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HALLAM FOE

HALLAM FOE

Regie David Mackenzie
Kinostart 30.08.2007

Kritiken • HALLAM FOE

30. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Der Spiegel

Bei aller Empfindsamkeit ist HALLAM FOE vor allem eine hippe Adoleszenzgeschichte für Franz-Ferdinand-Fans, meint Birgit Glombitza. "So hat man manchmal den Eindruck, der Film ist zu sehr mit der Coolness und dem Look dieser hübsch verkorksten Jugend beschäftigt, als sich ernsthaft um die Fallhöhe seines Helden zu sorgen. Leider trägt der Schwung der Geschichte auch mit Franz Ferdinands Hilfe nicht weiter, genau genommen ist das eigentliche Drama der Jugend schon im Vorspann erzählt. Deshalb scheinen Mackenzies Anleihen bei großen Vorbildern wie VERTIGO oder FENSTER ZUM HOF eher zum Ausmalen zu dienen als zur verblüffenden Zuspitzung."

30. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Peter Uehling liebt der Film das psychologische Sinnbild. "Das berührt durchaus. Der Autor und Regisseur David Mackenzie versteht sich auf die Aktivierung des Mitgefühls, bannt die Gefahr übergroßer Süßlichkeit mal mit kalten Bildern der Stadt, mal mit bemerkenswertem Humor. ... Mit Jamie Bell, der als tanzwütiger Junge in BILLY ELLIOT bekannt wurde, hat der Film zudem in der Titelrolle einen Darsteller, der den Film nicht beherrscht, sondern seltsam sperrig im Fluss der Bilder steht und sein Gesicht der Situation im Zweifelsfall eher nicht anpasst. Der muss sich die Sympathie des Publikums erkämpfen, und er macht das mit einem Eigensinn, der seinen vielleicht nicht übermäßig reichen Möglichkeiten Kraft und Originalität verleiht."

30. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Die Tageszeitung

Der treibende Sound von Franz Ferdinand gibt dem Montagefluss den Rhythmus vor. Passagenweise vergass Claudia Lenssen "glücklicherweise die Story und folgte einfach der umtriebigen Verve, mit der das Energiebündel Bell per Seilwinde von einem Baumhaus herunter saust oder durch Edinburgh streift und wieselflink auf Dächern herumklettert."

30. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • critic.de

Welf Lindner ist begeistert: "Eine klassische Coming of Age-Geschichte also, mit viel Verve von dem schottischen Filmemacher David Mackenzie erzählt. Einer der großen Leistungen seines Films besteht darin, wie gekonnt er Genres und Gefühle vermischt, um das emotionale Tohuwabohu des Heranwachsens auf die Leinwand zu zaubern. Tragik, Thrill, Romantik, Sex und vor allem ein guter Schuss Komik verdichten sich zu einem energiegeladenen Jugenddrama, das gekonnt die Schnittstelle zwischen Kindheit und Erwachsensein auslotet."

30. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • schnitt.de

Einen seltsamen Zwitter sah Dietrich Brüggemann. "Einerseits ein nachdenklicher, zurückhaltender Independentfilm, der seine Figuren ernstnimmt, der einen tiefergehenden Blick auf ein Stück reales Leben wirft, der eben nicht die Eskapismus-Versprechen des großen Kinos macht, der die Ausgestoßenen, die Underdogs und die Verzweifelten in unser aller Alltag würdigt. Andererseits feiert er die Fantasie, die eigenwillige Idee als Daseinsprinzip, was ihn dann zwangsläufig aus unserer Welt hinausführt. ... Das hier ist kein üblicher Arthouse-Film mit nachdenklicher Sprachlosigkeit."

28. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • film-dienst 18/2007

Eine Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte, Psychodrama und Coming-of-Age-Komödie sah Stefan Volk. "Durch den leichten, hoffnungsfrohen und humorvollen Tonfall, mit dem der Film den inneren Dämonen seines Helden begegnet, verliert er zwar etwas an magischer Sogkraft, gewinnt aber an Dynamik. Nicht immer kann Mackenzie diese Vielstimmigkeit in die richtigen Bahnen lenken; trotzdem beweist er auch in seinem vierten Spielfilm, dass er ein Meister des atmosphärischen Kinos ist. Ästhetisch stellt der Film einen Hochgenuss dar, dramaturgisch bleibt er ganz auf den Hauptdarsteller zugeschnitten, was ein inszenatorisches Vabanquespiel bedeutet. Dank Jamie Bells mitreißender, exzellenter Darbietung geht die Rechnung aber durchaus beeindruckend auf."

28. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz lobt besonders den jungen Hauptdarsteller und vergleicht den Film mit TRAINSPOTTING. Allerdings findet der Kritiker den Film zu ernst: "mit seinem Hang zur Psychologisierung, um als hippes Porträt eines schrägen schottischen Teenagers wahrgenommen zu werden. Bisweilen wirkt es so, als habe der Regisseur eigentlich zwei Filme drehen wollen: eine flotte Coming-of-Age-Geschichte und ein schwermütiges Psychodrama – mit der Konsequenz, dass letztlich beide scheitern, wenngleich das Ganze zumindest recht unterhaltsam geworden ist."

28. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • programmkino.de

Wenig überraschendes hat Michael Meyns gesehen "und auch sonst überzeugt Mackenzies Film nicht durch Originalität. Prinzipiell folgt er der schon oft durchexerzierten Coming-of-Age-Geschichte-Formel, konfrontiert einen halbwüchsigen Charakter mit allerlei Problemen, lässt sie erste sexuelle Erfahrungen sammeln, Höhen und Tiefen erleben und schließlich – nach einer als emotionaler Höhepunkt inszenierten Konfrontation mit einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit – auf den Weg des Erwachsensein einschlagen. Diesem Muster folgt auch Hallam Foe, ist dabei souverän gefilmt und mit einem schönen Soundtrack, bestehend aus aktueller Indie-Musik, unterlegt."

28. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • programmkino.de

Schön, originell und erfrischend findet Thomas Engel den Film. "Ein Film mit einer ganzen Menge von Facetten des Heranwachsens und dies auf das Originellste gezeigt. Doch das alles wäre nicht so gut geworden, wenn Jamie Bell – einst BILLY ELIOT – als Hallam nicht so perfekt spielen würde, psychisch wie physisch. Schauspielerisch richtig liegend in jeder noch so unterschiedlichen Situation und ohne jeden Durchhänger. Eine Leistung."

28. August 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi spricht mit Schauspieler Jamie Bell über seine wilde Art von Anmut.

17. Februar 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Der Tagesspiegel

Recht bald ist Julian Hanich der Film seltsam vorgekommen. "Nicht direkt eine Geschichte, die aus dem echten und wahrhaftigen Leben gegriffen wäre. Was nicht unbedingt ein Problem sein muss. Das Kino kann einem ja beinahe alles erzählen. Aber es sollte dabei schon ein wenig geschickter vorgehen als HALLAM FOE. ... Aber bis zu Hallams gereiftem Abgang in der Schlusseinstellung ist der Weg gepflastert mit großen, übergroßen Themen: eine Coming-of-Age-Geschichte mit Voyeurismus, Liebe zu den Toten und Ödipus-Anklängen? A bit heavy, my dear."

17. Februar 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Regisseur hat seine Geschichte wie einen wahren Märchenfilm inszeniert, schreibt Daniel Kothenschulte. "Es ist in der Tat eine Geschichte zum Zähneklappern, die er ihr da zu gestehen hat. Doch Schuld allein ist wieder mal ein Autor. Da ist es nun, das vielbeschworene Trivialkino, dem Betrachter schutzlos ausgeliefert."

16. Februar 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Der Spiegel

Was soll's, stellt Daniel Haas fest: "Ein guter Ödipus räumt die männlichen Figuren vom Spielfeld und kämpft sich durchs schmerzvolle Begehren bis zur Erkenntnis. In Hallams Fall besteht sie aus der grundsoliden Einsicht, dass es keine Lösung ist, die Stiefmutter zu meucheln oder der Geliebten Mamas Garderobe anzudienen."

07. Februar 2007 | HALLAM FOE • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

07. Februar 2007 | HALLAM FOE • Kritik • arte.tv

Datenblatt des Films.

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