| Regie | Jamie Babbit |
| Kinostart | 24.04.2008 |
Laut Kerstin Roose ist der Regisseurin "etwas Seltenes gelungen: eine differenzierte Standortbestimmung des Feminismus, die auch Widersprüche zulässt und zu jenem Wir auf Distanz geht, das von jungen Feministinnen so aufdringlich intoniert wird. "Wir", das sind hier Frauen jeglicher Couleur: rebellische Punkgirls oder ältere Geschäftsfrauen, lesbisch oder auch nicht."
Der Film bietet laut Rochus Wolff feministische Aktionen mit viel Rabatz. "Dass der Film nie zu langweiligem Thesenkino wird, liegt vor allem daran, dass Babbit sich vor allem für ihre Protagonistinnen und deren Liebeshändel interessiert und auch immer genug Selbstironie aufbringt. Zugleich schenkt sie der Ausgestaltung der Nebenfiguren ... Babbit gelingt mit ihrem Film ein kleiner politischer Grundkurs mit den Mitteln der Unterhaltungsindustrie. Als direkte Handlungsanweisung sollte man das sicher nicht unbedingt lesen, aber gerne als Aufruf zum Handeln und dazu, nicht immer nach äußerlicher Perfektion zu streben."
Laut Joachim Kurz bürsteten die Filmemacher die Geschichte subversiv gegen den Strich. "Das Ergebnis ist ein ziemlich lustiger Film mit jeder Menge guter Musik, bei dem die Spiel- und Gestaltungsfreude aller beteiligten Aktivistinnen leicht vergessen lässt, dass es sich hierbei um ein absolutes Low Budget Projekt handelt. Nicht nur für Frauenrechtlerinnen und lesbische Aktivistinnen könnte ITTY BITTY TITTY COMMITTEE eine Art Erweckungserlebnis sein, der Film ist vielmehr ein Musterbeispiel dafür, wie frech, respektlos und zugleich unterhaltend neues politisches Kino unserer Tage sein kann."
Der Film hält laut Ina Beyer "viele gute Lacher parat, aber sein eigentliches Vermächtnis ist etwas anderes. ITTY BITTY TITTY COMMITTEE stachelt junge Frauen zur Revolte auf! Weil er mitreißt. Durch liebenswert idealistische Charaktere, mit denen man am liebsten selbst befreundet wäre. Mit flimmernden Schwarz-Weiß-Aufnahmen, gefilmt in Super 8, die Erlebnisse und Aktionen der Gruppe dokumentieren und wie gemeinsame Erinnerungen in die Geschichte eingearbeitet sind. Und schließlich durch die kraftvolle Musik diverser Frauenpunkbands – quasi Soundtrack zur Rebellion – die dem Ganzen eine gewisse Eindringlichkeit verleiht. Zusammen erzeugen diese Elemente eine ganz eigene, undergroundige Ästhetik, in die man gern eintauchen würde."
Datenblatt des Films.