Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

PRATER

PRATER

Regie Ulrike Ottinger
Kinostart 13.09.2007

Kritiken • PRATER

13. September 2007 | PRATER • Kritik • Der Tagesspiegel

Filme und Schaubuden sind beides Illusionsgeschäfte. Ottinger zeigt in PRATER mit der Hilfe des einen das andere - und wird dafür laut Christina Tilmann im Berliner Filmmuseum gefeiert. "Das Handgebastelte, Angestoßene, Billige und Schrille hat es ihr ebenso angetan wie die unschuldigen Vergnügungen des Kasperletheaters und der Liliputbahn. Der Prater, ein Phobienparadies, sagt Elfriede Jelinek dazu und posiert mit einem großen Gorilla, während Veruschka als Barbarella durch die Geisterbahn turnt und Peter Fitz mit sonorer Stimme Prater-Texte von Elias Canetti bis Erich Kästner vorliest."

13. September 2007 | PRATER • Kritik • Berliner Zeitung

Ulrike Ottinger ist in den Prater gereist, wie in ein fremdes Land, stellt Christina Bylow fest. "Jede Geschichte, die Ulrike Ottinger in ihrem Film birgt, eröffnet einen historischen Raum, der zugleich in die Zukunft verweist. Realität und Fiktion sind hier miteinander verwachsen wie jene siamesischen Zwillinge, deren Bilder im Panoptikum gezeigt wurden. Unmerklich webt Ottinger Referenzen an ihre eigenen frühen Filme in die Prater-Welt. Die Liliputaner, die Dame ohne Unterleib, Veruschka von Lehndorff. Maskenhaft zugerichtet als böse Barbarella verliert sie sich im Spiegel-Kabinett. In PRATER feiert die Regisseurin ihre tiefe Seelenverwandtschaft mit den Schaustellern. Es ist dasselbe Gewerbe."

23. August 2007 | PRATER • Kritik • progammkino.de

Laut Volker Mazassek nimmt die Regisseurin den Rhythmus des Praters auf: "Immer dreht sich was in den Bildern, immer glitzert es, immer fordert eine Fratze oder ein Schaukelpferdchen Aufmerksamkeit. So kann man sich verlieren in Geschichten, Fantasien und Aufgeregtheiten, die nur ein Rummelplatz bietet. Wobei unausgesprochen der Gedanke mitschwingt, dass früher alles besser war ... Das ist amüsant, doch im Bemühen, der Sache analytisch auf den Grund zu gehen, fehlt es Ottinger gelegentlich an Leichtigkeit. Wenn der Prater eine Illusionsmaschine wie das Kino ist, hätten zum Beispiel ein paar Filmzitate und das Spiel mit ihnen nicht geschadet."

17. Februar 2007 | PRATER • Kritik • Berliner Zeitung

Ulrike Ottinger ist auf den Prater gegangen wie in ein fremdes Land, stellt Christina Bylow fest. "Ihre Erzähler-Stimme mischt sich mit den Lust-Angst-Schreien des Publikums in den Achterbahnen und den ewig-gleichen Leierkastenwalzern zu einer Partitur über die Schrecken des Vergnügens. Auch das flaue Gefühl in der Magengrube gehört unbedingt dazu. Ottinger lässt die Kamera Achterbahn fahren und weit in den Wiener Sternenhimmel hochschießen - wer sich in die Vergnügungsmaschine des Kinos begibt, liefert sich aus."

12. Februar 2007 | PRATER • Kritik • Die Tageszeitung

Zwischen Schaulust und Grenzerfahrung ortet Rainer Bellenbaum den Film. "Ulrike Ottinger lässt sich gelassen und nur scheinbar selbstvergessen auf die turbulenten Rhythmus- und Perspektivwechsel des Rummels ein. Genau deswegen vermittelt ihr Film ein Gespür für die vielfältigen Konfigurationen zwischen Schaulust und Grenzerfahrung. Elegant führen das die Kleinwüchsigen oder die ohne Unterleib vor, die eben in solcher körperlichen Besonderheit den Grund zur offensiven Selbstdarstellung gefunden haben - jene Freaks und Verpuppten, wie sie von jeher Ottingers Filme bevölkern."

07. Februar 2007 | PRATER • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,35907