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JAGDHUNDE

JAGDHUNDE

Regie Ann-Kristin Reyels
Kinostart 18.10.2007

Kritiken • JAGDHUNDE

20. Oktober 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • Die Tageszeitung

Der Osten mal ohne Klischees, jubelt Anke Leweke. "Es ist dieser lakonische Grundton, der die Resignation, von der JAGDHUNDE eben auch erzählt, nicht nur erträglich, sondern umso eindringlicher erscheinen lässt. Natürlich geht es hier um eine Familie, die sich nichts mehr zu sagen hat. Um Berliner und Brandenburger, die sich argwöhnisch betrachten. Um Biografien, die in eine Sackgasse geraten sind. Und natürlich spiegelt sich die Erstarrung dieser Menschen in der Eislandschaft der schneebedeckten Felder und gefrorenen Seen. Aber dieser Film trotzt seinem melancholischen Grundgefühl und gibt mit den winterlichen Tableaus auch den Hintergrund für eine kleine Utopie ab."

18. Oktober 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • Der Tagesspiegel

Zauberhaft nennt Christina Tilmann das Filmdebüt. "JAGDHUNDE ist ein stiller Film. Ein lakonischer. Einer, der in seinen besten Momenten keine Worte macht. Und aus dieser Schweigsamkeit eine ungewöhnlich zärtliche Nähe sowie eine gute Dosis Humor entwickelt. Denn in der ganzen Winterkälte erzählt er eine Geschichte von Nähe, von Liebe, davon, wie Menschen auftauen durch eine Begegnung. ... Mag sein, dass Reyels ihre Geschichte etwas zu rund, etwas zu deutlich und dramatisch zu Ende führt. Doch die stillen Momente dieses außergewöhnlichen Filmdebüts hängen noch lange im Herz. Heißkalt."

18. Oktober 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • artechcock.de

Eine Menge Witz und Humor hat Rüdiger Suchsland ausgemacht. "Vielleicht ist dies die größte Überraschung von JAGDHUNDE: Dies ist ein deutscher Film mit viel Witz. Und sein Humor ist nie billig, dumm oder infantile, wie so viele sogenannte "Deutsche Komödien", die man besser "Deutsche Klamotten" nennen sollte. Zugleich ist dies ein Beispiel sehr guten Filmemachens. Stilistisch nicht fern von einigen Vertretern der jungen "Berliner Schule" - Reyels, 1976 geboren, studierte an der Filmschule HFF in Potsdam -, verbindet der Film deren ästhetischen Ernst und Ehrgeiz mit einer Menge Humor und Lust am Unterhaltsamen."

18. Oktober 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • Berliner Zeitung

Als fernwehkranken Heimatfilm bezeichnet Philipp Bühler JAGDHUNDE. "Stimmiger als die Geschichte wirkt in JAGDHUNDE ohnehin die Atmosphäre, die gerade der weidlich ausgenutzten Schneemetapher wegen nicht kalt ist oder schroff, sondern auf verquere Weise heimatlich. Sie erinnert weniger an die jüngeren deutschen Kinowerke als an Niklaus Schillings semi-legendären Zonenrandfilm DER WILLI BUSCH REPORT von 1979."

17. Oktober 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz glaubt, dass es ein Gesetz gibt, welches die Rahmenbedingungen für deutsche Debütfilme festlegt. "Dass JAGDHUNDE nicht in die "Tristesse deluxe" anderer Debütfilme verfällt, liegt vor allem an Reyels oftmals überraschender Erzählhaltung, die neben nachdenklichen Tönen immer wieder auch in eine leichtere, beinahe heitere Tonart verfällt. Und nebenbei sind es auch die Schauspieler, die diesen sehr eigenen und überraschenden Film ausmachen, allen voran Constantin von Jascheroff, Josef Hader und Ulrike Krumbiegel, die aus diesem kleinen Film ein sehenswertes Kleinod machen."

28. August 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • Begründung der Jury des FIRST STEPS AWARD

"Wie Luise Berndt sich allmählich ins emotionale Zentrum des Films vorspielt, weckt auch bei uns Zuschauern wachsende Anteilnahme: die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich ohne Worte Aufmerksamkeit verschafft, ihre zunächst noch kindliche Zutraulichkeit und Verspieltheit, die in ein allmähliches Erwachen und Erwachsen übergehen. Und wenn sie am Ende vor lauter Erregung in eine Art Schreien ausbricht, um dem Vater verständlich zu machen, dass sie die täglichen Rituale satt hat und ihr eigenes Leben beginnen will – das ist in seiner konzentrierten Vehemenz ungemein beeindruckend. Wir freuen uns darauf, Luise Berndt in ihren nächsten Rollen zu sehen!"

12. Februar 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • festivalblog.de

Ein schöner Film, der die Irrungen und Wirrungen einer Berliner Familie im Mecklenburger Exil zeigt, ist JAGDHUNDE für Tiziana Zugaro-Merimi. "Das eigentlich Erstaunliche ist, dass die diversen Spannungen wahnsinnig lange nicht eskalieren, sondern immer weiter vor sich hinköcheln. Die Erwachsenen in diesem Film sind nicht wirklich in der Lage, ihre Konflikte offen auszutragen. Lieber wird solange unter den Teppich gekehrt, bis allen die ganze Soße um die Ohren fliegt. Mit wunderschönen Bildern, großartigen Hauptdarstellern und einem ganz feinen Gespür für die Humor im allgemeinen und die Verschrobenheit der Mecklenburger im besonderen ist JAGDHUNDE ein wirklich schöner Film geworden."

09. Februar 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk lobt den Film. JAGDHUNDE "ist, zum Glück, kein Film, der die Tristesse des Ostens als Folie eines sentimentalen Sozialdramas strapaziert. Zwar deutet Regie-Debütantin Ann-Kristin Reyels die Abgründe der Provinz mit ein paar tumben, Fäuste schwingenden Männern an. Doch dann führt sie ihre Geschichte zum Komödischen, balanciert zwischen Dunkelheit und Licht, Katastrophe und Farce, Endzeit und neuem Aufbruch. ... Das familiäre Desaster ist wie beiläufig inszeniert, aber ungeheuer intensiv: Mit jedem Blick zeigen Ulrike Krumbiegel als Mutter und Judith Engel als Tante die verborgenen Hoffnungen, die verhaltene Traurigkeit, den gebremsten Zorn ihrer Figuren."

09. Februar 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • Die Tageszeitung

Famos nennt Dietmar Kammerer das Spielfilmdebüt. Die Regisseurin "beschreibt in elliptischer Erzählung lauter Zustände und Beziehungen in fragiler Schwebe, wie ein Spaziergang über einen leicht zugefrorenen See. Immer kann eine verirrte Kugel nachts im Wald unmittelbar neben einem einschlagen, immer kann eine alte Leidenschaft wieder aufbrechen. Krise und Hoffnung liegen dicht beieinander."

07. Februar 2007 | JAGDHUNDE • Kritik • Berlinale

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