Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

AN IHRER SEITE

AN IHRER SEITE

Regie Sarah Polley
Kinostart 06.12.2007

Kritiken • AN IHRER SEITE

13. Dezember 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • critic.de

Eine neue Stimme im kanadischen Autorenkino hat Welf Lindner entdeckt. "Polley erzählt ihren Film in einem kontemplativen Rhythmus, darin erinnernd an das Werk Atom Egoyans, der hier als ausführender Produzent fungierte und den die junge Regisseurin selbst als ihren Mentoren bezeichnet. Eine stoische und gleichzeitig sanfte Ruhe geht von ihrem Erstlingswerk aus, eine leise Ballade über die Erinnerung und das Vergessen, die Liebe und die Vereinsamung im Alter. AN IHRER SEITE ist ein erstaunlich reifes Kinodebüt der erst 28-jährigen Sarah Polley."

07. Dezember 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers findet den Debütfilm faszinierend und anrührend. "Ohne je die Mechanismen des tränenschwangeren Melodrams zu bemühen, schildert [die Regisseurin] einen umso herzzerreißenderen Erkenntnisprozess ... Überhaupt ist AN IHRER SEITE ein stiller, aber nachhaltiger Triumph des kanadischen Kinos, das trotz aller Probleme am Prinzip der kulturellen Filmförderung festhält. Auch nach ihrem internationalen Durchbruch als Schauspielerin ist Sarah Polley immer wieder für vermeintlich kleine Projekte in ihr Heimatland zurückgekehrt, hat sich öffentlich für die experimentierfreudige Independentkultur des Canadian Cinema eingesetzt."

06. Dezember 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi befragt Regisseurin und Schauspielerin Sarah Polley.

06. Dezember 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Die Tageszeitung

Birgit Glombitza lobt besonders die Hauptdarstellerin. "Zärtlich und warm umfangen ihre Bilder die Protagonisten, nehmen sie gewissermaßen in den Arm und führen sie zu jenem neuralgischen Punkt, an dem die Krankheit die Liebe zu einer einseitigen und mühevollen Angelegenheit macht. Dass das die meiste Zeit gut geht und im schönsten Sinne anrührt, hat mehrere Gründe. Der offensichtlichste heißt Julie Christie. ... Das alles hat eine Eleganz, Würde und verhuschte Schönheit, die man ansonsten wohl kaum mit der Krankheit in Verbindung bringen würde."

06. Dezember 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker endeckt faktische Fehler: "Diese Frau soll also ihren Mann nicht erkennen, nach nur 30 Tagen und über 40 Jahren Ehe. Dabei wissen wir Alzheimerspezialisten doch genau, dass das Nichterkennen von Nächsten einen Endpunkt bezeichnet. Eigentlich hätte sie sich auch diesen Neuen gar nicht merken dürfen. IRIS mit Judi Dench in der Hauptrolle hatte sich vor Jahren dem gleichen Thema viel glaubhafter und spröder genähert. Da bleibt nur eins: vergessen."

06. Dezember 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film hat ein Thema, bei dem man vieles falsch machen kann, doch Polley macht beinahe alles richtig, lobt Michael Kohler. "Weder setzt sie ihr Publikum ins lauwarme Gefühlsbad, noch bettelt sie um Anteilnahme; stattdessen erzählt sie mit großem Feingefühl von einem Ehedrama, das immer wieder in eine Reflexion über die Bedeutung der Erinnerung umschlägt. Auf eindringliche Weise bestätigt sie in AN IHRER SEITE auch die Theorie, dass ein Schauspieler hinter der Kamera meist für vorzügliche darstellerische Leistungen bürgt."

07. November 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • programmkino.de

Angenehm zurückhaltend ist der Film für Thomas Volkmann erzählt. "Trotz der schönen Erinnerungen an gemeinsame glückliche Tage ihres zentralen Ehepaares verschont Polley ihr Publikum mit Rührseligkeit. Vielmehr schaut sie den möglichen Auswirkungen, der Akzeptanz eines sich schnell verschlechternden Krankheitsbildes, realistisch ins Auge. Sowohl Regie wie auch Darsteller überzeugen durch ein beeindruckendes Einfühlungsvermögen, wenige Rückblenden genügen, um das Vorher/Nachher, also Vergangenheit und Gegenwart zu skizzieren. Damit entgeht Polley der Gefahr von Verklärung und oftmals übertrieben wirkender Sentimentalität."

19. April 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Berührend nennt Marli Feldvoss den Film. "Das Besondere an AWAY FROM HER liegt nun gerade darin, dass Polley der möglichen Versuchung widerstanden hat, ihrer Wunschbesetzung und 'Ersatzmutter', der nach wie vor mit ungeheurer Leinwandpräsenz aufwartenden Julie Christie, mit einem Heiligenschein zu huldigen. Das Frauenduo steht keineswegs für irgend eine 'Frauenkumpanei', sondern bleibt beim einmal gewählten, gar nicht so leicht durchzuhaltenden Blickwinkel, unerbittlich aus der Sicht des Beobachters Grant zu erzählen und mit jeder Faser den Schmerz eines Verlassenen zu teilen, der zusehen muss, wie seine Ehefrau - statt an seiner Seite - mit Leidenschaft auf der Bühne eines anderen Lebens agiert."

16. Februar 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Feingefühl bescheinigt Michael Kohler Regisseurin wie Film. "Bei diesem Thema fällt einem viel ein, was man falsch machen kann, aber Polley macht auf wundervolle Weise alles richtig und setzt ihr Publikum weder ins lauwarme Gefühlsbad noch bettelt sie um Anteilnahme."

15. Februar 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christina Tilmann ist der Film vor allem eine Hommage an die Schauspielerin Julie Christie. "Die besondere Qualität der Coixet-Filme prägt auch Polleys Debüt. Vielleicht muss man selbst Schauspielerin sein, um so rücksichtsvoll zu filmen, auch und gerade in Momenten, in denen Peinlichkeit droht. ... Eine Liebesgeschichte, die über Bande spielt. Und eine Studie allmählichen Verfalls. Allein wie es Julie Christie gelingt, ihrer Fiona noch im Status der Auflösung Würde, Charme und Schönheit zu bewahren, das ist die vielleicht größte Leistung dieses bei aller Tragik hoffnungsvollen Debüts."

14. Februar 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler lobt Regisseurin und Hauptdarstellerin: "Der Film ist eine zarte Hommage an Julie Christie, schon seit längerem eine Art Ersatzmutter für die Halbwaise Polley. Christie gibt der Alzheimer-Krankheit - darf man das sagen? - Grazie, mit leiser Ironie, aber ohne einen Hauch von falschem Kitsch."

07. Februar 2007 | AN IHRER SEITE • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,40451