Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

SIE SIND EIN SCHÖNER MANN!

SIE SIND EIN SCHÖNER MANN!

Regie Isabelle Mergault
Kinostart 08.02.2007

Kritiken • SIE SIND EIN SCHÖNER MANN!

12. Februar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • Die Tageszeitung

Nicole Hess lobt den feinsinnigen und zuweilen etwas hinterlistigen Humor des Films. "Die karge Inszenierung, die zwischen Situationskomödie, Entwicklungsroman und Groteske changiert, begleitet die Annäherung zweier gesellschaftlicher Außenseiter, deren Beziehung primär von handfesten wirtschaftlichen Interessen geleitet ist. ... Das Ereignis der Liebesgeschichte wider Willen, in die sich, wenn auch nur in homöopathischer Dosis, doch noch romantische Regungen schleichen, ist der Schauspieler Michel Blanc. Der klein gewachsene Charakterdarsteller, der mehrmals bei Patrice Leconte spielte und hier gegen seine üblichen Rollen besetzt ist, führt mit subtilem Mienenspiel vor, wie selbst ein jahrhundertealter Eisklotz unter wärmenden Sonnenstrahlen zu schmelzen beginnt."

12. Februar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie viel Zärtlichkeit, wie viel Wärme dieser Kühlschrank von einem Film in sich trägt, lobt Kerstin Decker. "Die Gemütskargheit des Bauern kommt der Lakonie der neueren Filmsprachen entgegen, allzeit nah dran am schwarzen Humor. Sogar die Franzosen drehen auffällig viele Landwirtschaftsfilme neueren Typs, und diesen hier hat Isabelle Mergault eigens für den wunderbaren Michel Blanc geschrieben. SIE SIND EIN SCHöNER MANN! ist natürlich eine Komödie. Man braucht nur den Titel mit Blancs Gesicht vergleichen: Unscheinbarer, übersehensgefährdeter kann man nicht aussehen."

08. Februar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film richtet sich wohlig ein in der Komik des Kulturschocks, schreibt Gerhard Midding. "Anfangs ist ihr mürrischer Held Aymé noch eine dankbare Zielscheibe des Spotts; seine Pfennigfuchserei, Kultur- und Interessenlosigkeit bieten leidlichen Anlass zur Häme. Bald lässt uns die Regisseurin indes nicht mehr über ihn, sondern mit ihm lachen. Michel Blanc verleiht der Ruppigkeit, mit der Aymé sein Leben eingerichtet hat, eine muntere Selbstverständlichkeit. ... Die Komik gewinnt hier in dem Maße an Bodenständigkeit, in dem sich Mergaults Erzählrhythmus auf das Tempo des Landlebens einlässt. Offensichtlich ist die Regisseurin beim Verfassen ihres Drehbuchs nur selten in den Konflikt geraten, sich zwischen Charakternähe oder einer Pointe entscheiden zu müssen. Der Witz übernimmt bald die Rolle eines verlässlichen Weggenossen."

08. Februar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Regisseurin hat einen außerordentlichen Blick für die kleinen, grotesken Details des Alltags, lobt Sascha Westphal. "In wundervollen Szenen fängt sie die Schrullen und sonderbaren Rituale der Provinzbauern ein, ohne sie dabei der Lächerlichkeit preiszugeben. ... Aber diese so aufschlussreichen Beobachtungen und frappanten Miniaturen sind nur die eine Seite dieses Erstlingswerks. Auf der anderen steht eine überaus konventionelle Story, in deren Verlauf sich SIE SIND EIN SCHöNER MANN von einer skurrilen Typen-Komödie in eine vorhersehbare romantische Komödie verwandelt."

08. Februar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • Neues Deutschland

Die Komödie funktioniert nicht nach Schema F, meint Angelika Kettelhack. Auch wenn der Film "an manchen Stellen in Klischees abrutscht, nimmt man das gern in Kauf, weil die gesamte Schauspielertruppe so wunderbar natürlich spielt, dass man manchmal glaubt, in einem Dokumentarfilm zu sitzen. Dieses Understatement in der Darstellung und die sparsame Gestik (Dinge, die leicht aussehen, sind meistens Ergebnisse besonders harter Arbeit) ist man von Michel Blanc schon gewohnt. Aber auch Medeea Marinescu, die die junge Elena spielt, scheint sich als Entdeckung für das westeuropäische Kino zu etablieren."

08. Februar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • epd-Film 02/2007

Jörg Taszman ist etwas unsicher in seiner Bewertung. "Wer will, mag diesen bewusst auf ein breites Publikum abzielenden Film als eine ironische Betrachtung zur EU-Osterweiterung sehen, auch wenn dies bestimmt nicht die Absicht der Macher war. Ost-West-Klischees werden eher liebevoll, spielerisch in Szene gesetzt und tragen viel zum Charme des Films bei. Das märchenhafte Ende allerdings dürfte die ganz politisch korrekten Zuschauer verschrecken."

01. Februar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • film-dienst 03/2007

In vielen Momenten "vertraut der Film nicht der Komik der Situation und der Präsenz seiner Darsteller, sondern häuft Gags an, die weniger durchdacht als gestellt wirken.", kritisiert Esther Buss. "Immerhin ist Michel Blanc wirklich sehr komisch, und auch Medeea Marinescu verleiht ihrer Figur Glaubwürdigkeit. Durch Elena verwandelt sich Aymé im Laufe des Films von der Kratzbürste zum liebevollen Freund und Frauenversteher. Die karikierenden Momente weichen zunehmend dem Tonfall einer klassischen romantischen Komödie, wobei das Finale ausnahmsweise mal auf einem Kartoffelacker stattfindet."

30. Januar 2007 | SIE SIND EIN SCHÖNER MANN! • Kritik • br-online.de

Thilo Wydra lobt besonders den Hauptdarsteller. "Michel Blanc, neben anderen Filmen vor allem durch DIE VERLOBUNG DES MONSIEUR HIRE (1989) bekannt, gibt hier dem Affen Zucker, ist der kleine grantige uneinsichtige Zwerg, mit keinerlei Sinn für jegliche zwischenmenschliche Regung, für Sehnsucht und Romantik. Pragmatisch ist seine Welt, geordnet, sachlich. Und gerade in seiner langsamen allmählichen Wandlung hin zu einem anderen Fühlen wird Michel Blanc dadurch groß."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,34781