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SAKURAN

SAKURAN

Regie Mika Ninagawa
Kinostart 30.08.2007

Kritiken • SAKURAN

30. August 2007 | SAKURAN • Kritik • Berliner Zeitung

Schrill nennt Julia Teichmann den Film. Die Regisseurin übersetzt "die Effekte des Comics - sprechende Ausschnitte, aufwendig strukturierte Bildkompositionen, Farbdramaturgie, detaillierte Kostüme - oft wörtlich. Wie ein Daumenkino rasen im Zeitraffer Schnittabfolgen vorüber, die Popmusik des Soundtracks organisiert den Bildersturm als Videoclip. ... Es ist nicht einfach, eine visuelle Pop-Orgie mit einer Geschichte zu verknüpfen, die trägt und den historischen Hintergrund zudem nicht nur als solchen, als Folie benutzt, sondern auch den Brückenschlag zum Heute in irgendeiner Form wirksam werden lässt."

30. August 2007 | SAKURAN • Kritik • critic.de

Für Marcus Wessel bietet das mit moderner Pop- und Rock-Musik unterlegte Drama weit mehr als nur opulente Bilder. Die Regisseurin beleuchtet die "Sozialisation im Rotlichtmilieu, zeigt ihren beschwerlichen Alltag und den psychischen Druck, der aus der Isolation im Bordell erwächst. Dabei findet der Film mit dem Goldfisch im scheinbar viel zu beengten Glas ein für Kiyohas Situation passendes, wiederkehrendes Motiv. ... Im Unterschied zu Rob Marshalls DIE GEISHA legt Ninagawas Film neben allen audiovisuellen Reizen deutlich mehr Wert auf eine in sich schlüssige und stimmige Schilderung eines scheinbar autarken, für uns heute nur schwer nachvollziehbaren Systems von Gehorsam und Selbstaufgabe."

30. August 2007 | SAKURAN • Kritik • schnitt.de

Einfach schön ist der Film für Dietrich Brüggemann. "SAKURAN ist eine Orgie aus Farben, Gewändern und Dekorationen, und man muß es der Regisseurin Mika Ninagawa ... hoch anrechnen, daß sie darüber ihre Geschichte nicht vernachlässigt. Trotzdem ist es nicht die Geschichte, die am Ende hängenbleibt, sondern die Bilder. ... Immer wieder durchbrechen quietschbunte Popsongs die Handlung und verwandeln den Film in ein Musikvideo, dennoch bleibt man dran an der Entwicklung der Hauptfigur, und wenn man zwischendurch mal den Faden verliert, dann liegt das vielleicht eher daran, daß die Asiaten, zumal in diesen Kostümen, für unsere Augen doch irgendwie alle ähnlich aussehen."

29. August 2007 | SAKURAN • Kritik • kino-zeit.de

Visuell ist Joachim Kurz absolut überzeugt von SAKURAN. Meisterhaft versteht es die Regisseurin, "kleine Gesten und Blicke ebenso einzufangen wie überwältigende Farb- und Ausstattungsorgien, die virtuos zwischen verschiedenen Stimmungen und Gemütszuständen hin und her springen. Ebenso dynamisch arbeiten Kamera und Schnitt und halten den Film und seine Akteure in permanenter Bewegung, akzentuiert durch Popsongs, die Sakuran nicht als Historienschinken in prächtigen Kostümen ausweisen, sondern ihn als rasanten Videoclip erscheinen lassen, der eben nur zufällig im 17. Jahrhundert in Japan spielt."

28. August 2007 | SAKURAN • Kritik • film-dienst 18/2007

Faszinierend und selbstbewusst nennt Rüdiger Suchsland das Filmdebüt. Der Film setzt sich "deutlich von den Traditionen der japanischen Filmgeschichte ab und zeigt etwas Neues: eine Hauptfigur voller Individualität, die energisch und überlebensfähig ist, weit entfernt von der Darstellung der Kurtisanen durch männliche Regisseure, die diese gern als leidend, edel und moralisch idealisieren – und am Ende des Films sterben lassen. ... SAKURAN ist ein virtuoses, gut gelauntes, einfallsreiches Stil-Feuerwerk, das dem Zuschauer Vergnügen und Erkenntnis bereiten will und dabei auf die Neugier des Betrachters setzt, seine Lust am Ausbruch aus dem Biedermeier des Kinos."

03. August 2007 | SAKURAN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns vergleicht den Film mit DIE GEISHA. "Beide Filme schwelgen in wunderbaren Kostümen und einer überbordenden Ausstattung. Doch wo der Hollywood-Film von einem veralteten westlich geprägten Blick auf eine exotische, fremde Welt durchzogen ist, der keinerlei Haltung gegenüber dem Gezeigten aufweist, ist Ninagawas Herangehensweise wesentlich komplexer. Einerseits ist ihr Film ein Fest für die Augen, voll von bunten Kostümen und Sets, absurden Frisuren und typisch japanischen Details wie Karpfenteichen und vor allem der allgegenwärtigen Kirschblüte. Doch immer wenn man glaubt, dass sich der Film allzu sehr einer romantisierten Version des Geisha-Lebens hingibt, durchbricht Ninagawa mit einem ikonoklastischen Moment den schönen Schein."

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