Inhalt • DAS HAUS DER LERCHEN
Die Avakians sind eine reiche armenische Familie. Zu ihr gehören Aram, ein Großgrundbesitzer, der in einer türkischen Kleinstadt lebt, und Assadour, ein erfolgreicher Arzt aus Venedig. Die Brüder haben sich lange nicht gesehen, und so vereinbaren sie ein Wiedersehen in Armenien. Inzwischen hat sich aber die politische Lage dramatisch zugespitzt. Während die Jungtürken seit ihrer Machtübernahme 1913 vom Großtürkischen Reich träumten, gehen Italien und Frankreich 1915 eine Allianz gegen die Türkei und Österreich ein. Die Jungtürken ordnen ein Massaker an der armenischen Bevölkerung an...
Kritik • DAS HAUS DER LERCHEN • 15. Februar 2007 • Der Tagesspiegel
Der Film eignet sich nur sehr beschränkt als Mittel aufklärerischer Auseinandersetzung, behauptet Jan Schulz-Ojala. "Unendlich staubig und deklamatorisch in seiner ersten Hälfte, vorgestrig sexistisch in seiner späteren Fleischeslüsternheit, als es Folter und Fluchtversuche schöner junger Frauen zu illustrieren gilt: Mit allerbesten politischen Absichten haben die Tavianis ein bald im Kitsch ersaufendes Machwerk geschaffen. Der Gipfel ist ein glutäugiger Moritz Bleibtreu als stets romantisch fühlender Säbeltürke, der sein barbusiges armenisches Flüchtlingsliebchen vor aller Augen köpft – um ihm zartfühlend die Folter zu ersparen."