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GUCHA

GUCHA

Regie Dusan Milic
Kinostart 23.08.2007

Kritiken • GUCHA

25. August 2007 | GUCHA • Kritik • Der Tagesspiegel

Kusturica hat's sicher gefallen, behauptet Nadine Lange. "'Serbisches neorealistisches Bollywood' nennt Milic den Stil seiner knallbunten, oft drastischen Liebeskomödie. Statt Gesangseinlagen gibt es zahlreiche Trompeten-Duelle, bei denen Marko Markovic als Romeo beeindruckend die Roma-Spielweise repräsentiert."

23. August 2007 | GUCHA • Kritik • Berliner Zeitung

Die Balkanmusik ist für Philipp Bühler ein merkwürdiger Zwitter. "Sie eint und trennt die Menschen gleichermaßen. Bei Milic nun steuert alles auf die große Versöhnung zu, wie in "Romeo und Julia", aber ohne Tote. Eine Zukleisterung der Verhältnisse - und doch ein riesiger Fortschritt. Der hemdsärmelige Umgang mit ethnischen und ethischen Schranken hat schon in manchem serbischen Film Bauchgrimmen bereitet. Unter anderem in Milics Kriegsverbrecherschwank JAGODA IM SUPERMARKT. Wenn die Liebe siegt, darf man auch mal mit Shakespeare sprechen: Ende gut, alles gut."

23. August 2007 | GUCHA • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Resch hat sich nicht ganz von den Film überzeugen lassen. "Während sich die Handlung des Films an Shakespeares "Romeo und Julia" orientiert, ist die Art und Weise der Inszenierung eine Hommage an den farbenprächtigen, kitschigen Stil des Bollywoodkinos: Da wird geschmachtet und trompetet, da funkeln die Sternschnuppen, und die Küsse brennen heiß. Dass GUCHA trotz dieses netten Einfalls nicht so recht funktionieren mag, hängt damit zusammen, dass diese Stilisierungen eine unselige Mesalliance mit dröge-belanglosen Dialogen eingehen, die der Geschichte jeglichen Schwung nehmen."

23. August 2007 | GUCHA • Kritik • Jungle World

Jürgen Kiontke hatte zeitweise den Plan, Ohrenstöpsel zu verwenden, wegen der vielen Blasmusik. Aber der Regisseur "entwirft hier ein Rollenspiel des konstruktiven Zusammenlebens im von ethnisierten Konflikten zerrissenen Balkan. Auch wenn die eine oder andere Backpfeife ausgeteilt wird, stellt »Gucha« den friedfertigen Wettbewerb in der Kultur an die erste Stelle. Das ist laut. Sehr laut. Aber immerhin ungefährlich. ... Leider fehlt der Handlung ein Schuss tragischer Ernst, denn ein echter Nachteil ist: Die Figuren entwickeln sich nicht."

23. August 2007 | GUCHA • Kritik • Der Schnitt

Hier verdichten sich laut Martin Thomson die Gegensätze Kommunikation und Abstand. "Milic gelingt es trotz oder gerade wegen der Zugeständnisse, die er an ein jugendliches Publikum macht, auf Zehenspitzen in die brüchigen Gedanken- und Gefühlsirrungen seiner adoleszenten Protagonisten vorzudringen und den Ballast der seriösen Verkleidung, die er gelegentlich überstreift, souverän zu schultern."

22. August 2007 | GUCHA • Kritik • programmkino.de

Bei der Inszenierung ließ sich der Regisseur augenscheinlich von dem quietschbunten, kitschigen Kino Bollywoods inspirieren, stelt Marcus Wessel fest. "Kräftige, kontrastreiche Farben illustrieren den unterschiedlichen kulturellen Background von Juliana und Romeo. Zusammen mit der von ihm präferierten Handkamera entwickelt die Bildkomposition ihre ganz eigene Dynamik, die gelegentlich nur von der etwas mutlosen sprich zu braven Skizzierung der einzelnen Milieus ausgebremst wird. An diesem Punkt fehlt es Milic Film einfach an Biss und Zuspitzung, was erklärt, warum Gucha trotz seiner vielen originellen Ideen letztlich nicht restlos zu überzeugen vermag."

22. August 2007 | GUCHA • Kritik • programmkino.de

Als eigenwilliger Filmstil und Darbietung der in gewisser Weise exotischen Musikrichtung ist die Komödie für Thomas Engel nicht uninteressant. "Ein Vorzeigefilm für den südosteuropäischen Volksmusikstil und die Roma-Musik, ethnisch klar abgegrenzt, bunt, laut, neue Formen suchend auch, teilweise mitreißend und jedenfalls technisch erstaunenswert bewältigt. Die Vermengung des turbulenten Festivalmilieus und des Spiels der Blasorchester mit dem allerdings in simpelster Art abgehandelten Stoff des historischen Liebesspiels ist einigermaßen gelungen."

16. August 2007 | GUCHA • Kritik • film-dienst 17/2007

Für Bernd Buder inszeniert der Regisseur "grellbunt, kitschig überzeichnet und ohne psychologische Typenprofile, dafür aber mit einem Feingefühl, das vom Rhythmus einer Musik bestimmt wird, deren lustvoller Wehmut sich auch erklärte Gegner der Blasmusik nicht entziehen können. ... Milic ziseliert eine fein-herbe Mischung, in der allerlei wuseliges Kleingetier, dicke Dirnen und ein Trompeter im Pflaumenbaum für ein skurriles Fundament sorgen, über dem sich eine Dramaturgie erhebt, die den melancholischen Akkorden des Hauptdarstellers folgt und dabei die Nähe zum Taschentuch-Film sucht, ohne in die Trash-Falle abzugleiten; denn Milic legt, bei aller Pittoreske, durchaus Wert auf Authentizität."

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