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STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG

STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG

Regie Volker Schlöndorff
Kinostart 08.03.2007

Kritiken • STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG

09. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Neues Deutschland

Als nicht ansehenswert bezeichnet Gunnar Decker den Film. "Ebenso wie beim unsäglichen FLUCHT-Epos, das wir soeben im Fernsehen erleiden mussten, liegt auch hier jederzeit ein dicker klebriger Klangteppich über jeder Szene. Wenn die Musik-Soße sogar in die Dialoge hinüberschwappt, dann ist das immer ein Indiz für äußerste Ratlosigkeit eines der Kraft seines eigenen Films misstrauenden Regisseurs. Schlöndorff läuft direkt in die Heldenfalle. Warum bloß hat ihn keiner gewarnt? Was ein proletarischer Film im besten Sinne hätte werden können, mit allen Derbheiten und Widersprüchen, das wird hier im Stil einer Heiligenlegende erzählt."

09. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Der Freitag

Kraftlos ist der Film für Matthias Dell. "Die lustlosen Statisten in Volker Schlöndorffs Strajk sind Symptom einer Entwicklung. Der Geschichtsverarbeitung im deutschen Film haftet eine große Müdigkeit an. Es hat etwas Routiniertes, ja Industrielles, wie die Späher des Eventfernsehens und großen Kinos die Zeit von den Jahren vor Hitler bis zum Ende des Kalten Krieges abgrasen nach Geschichte, die noch nicht erzählt worden ist. Geschichte erzählen heißt dabei zumeist: Geschichte bebildern. ... Schlöndorff hat es sich bequem gemacht mit der kraftlosen Inszenierung einer utopischen Idylle. ... Was bleibt in STRAJK von einer erregenden Zeit, ist lascher Komparsenjubel."

08. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Der Spiegel

Oscar-Preisträger Volker Schöndorff sprach mit Jan Puhl und Martin Wolf über sein umstrittenes Solidarnosc-Drama STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG, das komplizierte deutsch-polnische Verhältnis und seine Abneigung gegen geschichtsklitternde TV-Filme.

08. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz berichtet von der Premiere des Films in Berlin.

08. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Die Tageszeitung

Eine Kalenderabrissdramaturgie bescheinigt Claudia Lenssen dem Film. Er "misst der historischen Figur keine persönlichen Abgründe, keine psychologischen Ambivalenzen zu. Es geht um eine Art moderne Jeanne d'Arc im Kampf zwischen Kommunismus und katholisch geprägtem Reformismus. Es geht um die Legende vom Ursprung der polnischen Befreiungsbewegung, in deren Folge die kommunistische Regierung 1989 zusammenbrach und kurz darauf die DDR."

07. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Ralf Schenk interessieren sich die Filmemacher für das große Ganze, um "zu zeigen, wie die rote Gewaltherrschaft durch die Kraft der Schwachen, die Solidarität der kleinen Leute hinweggefegt wurde. ... STRAJK ist ein Film der groben Konturen, der sich nicht für die Bedingungen und Metamorphosen der realsozialistischen polnischen Gesellschaft interessiert, sondern sie nur vom Ende her, von ihrem Untergang aus betrachtet. Es ist ein undialektischer Film. Ein Propagandafilm. Zum Wesen des Propagandafilms, zumal in der Ära des sozialistischen Realismus, gehört der "positive Held". Bei Volker Schlöndorff ist es eine positive Heldin."

07. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christiane Peitz setzt der Regisseur der Revoluzzerin mit der Suppenkelle ein filmisches Denkmal. "Schläge auf Eisen, klingendes, dröhnendes Metall: Jean Michel Jarres Maschinen-Sinfonie begleitet das Biopic nicht ohne Pathos. Und Katharina Thalbach ist als Agnieszka eine sehr kleine, sehr rundliche Frau, die mit ihren staunenden Augen ein bisschen aussieht wie ein in die Jahre gekommener Oskar Matzerath. Beharrlich und stur, machmal zeternd bietet sie den Bonzen auf der Werft Paroli. Ein Gnom in Malocher-Montur, eine heilige unheilige Agnieszka des Arbeiterkampfs."

07. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wolfgang Tempel lobt die Qualität und Stimmigkeit des Filmes, die er gleich mehreren Entscheidungen und Stilmitteln Schlöndorffs verdankt. "Schlöndorff legt den Film als historische Ballade an, gibt die Lebensmomente einer historischen Figur auf dem Hintergrund eines künstlerisch verdichteten Zeitporträts der polnischen sechziger und siebziger Jahre wieder. Mit dieser zeitlichen Eingrenzung - der Film setzt im Jahre 1961 ein, als Agnieszka schon fast zehn Jahre auf der Werft arbeitet und schließt mit der siegreichen Beendigung der Streiks vom August 1980 - entzieht sich Schlöndorff den Fallstricken der späteren Solidarnosc-Geschichte und den Grabenkämpfen ihrer Helden."

07. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Jungle World

Thomas Blum ist gar nicht begeistert. "Es kommt einem beinahe ein wenig so vor, als sei der sozialdemokratische Filmemacher Ken Loach in die CDU/CSU eingetreten und habe dann beschlossen, diesen Film zu drehen. Verklärung, Glorifizierung, Pathos, Geschichtssimplifizierung, all das ist hier Programm. Aus der historischen Wirklichkeit, den Arbeitskämpfen im realsozialistischen Polen der siebziger und achtziger Jahre, fabriziert Schlöndorff ein plumpes, eindimensionales Melodram, eine unappetitliche Mischung aus Émile Zola und Lindenstraße."

02. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Konsequent nennt Maria Graczyk das Verhalten von Anna Walentynowicz, die mit Gericht droht.

01. März 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • film-dienst 05/1996

Oliver Rahayel kritisiert, dass die Dinge einfach "geschehen, ohne dass die dramaturgische Entwicklung sie plausibel macht, abgespult wie auf einer Zeitleiste. Das gilt für die Mikrostruktur jeder einzelnen Szene wie für das Ganze: Gefühlsregungen werden nur behauptet, aber eben auch die Mechanismen, die zu den Streiks in der Werft und schließlich zur Gründung der Gewerkschaft führten. ... Das liegt zum einen an der Erzählperspektive, die konsequent allwissend ist und kaum je die Sichtweise der Agnieszka einnimmt, zum zweiten an der Kameraführung, die diese Haltung aufnimmt und das Geschehen aus sicherer Distanz abbildet, ohne den Zuschauer dafür zu gewinnen, und zum dritten an der Darstellerin Katharina Thalbach. Die kleine resolute Frau spielt, wie immer, eine kleine resolute Frau, von Anfang bis Ende, ohne dass sie eine sichtbare Entwicklung durchmacht."

02. Februar 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Berliner Zeitung

Christian Esch ist dem Regisseur Volker Schlöndorff begegnet, der über seinen Solidarnosc-Film STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG erzählt.

19. Januar 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Begründung der Jury des Bayerischen Filmpreises

"Katharina Thalbach erinnert mit ihrer großartigen Darstellung der fleißigen, geradlinigen und vertrauensvollen Arbeiterin Agnieszka auf der Danziger Werft daran, dass es einfache Menschen, "Alltagshelden", waren, die eine gewaltige politische Bewegung ins Rollen brachten. Um die Geburtsstunde der Solidarnosc geht es und um die Entwicklung einer mutigen Frau, die durch die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen zu einer selbstbewussten Mitkämpferin um eine unabhängige Gewerkschaft in Polen wird. Katharina Thalbach ist eine der wenigen Schauspielerinnen, die eine solche anspruchsvolle Rolle mit so viel Glaubwürdigkeit, Klugheit und Intensität spielen können. Katharina Thalbachs Agnieszka ist viel mehr als eine "starke Frau", sie ist eine wahrhaft große Frau."

19. Januar 2007 | STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • Kritik • Begründung der Jury des Bayerischen Filmpreises

"Andreas Höfer hat es in eindrucksvoller Weise geschafft, eine Symbiose zwischen den Spielfilmszenen und den Dokumentaranteilen zu erschaffen, in dem er die Stilelemente des Epischen mit dem des Dokumentarfilms verschmilzt. Dabei hat er nie die Darsteller aus den Augen verloren, was sich bei den Nahaufnahmen in hervorragender Weise zeigt. Er bleibt immer nah an den Protagonisten und an dem Geschehen und stellt damit eine Unmittelbarkeit her, die den Zuschauer direkt in den Film einbezieht."

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