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ANGEL

ANGEL

Regie Francois Ozon
Kinostart 09.08.2007

Kritiken • ANGEL

09. August 2007 | ANGEL • Kritik • Die Tageszeitung

Mitten im Kitsch-Universum befand sich Ines Kappert. Der Film inszeniert eine "anrührende, traumhafte und die gewalttätige Seite des weiblichen Kitsch-Universums. Konsequent legt er die brutale Naivität Angels offen, die jedwede Beschäftigung mit einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang verweigert, um sich ganz der privatistischen Weltflucht hinzugeben. Trotzdem. Letztlich überwiegt die Liebe zur Staffage und zu Filmzitaten ein genaueres Ausleuchten vorgestanzter Mädchenträume. ... an wird den Verdacht nicht los, dass Ozon Lieblingsszenen und -filme auch zitiert, um sich selbst in die Filmgeschichte einzuschreiben."

09. August 2007 | ANGEL • Kritik • Die Tageszeitung

Ein typisch britisches Kostümdrama sah Wilfried Hippen. "Dabei schwelgt seine Kamera oft so hemmungslos wie die des großen Melodramatikers Douglas Sirk, und auch seine vermeintliche Idylle ist voller Widerhaken. Wenn man von der Titelheldin so fasziniert ist und sie manchmal in der gleichen Einstellung schnippisch und verletzlich, dumm und brillant, durchtrieben und verloren wirkt, dann ist dies der außergewöhnlichen Leistung von Romala Garai in ihrer ersten Hauptrolle geschuldet. ANGEL ist ein wunderschön anzusehender, amüsanter und intelligenter Unterhaltungsfilm."

09. August 2007 | ANGEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Mit Martin Schwickert spricht Regisseur Francois Ozon über Melodramen, Künstlerschicksale und einen Horror namens Hollywood.

09. August 2007 | ANGEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker ist angetan von der Kunst des Kitsches. "Jedes Parodistische liegt Ozon fern. Also identifiziert er sich auch rückhaltlos mit dem schlechten Geschmack. Das Unwiderstehliche an Menschen mit schlechtem Geschmack ist, dass sie nie auf die Idee kommen, sie könnten einen haben. ... Der größte Fehler von Kitschromanen und Kitschfilmen besteht darin, dass sie nicht lustig sind. ANGEL ist es durch seinen bedingungslosen Ernst, vom Regenbogen über Angels erstem Kuss einmal abgesehen. Ozons Bildsprache hat sich schon immer seinen Gegenständen anverwandelt, anstatt sich über sie zu erheben. Und die angemessene Bildsprache eines Films über Angel Deverell ist nun mal die des Groschenromans."

09. August 2007 | ANGEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Heike Kühn verhandelt der Regisseur Aufstiegsträume. "Der Film, der so prächtig mit der bunten Kulisse der Gefühle gespielt hat, beerdigt den Engel mit milder Skepsis. Hätte Angel nachgedacht, wäre ihr Leben kein Traum gewesen. Nur Filme wie dieser können gleichzeitig träumen und denken."

09. August 2007 | ANGEL • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker blickte in den wahren Spiegel eines verkehrten Lebens. "Dieser Film erfrischt mit seinem selbstverliebten Gestus, er ist wie das Leben selbst, das nicht nur immerzu seine tragikomische Hauptheldin täuscht, sondern auch den Zuschauer. Das Geheimnis der barocken und darum leicht zu verfehlenden Poesie von ANGEL: der Regisseur liebt seine schreckliche Modepuppe von Erfolgsautorin. Er weiß, am Ende wird es hart kommen für sie und sie wird viel Mitleid brauchen, das sie jedoch bis dahin wie jedes Starlet fest entschlossen ist, sich nicht zu verdienen."

09. August 2007 | ANGEL • Kritik • artechock.de

Laut Rüdiger Suchsland hat der Regisseur alle stilistischen Register des schlichten Herz-Schmerz-Kinos gezogen: "Bebende Busen und weite Herzen in engen Korsetten, Tränenbäche und Glücksfontänen, Leid und Lust in operettenhafter Maßlosigkeit, haarsträubende Handlungswendungen und Schicksalsschläge im Minutentakt. Konsequent sind die Bilder schief, der Ton zwei, drei Stufen zu schrill - offenkundig ist die Absicht der Ironisierung. Ozon nimmt nichts an seiner Geschichte ernst, aber er will sie und die Figuren auch nicht verraten."

08. August 2007 | ANGEL • Kritik • Berliner Zeitung

Einen bunten Weltfluchtfilm nennt Anke Westphal die Schnulze ANGEL. Der "Film über den kometengleichen Aufstieg einer Schnulzenautorin bedient sich schlichtweg der Mittel des Kitschfilms und Schnulzenromans; er gibt sich offensiv romantisch, pathetisch, verklärend: Wenn Angel zornig ist, beben ihre Nasenflügel; ist sie glücklich, dann rauscht sie buchstäblich durch die Räume. Das Geschehen wird vornehmlich aus ihrer Perspektive erzählt - was mehr als einen doppelten Boden hat, denn nicht nur der Regisseur, schon Angel selbst inszeniert ihre Aufritte sorgfältig. ... Es macht Spaß, seinen Film anzuschauen, denn er illustriert seine Geschichte nicht allein exquisit - es gelingen auch herrlich ironische Szenen."

08. August 2007 | ANGEL • Kritik • Berliner Zeitung

Marli Feldvoß spricht mit dem Regisseur über seinen Film und die Fallen von Fantasiewelten.

03. August 2007 | ANGEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Opulent ist der Film laut Cordula Dieckmann ausgestattet. "Was den Film schwierig macht, ist die Tatsache, dass man sich als Zuschauer für Angel nie so recht erwärmen kann. Ihre Figur bleibt an der Oberfläche. Zu sehr ist sie in ihrer Selbstherrlichkeit und ihrer kindischen Trotzigkeit gefangen. ... Am Kitsch hat Ozon dagegen nicht gespart: gefühlvolle Musik, süßliche Dialoge und Angels erster Kuss mit Esmé im strömenden Regen - natürlich unterm Regenbogen. Das alles lässt den Film mitunter wie eine Persiflage auf Liebesromanzen erscheinen, die aber nicht konsequent durchgehalten wurde."

02. August 2007 | ANGEL • Kritik • Der Spiegel

Jenny Hoch sah einen virtuos geschmacklosen Film, eine hemmungslos schwülstige Kostümorgie. Dem Regisseur geht es "nicht darum, die Figur zu denunzieren. Ganz ernsthaft versucht er, diese Frau, ihre Motive und ihren schlechten Geschmack zu verstehen - mit einem gewissen Quäntchen Ironie. ... In ANGEL erhebt François Ozon das Lebensprinzip seiner Figur zum Stilprinzip des Films. Das ist ein riskantes Unterfangen, weil der Regisseur vom doppelten Boden der erzählerischen Distanz nur selten Gebrauch macht. Gelungen ist es trotzdem, denn ANGEL ist trotz seiner Kulissenschiebereien auf der Höhe der Zeit."

02. August 2007 | ANGEL • Kritik • programmkino.de

Für Michael Meyns ist es "nicht unbedingt Neuland, dass Ozon hier betritt. Viele der Themen – allen voran die Beschäftigung mit Fragen um Wirklichkeit und Illusion – kennt man aus seinem bisherigen Ouevre. Und so lässt sich auch ANGEL als zumindest unterschwellig autobiographisches Werk lesen, dass sich mit einem Autor beschäftigt, der am Beginn seiner Karriere vehement für sein Werk einstehen muss, Erfolg hat und schließlich den Anschluss verliert. Ozon selbst ist das bislang noch nicht passiert, aber die Angst, dass der Erfolg eines Tages ausbleibt, Gedanken, die jedem auch nur ansatzweise reflektiertem Künstler zu eigen sind, durchzieht auch diesen Film."

02. August 2007 | ANGEL • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel lobt das prächtiges Kinostück. Der Regisseur "schwelgt hier in Charakteren, Gefühlen, Zeitbildern, prunkvoller Ausstattung. Keine Grenzen waren ihm gesetzt, weder in der Handlung noch in der Phantasie, weder in der Individualität der Personen noch in der Anlehnung an den zugrunde liegenden Roman."

01. August 2007 | ANGEL • Kritik • epd-film 08/2007

Francois Ozon ist einer, der die Schauwerte des großen Kinos fürs zeitgenössisch Machbare abzuscannen weiß, meint Claudia Lenssen. "Angel ist ein bisschen LITTLE WOMEN-Bürger/Bohème, ein Filmfarbtopf wie Vincente Minnellis GIGI und ein VOM WINDE VERWEHT-Ableger. Wie Scarlett O’Hara erfindet sich eine aufstiegsbesessene, geltungssüchtige Frauensperson dramatisch neu. Angel wird von der jungen Romola Garai mit gekonnter Hysterie verkörpert, zu wenig als Star-Ikone, aber bemüht um Psycho-Logik."

01. August 2007 | ANGEL • Kritik • epd-film 08/2007

Barbara Schweizerhof verrät der Regisseur einiges über Kitsch, Kunst und das Erzählen im Kostümfilm.

06. Juni 2007 | ANGEL • Kritik • critic.de

Liebevolle Distanz und verstörende Künstlichkeit hat Andrea Wildt ausgemacht. Die Kritikerin war "im Verlauf des Filmes wahrlich hin und her gerissen: zwischen Beeindrucktsein von der Willensstärke und Durchsetzungskraft einer Frau, die ihre Träume nicht nur heimlich im Kämmerlein auslebt, sondern energisch zu verwirklichen weiß, sowie einem Ekel vor ihrer nervenden Ignoranz gegenüber allem, was die künstliche Idylle in ihrem Refugium beschädigen könnte, sowie ihren grotesken Versuchen, eine vornehme Dame zu mimen. ... Die Ambiguität der Hauptfigur scheint sich nach und nach auf die gesamte Machart des Filmes zu übertragen."

12. April 2007 | ANGEL • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Marli Feldvoss unterhält sich mit Regisseur François Ozon über seinen neuen Film ANGEL.

18. Februar 2007 | ANGEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann fühlte sich an Douglas Sirk erinnert. "Wahrscheinlich hätte François Ozon seinen Film nicht in der paradiesisch schönen Parklandschaft von Tyntesfield Estate bei Bristol (samt Regenbogen!) anlegen sollen. Auch nicht im psychologisch raffinierteren Frankreich, das – auch dies ein Film um selbstbewusst liebende und leidende Frauen – etwa bei Rivette zu besichtigen war. Eine maßlose Heldin mit maßlos schlechtem Geschmack, eine Selfmade-Woman, die sich egoistisch ihr Recht, auch ihr Recht auf Liebe nimmt, passt eigentlich eher nach Amerika."

07. Februar 2007 | ANGEL • Kritik • Berlinale

Datenblatt zum Film.

06. Februar 2007 | ANGEL • Kritik • arte.tv

Datenblatt zum Film.

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