Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

TUYAS HOCHZEIT

TUYAS HOCHZEIT

Regie Wang Quan'an
Kinostart 23.08.2007

Kritiken • TUYAS HOCHZEIT

24. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Der Spiegel

Johannes Gernert porträtiert die Schauspielerin Yu Nan, die der mongolischen Viehhirtin in TUYAS HOCHZEIT ein Gesicht gibt.

23. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Die Zeit

Als mongolische Menage bezeichnet Hilal Sezgin den Film. Der Kritiker fragt sich, woher der Film seine Poesie gewinnt? "Durch die Weite und das Schweigen und eine den Lebensumständen abgeschaute Sparsamkeit. Durch die von abgetragenen Jacketts und rosafarbenen Kopftüchern bescheiden verhüllte Anmut seiner Hauptfigur, durch Wang Quan’ans kluges und empfindsames Drehbuch und durch die grandiose Kamera von Lutz Reitemeier. ... Bei allem Realismus sollte man doch nicht vergessen: Tuyas Hochzeit, der in diesem Jahr den Goldenen Bären der Berlinale gewann, ist ein sorgfältig recherchierter Spielfilm."

23. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Der Schnitt

Mit Tuya bringt Regisseur Quan'an womöglich eine der stärksten Frauenfiguren seit langem auf die Leinwand, meint Sebastian Gosmann. "In ihrer Standhaftigkeit zu bekräftigen scheint sie jedoch weniger der Gedanke daran, mit dem Fortzug ihren Mann zurücklassen zu müssen. Vielmehr geht es ihr darum, eines unter keinen Umständen aufzugeben: die Einheit der Familie. So ist TUYAS HOCHZEIT vor allem zu verstehen als Plädoyer für den familiären Zusammenhalt, für den Familienverbund als höchstes gesellschaftliches Gut. ... Allein von Tuyas Charakterfestigkeit geht eine derartige Faszination aus, daß der freie Blick auf ihre äußere Schönheit zunehmend an Bedeutung verliert."

23. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Der Kameramann Lutz Reitemeier erzählt Gerhard Midding einiges vom Arbeiten in China.

23. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Die Tageszeitung

Birgit Glombitza lobt die Kameraarbeit, um dann festzustellen: "Bei aller Farbdramaturgie und gelegentlicher Kostümpracht hat dies doch nichts mit Folklore zu tun, sondern mit einer Erzählhaltung, nach der die Tradition und Gebräuche der nomadischen Kultur durchaus gegen die Einflussnahmen der Moderne auftrumpfen können. ... Das wunderbar minimalistische Spiel der Heldin, die es mit ihrer auf eine bloße Ahnung herunterdosierten Regung problemlos mit der stoischen Mine eines Robert Mitchum aufnehmen könnte, die Einfachheit der übrigen erzählerischen Mittel und die Rückkehr zu alltäglichen, unspektakulären Geschichten scheint die jüngere chinesische Regiegeneration zu einen."

23. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist der Hauptdarstellerin Yu Nan begegnet.

23. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler hat sich manch Grinsen verkniffen. "Die schäbige Zeichnung der urbanen Welt hätte sich Wang sparen können. Überzeugender inszeniert der Regisseur auf der mongolischen Scholle: Als Zhaya ungefragt einen neuen Brunnen ins Erdreich vor Tuyas Haus treibt, versteht das jedermann vollkommen richtig als Heiratsantrag. Dass dieser Liebesdienst am Ende kein Wasser spendet, gibt dieser Komödie der Vergeblichkeit den letzten Schliff."

22. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Ist das ethnografischer Kitsch, fragt Christina Bylow. Der Film "ist alles andere als eine Heimatschnulze vor fotogener Kulisse. Die Tränen, die hier nicht geweint werden, sind die der Ausweglosigkeit. Das Leben Tuyas und ihrer Familie ist nicht nur geografisch eines am äußersten Rand, dort, wo es kaum mehr Wahlmöglichkeiten gibt. Daran ist nichts Tröstliches und schon gar nichts Harmloses. ... Der Film mutet dem Zuschauer viel Unwattiertes und Ungehobeltes zu, ohne ihn zur Belohnung mit grandiosen Tableaus zu füttern. Lutz Reitemeier, der deutsche Kameramann, ergeht sich nicht in Landschaftsaufnahmen - die Landschaft ist da, wenn die Menschen darin zu tun haben, sie ist feindlich und arm an Schätzen."

22. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • programmkino.de

Zunächst ist der Film für Volker Mazassek ein Familiendrama vor exotischer Kulisse. "Allmählich tritt jedoch hervor, dass Wang Quan'an eine Gesamtschau auf die Entwicklung seines Landes unternimmt und dabei zu einem klaren Ergebnis kommt: Die freigesetzten kapitalistischen Kräfte zerstören das einfache, aber moralisch integre Nomadenleben. Das vermittelt sich nicht so leicht, weil das zerstörerische Kraftfeld - die Stadt – nicht sichtbar, sondern nur spürbar ist. ... Quan'ans Realismus unterscheidet ihn von Davaa, die zwar dasselbe Thema in ihren Filmen behandelt, aber die Mythen des Nomadenvolks in den Vordergrund rückt und damit Gefahr läuft, folkloristisch zu wirken. "

22. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • programmkino.de

Der Film ist für Thomas Engel "sehr anschaulich, mit langem Atem und in typischen Bildern wird das alles gezeigt: das mongolische Nomadenleben, die Weite der Steppe und Berge, die Arbeit mit den Tieren, Tuyas Nöte, die Suche nach einer Lösung, Baters Krankheit, die Schwierigkeiten mit den nicht in Frage kommenden oder den eventuell in Frage kommenden Heiratskandidaten, Tuyas Entschlossenheit."

17. August 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Einen genauen Blick auf gesellschaftliche Realitäten hat Christoph Egger ausgemacht. Der Regisseur errichtet "der stolzen mongolischen Hirtenkultur ein Denk- und beinah schon Mahnmal. Wang scheint davon auszugehen, dass der Film, zumindest für die Verhältnisse in China, Lebensformen zeigt, die im Verschwinden begriffen sind. Er will denn auch der «staatlich betriebenen Landflucht» etwas entgegenhalten, wie er die Bestrebungen der Regierung nennt, das weite Land der ökonomisch ergiebigeren Nutzung der reichhaltigen Bodenschätze zuzuführen."

19. Juli 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • critic.de

Berührend und humorvoll nennt Marguerite Seidel den Film. Der Regisseur "steckt Tuyas Situation zwischen entbehrungsreichem Leben, körperlicher Erschöpfung und unerschütterlicher Positionseinnahme in wunderschönen und wirkungsvoll inszenierten Aufnahmen ab, die trotz aller Kunstfertigkeit zurückhaltend und geradlinig anmuten. Direkt und fern von jeglichem Pathos wirkt auch das Spiel seiner Hauptdarstellerin Yu Nan, der einzigen professionellen Schauspielerin im Film, der es als Tuya gelingt, stark und zerbrechlich zugleich zu erscheinen. ... Obwohl TUYAS HOCHZEIT mit Tränen beginnt und mit Tränen endet, zeigt der Film dennoch, dass manche Kämpfe sich auszahlen."

19. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Die Berlinale-Jury überraschte Anke Westphal mit einer furchtlosen Würdigung des unkommerziellen Films. "TUYA'S EHE erzählt seine Geschichte eines Versorgungsdilemmas unaufgeregt in konzentrierten Bildern und hält dabei noch die Balance von Humor und Tragik. Doch dies ist nicht allein die Geschichte einer kraftvollen Frauengestalt, die unter schweren ökonomischen Bedingungen zurechtkommen muss und dies auch will und dabei auch verliert (das Spiel der Hauptdarstellerin Yu Nan hat sich tief eingeprägt). TUYA'S EHE ist außerdem eine sehr schöne und wichtige Erzählung über eine Lebensweise und Kultur, die im Verschwinden begriffen ist."

18. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Seine dramatische Geschichte erzählt der Film laut Jan Schulz-Ojala ganz undramatisch. "Und dass das eigentliche Happyend kurz vor dem Abspann davonkippt in die schreckliche Aussicht auf das Danach, macht den kleinen Film des Regisseurs, der zum dritten Mal auf der Berlinale zu Gast ist, umso größer. ... Der Film war der stärkste der drei chinesischen Beiträge, und er ließ auch die kaum versteckte Routine und manchen Manierismus prominenter Konkurrenten hinter sich. Vor allem aber honorierte die Jury einen unpathetischen Blick auf die Gegenwart, auf eine Welt, die im Zuge der rapiden Modernisierung Chinas zu verschwinden droht. Und ließ die bemühten Anstrengungen, Geschichte als Top-Thema fürs Zukunftskino zu verkaufen, geradezu programmatisch hinter sich."

17. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Begründung der Ökumenischen Jury

"Tuya, eine Frau in der mongolischen Steppe, kämpft mit einem behinderten Mann und zwei Kindern um ihre Existenz. Eine hilfreiche Lösung wäre es, einen neuen Mann zu heiraten. Schmerzhaft ist ihr Weg, aber getragen von einem Grundvertrauen. Dem Film gelingt es in bewegenden Bildern nahe an der traditionellen Kultur zu bleiben. Mit einem liebenden Blick und Sinn für die Ambivalenz menschlicher Entscheidungen inszeniert er das Beziehungsdrama glaubwürdig."

14. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Die Tageszeitung

Susanne Messmer unterhält sich mit dem deutschen Kameramann Lutz Reitemeier über absurde Materialschlachten am Set von TUYA'S EHE und seine Rolle als Know-how-Vermittler.

12. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Der Regisseur "hat das sehr distanziert inszeniert, ein an die Schulter gelehnter Kopf bedeutet als Ausdruck von Zuneigung schon sehr viel. Die Kamera Lutz Reitmeyers kann sich an Landschaften, überraschend farbigen Kostümen und der Arbeit kaum satt sehen; zusammen mit dem ruhigen Schnitt gerät hier ein fast dokumentarisches Moment hinein, dem der Zuschauer aber mit Interesse an der Mongolei entgegenkommen muss."

11. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen typischen Okay-Film sah Christiane Peitz. "Regisseur Wang Quan'an möchte festhalten, was im 21. Jahrhundert im Verschwinden begriffen ist: die Lebenskultur der mongolischen Hirten. Tuyas bockige Energie, ihre Wut, als ihr (Ex-) Mann sich das Leben zu nehmen versucht, ihr Dilemma, als in der Jurte zu guter Letzt eine Hochzeit gefeiert wird – das sprengt den Rahmen der Folklore. Ein paar Widerhaken gegen die Publikumserwartung hat Wang Quan'an doch noch eingebaut."

07. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

06. Februar 2007 | TUYAS HOCHZEIT • Kritik • arte.tv

Datenblatt des Films.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,32433