Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN

ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN

Regie Richard Trank
Kinostart 01.11.2007

Kritiken • ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN

02. November 2007 | ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film ist weit davon entfernt, Widersprüche zuzulassen, meint Stefan Reinecke. "Mag sein, dass ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN Unkundige mit der öffentlichen Figur Simon Wiesenthal vertraut macht. Als dokumentarischer Versuch ist der Film gescheitert, nicht nur weil er allzu respektvollen Abstand zu seiner Heldenfigur wahrt. Die ästhetischen Arrangements, sinfonische Musik und Leichen in KZs, zielen auf Betroffenheit von der Stange. Der Film trägt das Gebot, nicht zu vergessen, schon im Titel. Doch die Bedenkenlosigkeit, mit der Geigen und Bilder des Grauens als routinierte Schreckenschiffren verwandt werden, zeigt, wie fern die NS-Zeit gerückt ist."

02. November 2007 | ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN • Kritik • critic.de

Sehenswert ist ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN für Thorsten Funke "nur wegen Wiesenthals aufregender Lebensgeschichte, nicht wegen der Art, wie sie erzählt wird. Es ist eher eine Hommage als ein differenziertes Porträt geworden, was allerdings nicht sehr verwundert: Die Produktionsfirma ist die Dokumentarfilm-Abteilung des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Los Angeles. Dazu kommt die sehr konventionelle Machart, die hin und wieder von visuellen Spielereien unterbrochen wird, und vor allem - und das stört dann wirklich ungemein - der penetrante Einsatz von Musik."

01. November 2007 | ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben hätte dem mutigen Mann einen anderen Film gewünscht. "Statt des Schnitts dominiert die Überblendung. Unter jeder Interviewpassage lauern schon die Streichorchesterklänge, ebenso werden verschiedene visuelle Ebenen übereinandergelegt. Obszön wird das dann, wenn hinter den gut ausgeleuchteten Zeitzeugen Bilder von verhungerten KZ-Häftlinge als Hintergrundillustration aufscheinen. Es liegt ausschließlich an der starken Persönlichkeit Simon Wiesenthals, wenn momentweise trotzdem Authentizität hervorblitzt."

25. Oktober 2007 | ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN • Kritik • programmkino.de

Für Norbert Raffelsiefen macht der Film deutlich, "dass es Wiesenthal nicht darum ging, in allen Streitpunkten immer bis ins kleinste Detail Recht gehabt zu haben. Es galt für den Überlebenden des Holocausts die vielen Opfer dadurch zu ehren, dass man beharrlich gegen das Vergessen und Verdrängen angeht. Seine Erfolge gaben ihm trotz aller Misslichkeiten die Gewissheit, dass sein Hinwirken auf Gerechtigkeit und Toleranz und seine akribische Arbeit bei der Aufspürung der Täter wichtig und gerechtfertig waren und auch jenseits seiner Person ihre Gültigkeit behalten. Wiesenthals Vermächtnis, daran lässt der Film keinen Zweifel, wirkt auch auf kommende Generationen."

12. Februar 2007 | ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Thomas Lackmann hat sich nicht ganz von dem Film überzeugen lassen: "Die Laudatoren trauen der Wucht dieser Vita nicht. Sie ignorieren hinter Skandalen – wenn Wiesenthal von Kanzler Kreisky als NS-Kollaborateur verdächtigt wird, wenn er mit dem angebräunten Kurt Waldheim überraschend gnädig ist – Psycho-Themen einer rastlosen Jäger-Existenz. Verflachen die Dramatik durch Schmuse- und Fanfarensoundtrack. Montieren historische Schnipsel beliebig, wo’s emotional passt. Setzen auf familiären human touch, wodurch der private Wiesenthal eher vernebelt wird."

10. Februar 2007 | ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN • Kritik • Berliner Zeitung

Von seinen Voraussetzungen her hätte dieser Film alles, um denkbar schlecht zu werden, schreibt Harald Jähner, aber dieser Film ist anders geworden. "Als Simon Wiesenthal starb, schien es, als sei eine Institution gestorben, so viele Institutionen auf der ganzen Welt nahmen daran Anteil. Der Film beginnt mit einem vielsprachigen Reigen von TV-Nachrichten, die den Tod Wiesenthals melden. Wiesenthal, der Nazi-Jäger, wie er so oft genannt wurde, war die personifizierte Anklage der NS-Verbrechen. Der Film zeigt den Menschen Wiesenthal und seine öffentliche Rolle. Wie beides miteinander zusammenhängt, das offenbart er in bewegender Weise."

07. Februar 2007 | ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,32159