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BAMAKO

BAMAKO

Regie Abderrahmane Sissako
Kinostart 01.02.2007

Kritiken • BAMAKO

01. Februar 2007 | BAMAKO • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding spricht mit dem Regisseur Abderrahmane Sissako.

01. Februar 2007 | BAMAKO • Kritik • Die Tageszeitung

Seltenes gelingt dem Regisseur, meint Bert Rebhandl: Er findet ein Genre für die Globalisierung. "In BAMAKO wird dieses Prinzip der "einen Stimme" ausdrücklich aufgehoben: Der Film ist auf eine fast irritierende Weise vielstimmig, das "audiatur et altera pars" wird hier so weit getrieben, dass zwei Vertreter des Westens mit längeren Plädoyers in das Gerichtsverfahren eingreifen. ... Hier tagt ein Weltgericht in einem Hinterhof, und es kann kein Zweifel daran herrschen, dass ein langer Weg durch die Instanzen bevorsteht, wenn es zu irgendeinem sinnvollen Urteil kommen soll. Immerhin aber bekommen die Menschen in Afrika eine Idee davon, dass ihre Sache an ihrem eigenen Ort verhandelt wird."

01. Februar 2007 | BAMAKO • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Silvia Hallensleben ist dies "kein üblicher Gerichtsfilm; vielmehr geht es Regisseur Abderrahmane Sissako offensichtlich darum, den leidenschaftlich vorgetragenen Argumenten ein angemessenes Forum zu bieten. Immer wieder mischt sich aber auch der Alltag der Hofbewohner in die weltpolitische Abrechnung. Sissako inszeniert mit scheinbar leichter Hand im Hof seines väterlichen Familienhauses. Dabei kontrastiert die fast impressionistisch hingetupfte Szenerie reizvoll mit den düsteren Farben der Anklage, die sich immer weniger auf den einen Kontinent beschränkt."

01. Februar 2007 | BAMAKO • Kritik • Neues Deutschland

Im ND wird kurz die Darstellerin Aissa Maiga porträtiert.

30. Januar 2007 | BAMAKO • Kritik • film-dienst 03/2007

Für Josef Lederle ist BAMAKO alles andere als Agitprop-Kino. "Der mit leichter Hand und hohem dramaturgischen Raffinement inszenierte Film ist von einem filigranen Geflecht zumeist wortloser, fotografisch immens starker Momentaufnahmen durchzogen, die auf der Grenze zwischen Inszenierung und Dokumentation einen Perspektivenwechsel ermöglichen: Afrika einmal nicht durch die westlichen Kolonialklischees, sondern ansatzweise durch eine afrikanische Brille zu sehen."

26. Januar 2007 | BAMAKO • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Gewichtig ist der Sachverhalt des Films für Catherine Silberschmidt, und der Regisseur inszeniert ihn "mit filmästhetischer Leichtigkeit und einer faszinierenden Montage von afrikanischem Alltag und juristischem Diskurs. ... Für seinen ebenso politischen wie poetischen Film konnte der im Hof des Geschehens aufgewachsene Regisseur einen veritablen Gerichtspräsidenten sowie namhafte französische und afrikanische Advokaten und Advokatinnen gewinnen."

12. Dezember 2006 | BAMAKO • Kritik • ray Dez/2006 - Jan/2007

Andréa Florentin ist begeistert: "Sissako vermischt geschickt die Genres, um in farbigen und klaren Bildern verschiedene Aspekte eines Kontinents zu zeigen, der lebt, weint, singt und stirbt. BAMAKO ist eine politische Parabel, die mit zahlreichen Klischees aufräumt: Sie zeigt ein Afrika, das nicht jammert, sondern seine Wut herausschreit, das nicht um Hilfe bittet, sondern seine Rechte geltend macht. Abderrahmane Sissako geht sehr viel weiter als die abgedroschenen Phrasen über die Schwächen der Globalisierung und das Nord-Südgefälle, und liefert, künstlerisch mutig, einen der relevantesten Filme über Afrika überhaupt."

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