Inhalt • STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG
Die Polin Agnieszka hat es mit Fleiß und Disziplin von der Hilfsarbeiterin zur Kranführerin auf der Danziger Werft gebracht. Doch die Arbeitsbedingungen sind katastrophal und menschenverachtend. Als Agnieszka Zeugin eines tödlichen Unfalls wird, der eindeutig auf mangelnden Arbeitsschutz zurückzuführen ist, gerät ihr unerschütterliches Vertrauen in die Werksleitung ins Wanken. Agnieszkas ausgeprägter Gerechtigkeitssinn ist mobilisiert, und sie wird das Herz der Solidarnosc-Bewegung in Danzig...
Kritik • STRAJK - DIE HELDIN VON DANZIG • 01. März 2007 • film-dienst 05/1996
Oliver Rahayel kritisiert, dass die Dinge einfach "geschehen, ohne dass die dramaturgische Entwicklung sie plausibel macht, abgespult wie auf einer Zeitleiste. Das gilt für die Mikrostruktur jeder einzelnen Szene wie für das Ganze: Gefühlsregungen werden nur behauptet, aber eben auch die Mechanismen, die zu den Streiks in der Werft und schließlich zur Gründung der Gewerkschaft führten. ... Das liegt zum einen an der Erzählperspektive, die konsequent allwissend ist und kaum je die Sichtweise der Agnieszka einnimmt, zum zweiten an der Kameraführung, die diese Haltung aufnimmt und das Geschehen aus sicherer Distanz abbildet, ohne den Zuschauer dafür zu gewinnen, und zum dritten an der Darstellerin Katharina Thalbach. Die kleine resolute Frau spielt, wie immer, eine kleine resolute Frau, von Anfang bis Ende, ohne dass sie eine sichtbare Entwicklung durchmacht."