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PRINZESSINNENBAD

PRINZESSINNENBAD

Regie Bettina Blümner
Kinostart 31.05.2007

Kritiken • PRINZESSINNENBAD

31. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film verdient das Aufsehen, schreibt Ulrich Seidler. "Die Kamera begibt sich in das Revier dieser fremden Spezies, lauert den drei Geschöpfen auf und verfolgt sie beobachtend, immer auf der Hut, sie nicht zu verscheuchen. Dabei wird - ganz nebenbei und im Hintergrund - das farben-, kulturen- und problemreiche Soziotop Kreuzberg ins Bild gesetzt. Dass die Beobachteten zufällig eine Sprache sprechen, die der unseren ähnelt, macht sie uns nicht vertrauter als ein schillerndes Dschungel-Insekt. ... Bettina Blümner denunziert die drei sich in Frauen verwandelnde Kinder nicht, aber sie verbrüdert sich auch nicht mit ihnen - wenn auch der HipHop-Soundtrack etwas vordergründig und illustrativ geriet. Der Film ist auch alles andere als eine trostlose Sozialanklage."

31. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Die Tageszeitung

Schon in diesen ersten Einstellungen achtet die Kamera darauf, stets auf Augenhöhe der Heldinnen zu bleiben, lobt Anke Leweke. "Bettina Blümner beobachtet diese Freundschaft unter den besonderen Bedingungen der Großstadt und folgt damit auch drei Strategien, sich zu behaupten: zwischen ersten Lieben, Multikulti-Kiez und Patchworkfamilien. Die Regisseurin sucht das Leben hinter diesen Schlagworten, wenn sie mit dem Trio durch Berlin-Kreuzberg zieht, dem Reich ihrer drei Prinzessinnen. ... Bettina Blümners Kamera findet Sehnsüchte, Lebenshaltungen und überraschende Normalitäten. Sie findet sie jenseits der Klischees vom sozialen Brennpunkt und der sogenannten Parallelgesellschaft. Man taucht ein in andere Jargons und eigenwillige Diskurse."

31. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben beschreibt die Dokumentation so: "Die filmische Ausbeute sind Alltagsszenen, unterlegt mit lokaler Musik von Lisi bis Zenit, geschnitten in impressionistischer Clip-Manier; Momentaufnahmen aus dem Leben dreier Kreuzberger Teenager, die die Beschwingtheit dieser postpubertären Zwischenzeit ebenso vermittelt wie ihre Fragilität."

31. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Junge Welt

Der Diskontinuität der biografischen Entwicklung versucht der Film mit einer zerklüfteten narrativen Struktur zu entsprechen, hat Peer Schmitt entdeckt. "Während die in der Kameraerbeit dominierenden nahen und halbnahen Einstellungen Nähe suggerieren, vermittelt die Montage der Szenen eher Distanz. Blümner hat exemplarische Situationen (Wohnung und Familie, Schule, Straße, Café, Party usw.) gefilmt und diese dann über den Film "zerstreut", thematisch und nicht chronologisch angeordnet. Die einzelnen Interviewsituationen reihen sich so in einer Art chaotischen Zeit, die gar nicht auf den gefilmten Zeitabschnitt, sondern auf eine prinzipiell offene Zukunft hin gerichtet ist. Das überzeugend hinzukriegen, ist eine Leistung."

25. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz berichtet von der Premiere in Berlin.

24. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • film-dienst 11/2007

Geschickt hält das Langfilmdebüt die Balance zwischen Beobachtung und Intervention, findet Julia Teichmann. "Das Ergebnis ist ein weitgehend klischeefreies, einfühlsames, genaues und in der Grundstimmung optimistisches Porträt – zwar sozialrealistisch, aber nicht sozialkritisch, keine exemplarisch bemühte Milieustudie. In langen Vorgesprächen und während der einjährigen Dreharbeiten hat Blümner diese Nähe hergestellt. Und obwohl gerade dies Identifikationsflächen schafft – Konflikte mit Müttern, abwesende Väter, Freibäder und Schulprobleme gibt es überall –, ist der Film auch eine Liebeserklärung an das multikulturelle Kreuzberg."

24. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • br-online.de

Laut Margret Köhler zeigt die Regisseurin "die Verletzlichkeit unter der harten Schale, die Unsicherheiten hinter dem forschen Auftreten, die Sehnsucht nach Akzeptanz und einen Platz im Leben. Der Blick auf die Badenden im Biotop des Freibades wird zum Blick auf ein multikulturelles Zentrum, wo Kinder kreischend ins Becken plumpsen, pubertierende Jugendliche den Macho markieren, die Mädchen kichernd den Boys nachgucken, arabische und türkische Großfamilien vereint picknicken. Das Prinzenbad, das die Drei selbstbewusst in Prinzessinnenbad umtaufen - eine Metapher für die Vielfältigkeit der Metropole. Einfach erfrischend in ihrer Ehrlichkeit ist diese Doku über drei taffe Mädchen aus Berlin-Kreuzberg an der Schwelle des Erwachsenseins."

24. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • critic.de

Die Regisseurin nimmt sich stets zurück und gibt nie dem Impuls nach, zu nah an die Mädchen heranzurücken und vermeidet es so, sie zu diskreditieren oder bloßzustellen, schreibt Rochus Wolff. "Natürlich tritt in diesen Positionen und Erzählungen immer wieder hervor, wie sehr die drei Protagonistinnen noch zwischen Kindheit und Erwachsensein schweben; und gelegentlich ist es atemberaubend, wie sie in wenigen Sekunden von einem ins andere wechseln, wenn in einem Gespräch unvermittelt Sexualität und Liebe thematisiert werden."

22. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Begründung der Jury der Evangelischen Filmarbeit

"Mit großer Sympathie und Beharrlichkeit richtet der Dokumentarfilm seinen Blick auf die Mädchen, die ihren eigenen Platz in der Gesellschaft suchen. Rap und Hip-Hop bilden den Sound, der kongenial ihre Stimmen begleitet. Der Rhythmus von Stadt, Musik, Körperausdruck und Sprachgestus verleiht dem Film eine eigene, faszinierende Form. Die Zuschauer werden hineingenommen in einen Strom von Empfindungen, durch die sie an den Fragen, dem Wissen und Fühlen der Jugendlichen teilhaben."

11. Mai 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Berliner Zeitung

Regine Sylvester sah drei starke Persönlichkeiten, hellwach und witzig. Die Kritikerin schreibt über die Drehbedingungen.

17. Februar 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Begründung der Jury

"Der Preis 'Dialogue en Perspective' geht an einen dokumentarischen Film, der die Poesie alltäglicher Geschichten offen legt. Dem Film gelingt es, die Intimität und das Wesen der Protagonisten derart zu berühren, dass die Distanz zur fremden Wirklichkeit überwunden werden kann."

13. Februar 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Der Spiegel

Der satt bunt gefilmte und durchweg authentische Dokumentarfilm zeigt die Freundschaft dreier Teenage Queens zwischen Angabe, Unsicherheit und juwenilem Um-die-Häuser-Ziehen, schreibt Jenny Zylka. "Dass der Film es schafft, einem alle drei Protagonistinnen, sogar das Barbie-Look- und Actalike Klara ans Herz zu legen, ist wohl seine größte Stärke. Und für einen unbezahlbaren Satz wie "Wir haben nur die Regeln: nicht schwanger werden und kein Heroin", den Klaras Mutter freimütig in die Kamera schwingt, lohnt es sich ohnehin."

12. Februar 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • festivalblog.de

Bei Veronika Reichl bleibt ein ambivalentes Gefühl zurück. "Dieser Film lebt von der Schönheit und Authentizität seiner Protagonistinnen. Er lebt von einer Intimität, die Klara, Mina und Tanutscha nicht abschätzen konnten, als der Film gemacht wurde. Was genau das Publikum in ihnen sieht, wie es sie beurteilt, wissen vermutlich bis heute nicht. Und obwohl der Film die Mädchen durch seine Sympathie und durch das Aussparen eines heftigen aktuellen emotionalen Geschehens schützen will, bin ich nicht ganz sicher, ob er so fair zu ihnen ist, wie er sein möchte."

11. Februar 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Der Spiegel

PRINZESSINNENBAD ist ein zurückhaltender Film - und gerade deshalb engagiert, schreibt Anna Reimann. "Die Filmemacher stellen den Mädchen nichts; die Dialoge mit ihren Freunden, den türkischen Jungs (Klara: "Deutsche Männer sind geizig, türkische Typen find' ich einfach geil") entspinnen sich ohne Eingriff von außen. Nachteil des diskreten Verfahrens: Die Mädchen werden nicht aus der Reserve gelockt. Stattdessen das Selbstgespräch einer Freundinnenclique, die den Dialog mit pädagogischen, sozialen und kulturellen Instanzen um so dringender bräuchte."

11. Februar 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film bildet das ab, meint Matthias Oloew, "herausgekommen ist ein intensives Porträt von den Mädchen, aber auch von Kreuzberg. Dabei sollte es gar kein Kreuzberg- Film werden, sagt Bettina Blümner. Aber sie fängt viele Szenen ein, die typisch sind für diesen Stadtteil."

09. Februar 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk sah einen der kraftvollsten deutschen Dokumentarfilme seit langem.

07. Februar 2007 | PRINZESSINNENBAD • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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