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DAS WILDE LEBEN

DAS WILDE LEBEN

Regie Achim Bornhak
Kinostart 01.02.2007

Kritiken • DAS WILDE LEBEN

02. Februar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • Die Tageszeitung

Eines hält Barbara Schweizerhof diesem Film zugute: Für Uschi Obermaier interessiert man sich danach eigentlich nicht mehr. "Wer schon Schwierigkeiten hat, den Bettgeschichten mit Mick Jagger und Keith Richards etwas abzugewinnen, fühlt sich gänzlich überfordert, Interesse für den Hamburger Kneipenbesitzer Dieter Bockhorn zu entwickeln. Man weiß nicht, was man scheußlicher finden soll: die narzisstische Zentriertheit der Hauptperson, die sich und ihr Bett als Ursache sämtlicher Ereignisse der Zeitgeschichte sieht, oder die abermalige Reduktion der 68er-Geschichte auf Fotoposen."

01. Februar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • Der Spiegel

Volker Sievert spricht mit Kino-Debütantin Natalia Avelon aus DAS WILDE LEBEN über Sex und Freiheit, ihre Kindheit in Polen und ihren weniger burschikosen Wunschkörper.

01. Februar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Harald Martenstein hat bei dem Film unwillkürlich darüber nachgedacht, "ob in historischen Filmen überhaupt noch historisch einwandfreie Nacktszenen möglich sind, weil früher auch die jungen Leute oft spillerig waren oder ein bisschen fett und heute haben alle jungen Schauspieler Muckis wie Conan der Barbar. Nun, so tiefe und philosophische Gedanken haben die Leute, die diesen Film gedreht haben, sich sicher nicht gemacht. Ihre Namen möge das große Gedächtnis der Filmgeschichte aufbewahren, das Gedächtnis der Leser dieses kleinen Textes möchte man nicht mit ihnen belasten."

01. Februar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Nix wie weg, empfiehlt Daniel Kothenschulte. Wer den Film "bis zum Ende durchsteht, wird sich allerdings fragen, ob denn die Menschen, die darin vorkommen, dergleichen wohl auch über sich hätten ergehen lassen. Und ob sie, wenn sie es denn getan hätten, wohl noch wert wären, in einem Film mit dem Titel Das wilde Leben verewigt zu werden. Die zwei Stunden Laufzeit führen zumindest ein durchschnittliches Zuschauerleben an kritische Ruhepunkte. ... Auch das erfreulichste Ereignis dieses Films, das Nachspielen des Obermaierschen Exhibitionismus durch die attraktive Hauptdarstellerin Natalia Avelon, verliert schnell an Wirkung. Schönheit lässt sich eben doch nicht nachahmen, nicht einmal von Schönheit."

31. Januar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

DAS WILDE LEBEN ist ein Film, der um die Standbilder herum inszeniert wurde, meint Harald Jähner. "Ankommen und Weggehen. Das Abhauen und die Untreue, das Menschensammeln, der Zärtlichkeitskult und der Fluchtreflex - der Film fängt etwas von dem ein, was im Umkreis des harten Kerns von Politik zur großen Veränderung zählte. Er selbst aber ist zu konventionell und unreflektiert erzählt, um begreiflich zu machen, warum eine Parole wie "Seid Realisten, verlangt das Unmögliche" tatsächlich massenhaft als verständlich empfunden wurde. Seid Realisten, amüsiert euch zwei Stunden, heißt es heute, und das bringt der Film einigermaßen."

30. Januar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • film-dienst 03/2007

Ulrich Kriest ist ärgerlich: Der Film eschöpft sich in einer fast schon provokant oberflächlichen Ausstattungsorgie. "Vieles und viele sind hier lustig und mit hohem Wiedererkennungswert vor der Kamera drapiert, allein, eine zentrale Frage bleibt ungeklärt: Warum, bitteschön, wurde dieser Film gedreht? Was sollte uns erzählt werden? ... Auch für Uschi Obermaier interessiert sich dieser Film nicht die Bohne. Der Star bleibt hohl, ohne Innenleben, einzig eine überdimensionale Projektionsfläche für Männerfantasien. Kurz vor Schluss bekommt sie dann plötzlich auch noch eine kommentierende Off-Stimme – die dann allerdings sauber hochdeutsch spricht. So hingeschludert ist dieser Film!"

29. Januar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • br-online.de

Uschi Obermaier taugt laut Heidi Reutter nicht zur Filmheldin. "Es fehlt ihr an Tiefe, ihr Charisma reduziert sich auf Oberflächlichkeiten. Daran kann auch Regisseur Achim Bornhak, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, nichts ändern, der bisher in erster Linie im Fernsehen reüssiert hat. Das Leben der Uschi Obermaier mag auf den ersten Blick ein viel versprechender Stoff für seinen ersten Kinofilm gewesen sein - auch, weil es um ein bestimmtes Lebensgefühl geht. Spürbar wird es dennoch nicht in diesem Film, der kein Biopic sein will, sondern vielmehr eine Liebesgeschichte. DAS WILDE LEBEN oszilliert - ob gewollt oder nicht – lebensnah zwischen Tragik und Komik. So gesehen ist dieser Film, möglicherweise, dennoch sehenswert."

26. Januar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • Der Spiegel

Biederer und kreuzbraver hätte man die Geschichte nicht verfilmen können, meint, meint Reinhard Mohr. "Die Missachtung der Grundregel, den Stoff erst einmal ernst zu nehmen, bevor man ihn zerschneidet, und sei es satirisch (wie zum Beispiel in DAS LEBEN DER ANDEREN), führt dazu, dass der Film weder die Zeit und ihre Protagonisten erfasst, noch den Kinozuschauer ergreift. Eigentlich passiert gar nichts in diesem Film, und man fragt sich schon vor der ausgedehnten Indien-Episode, was das alles eigentlich soll. Kein Charakter nirgends, nur Abziehbilder einer langweiligen, nicht selten biederen, ja peinlichen Touristenästhetik."

24. Januar 2007 | DAS WILDE LEBEN • Kritik • Jungle World

Für Jürgen Kiontke hat der Film – bis auf den einfallslosen Titel – all die Schwächen nicht, die sonst am deutschen Film kleben: "Er ist nicht langweilig, nicht artifiziell, autoritätshuldigend oder gar bescheuert konstruiert und schleimig rührselig. Der Regisseur hat sich auch an keiner Stelle eingebildet, er sei klüger als seine Figuren. Statt sich um sich selbst zu drehen, steckt Spielfilm-Debütant Achim Bornhak viel Arbeit in Ausstattung und Atmosphäre und ins Casting: Alle Rollen sind genial besetzt. Jeder Darsteller leistet das Beste. Großartige Ideen, rasante Action, prima Dialoge, aufwühlende Szenen."

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