Die wesentlichen Entwicklungsstränge des Schwulenkinos von den siebziger Jahren bis heute werden übersichtlich dargestellt, lobt Reinhard Jellen. "Entwicklungsromandynamik und das Scheitern machen die schwulen Helden für das übliche Kinopublikum identifizierbar. Es wird eine schwule Geschichte als allgemein menschliches Schicksal innerhalb der Koordinaten des in sein Unglück verliebten bürgerlichen Credos erzählt. Es ist also kein Wunder, wenn sich ein homosexueller Regisseur über die heterosexuelle Machart des Films beschwert."
Die Anfänge des schwulen Films waren mühsam; daran erinnert laut Philipp Bühler diese Dokumentation. "So werden hier über 30 Filmbeispiele nicht so sehr thematisch abgeklopft, vielmehr werden sie mit der persönlichen Erfahrung der Beteiligten und ihres Publikums verknüpft."
Laut Frank Noack lässt der Regisseur "zwar ein paar Biedermänner und -frauen zu Wort kommen, hat aber auch ein Herz für Unruhestifter. ... Schäfer gibt Künstlern von Weltrang – Tilda Swinton oder Gus Van Sant – ebenso viel Raum wie minder begabten Berufsschwulen. Das funktioniert, da man die Qualitäten des New Queer Cinema nicht ohne dessen Mängel würdigen kann. Schade nur, dass Lesben klischeehaft repräsentiert werden: ohne Humor, ohne Glamour. Es fehlt ein Bad Girl wie Monika Treut."
Datenblatt des Films.