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HAVANNA...

HAVANNA...

Regie Florian Borchmeyer
Kinostart 29.03.2007

Kritiken • HAVANNA...

04. April 2007 | HAVANNA... • Kritik • Junge Welt

Jan Ullrich und Alexander Reich warnen vor dem Dokumentarfilm. "Vorgeblich spart er alles Politische aus, beschränkt sich auf Ästhetik, Nostalgie, intellektuellen Snobismus. Tatsächlich macht er Propaganda, die die verbissensten Feinde der kubanischen Revolution zu begeistern imstande ist. Bei einer Vorführung in Miami jubelten die Exilkubaner. Damit liegt der Film auf der Linie hiesiger Fördergremien."

30. März 2007 | HAVANNA... • Kritik • Der Tagesspiegel

Resignativ und ziemlich romantisch tönen die Ruinenbewohner, meint Jan Schulz-Ojala. "Man muss Antonio José Ponte schon länger zuhören, um die kühle Diagnose des Films ganz zu begreifen: Havanna ist ein planmäßig heruntergewirtschafter Steinhaufen, dessen Bewohner zwangsläufig ihr Leben ruinieren. Die größte Ruine aber ist Fidel Castro selbst, und der Ruinenbaumeister in Personalunion. Ponte – ein renommierter Essayist, den sie in der Heimat mundtot und mürbe zu machen suchen – hat auch das Buch geschrieben, das dem Film seinen eigentümlichen Titel gibt."

26. März 2007 | HAVANNA... • Kritik • film-dienst 07/2007

Wolfgang M. Hamdorf erkennt die politische Relevanz des Films, "womit er sich wohltuend von so vielen Postkarten-Filmen über die bizarre, sichtbare Oberfläche Havannas unterscheidet. Er bietet eine pointierte, subjektive Zustandsbeschreibung der Gegenwart des kubanischen Sozialismus, wobei die Filmemacher auf Antworten verzichten und stattdessen Fragen provozieren: Was wird aus den Protagonisten werden, wenn nach einem gesellschaftlichen Wandel Abrissbirnen und Bautrupps den Ruinen ein Ende setzen?"

25. März 2007 | HAVANNA... • Kritik • br-online.de

Margret Köhler hat sich von der Dokumentation überzeugen lassen. "Die Ruinen sind Metapher für die soziale, politische und wirtschaftliche Situation des Landes. Der eindrucksvolle Film, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm, lässt die unterschiedlichsten Töne anklingen, voller Poesie, Traurigkeit und Tragik, aber auch ein Stückchen Optimismus in der Düsternis. So glaubt man trotz aller schleichenden Zerstörung an die Kraft dieser Stadt und ihrer Bewohner. Denn die kennen die Überlebens-Kniffe aus dem FF."

02. Februar 2007 | HAVANNA... • Kritik • Die Tageszeitung

HAVANNA – DIE NEUE KUNST, RUINEN ZU BAUEN von Florian Borchmeyer ist eine schöne Dokumentation über das Leben im Zerfall und die Treue zu Tauben, schreibt Andreas Resch. Er ist "ein bewegender Film, der immer nah bei seinen Protagonisten bleibt und trotzdem etwas Generelles über das heutige Leben auf Kuba vermittelt. Durch die Art und Weise, wie hier Schwarz-Weiß-Filmausschnitte aus den 60er-Jahren mit Einzelporträts kombiniert werden, gewinnt man einen detaillierten Eindruck vom dramatischen Wandel der Lebensverhältnisse in einem Land, dessen Gebäude zu einem Symbol für seinen ökonomischen Ruin geworden sind."

02. Februar 2007 | HAVANNA... • Kritik • Der Freitag

Geri Krebs schreibt über die Kontroverse, die der Film ausgelöst hat: Es geht um den Umgang mit Diktaturen. "Die deutsche Botschaft hatte den Film ursprünglich in der von ihr geförderten "Werkschau des deutschen Films" im vergangenen Dezember auf dem Festival von Havanna zeigen wollen, bekam jedoch kalte Füße, als sie im Vorfeld der Veranstaltung erfuhr, dass die Festivalleitung den Film auf eine Verbotsliste gesetzt hätte. Während die Filmemacher der Botschaft apeasement und Komplizenschaft mit der kubanischen Regierung vorwerfen, argumentiert Ulrich Lunscken, deutscher Botschafter auf Kuba, Borchmayer und Hentschler hätten aus Promotionsgründen darauf insistiert, dennoch die öffentliche Projektion des Films zu fordern."

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