| Regie | Nanouk Leopold |
Beklemmend nennt Ines Kappert den Film. "Die allgemeine Mattigkeit der Protagonisten bestimmt den ganzen Film, der langsam und lasziv Stimmungen zu eindringlichen Bildern komponiert. Dabei wird wenig gesprochen, die ganze Konzentration liegt auf dem Visuellen und hier auf den Innenräumen und der Körpersprache der ProtagonistInnen. Im Gegenschnitt sind kultivierte Baumlandschaften zu sehen. Dennoch fehlt dem Familiendrama alles Süßliche, Klebrige oder angestrengt Artifizielle."
"Nanouk Leopolds assoziativ-fragmentarische "Familienaufstellung" erlaubt uns einen intimen , aber nie voyeuristischen Blick auf unerfüllte Lebensentwürfe. Dabei nehmen sich die niederländische Regisseurin und ihr Kameramann Richard van Oosterhout Zeit, uns in ihre kunstvoll kadrierten Bilder zu ziehen. Die "Leerstellen" der elliptischen Erzählweise verbinden sich mit dem intensiven Spiel der Darsteller zu Momenten verstörender Kraft."
Der Film war für Andreas Tai eine Überraschung und "einer der schönsten Filme bisher. Die Gefühle der Hauptfiguren zum Leben, zu sich selbst und zueinander sind derart gut in Szene gesetzt, dass sich die Bilder nicht mehr bewegen müssen. Ein Filmstill hat die Kraft, eine Situation zu beschreiben. Man denkt, man sei in einer Ausstellung für moderne Fotografie und man möchte ein Bild am liebsten unbemerkt von der Kino-Leinwand abhängen und mitnehmen."
Datenblatt des Films.