzeleien. Das Ergebnis fällt blutrünstiger als Tarantinos frühe filmische Fingerübungen aus, gerät bierernster als das tumbeste Killervideospiel."
Für den Regisseur ist ist Kino reine Oberfläche, stellt Rene Classen fest. "SMOKIN' ACES ist weniger ein Thriller im eigentlichen Sinne als eine Abfolge von Szenen, in denen die gestalterischen Mittel der Story die Show stehlen: Schräge Dialoge, buntes Kostümdesign, auffällige Schnitt- und Kameratechnik und vor allem spektakuläre Waffengewalt drängen die Handlungslogik aus dem Zentrum. Carnahan geht dabei stellenweise so weit, jegliche Plausibilität dem Effekt zu opfern."
Laut Heidi Reutter setzt der Regisseur bewusst auf Effekte und orientiert sich stilistisch an der plakativen Ästhetik von Videoclips, "mit schnellen Schnitten, schrillen Figuren und schwarzhumorig interpretierten, höchst brutalen Szenen - wie man sie so, oder ähnlich, längst aus Quentin Tarantinos RESERVOIR DOGS oder Oliver Stones NATURAL BORN KILLERS kennt - wird hier ein absurder krimineller Kosmos erschlossen, der wild ist und abgefahren und eben auch verdammt brutal. ... Das muss man vermutlich alles mit Humor sehen, sofern möglich. Zu verstehen gibt es ohnehin nicht viel, zumal die Handlung immer unübersichtlicher wird, um dann in einem blutigen Showdown zu kulminieren."