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THE HALFMOON FILES

THE HALFMOON FILES

Regie Philip Scheffner
Kinostart 20.09.2007

Kritiken • THE HALFMOON FILES

20. September 2007 | THE HALFMOON FILES • Kritik • Berliner Zeitung

Auf einer vergleichbaren Kippe zwischen Wissenschaft und Kunst ist Philip Scheffners erstaunlicher Film THE HALFMOON FILES angesiedelt, meint Peter Uehling. Der Film "wandeln sich unter der Suche und Dokumentation der spärlichen Spuren zu einer subtilen Studie über den Zusammenhang von Militär, Wissenschaft und den Umgang mit Fremden in Deutschland, um schließlich in die Frage nach der Erzählbarkeit von Vergangenem überhaupt zu münden: Hier das Dokument, dort der Zusammenhang, den man suchen muss. Scheffner ist von der komplexen Spannkraft seiner ausgreifenden Suche zurecht so überzeugt, dass er einen ungemein ruhigen Film machen konnte - er fesselt dennoch."

20. September 2007 | THE HALFMOON FILES • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer ist begeistert. "Mit äußerster Behutsamkeit rekonstruiert der Film die Zusammenhänge einer Allianz aus Militär, Wissenschaft und Propaganda. Scheffners Umgang mit seinem historischen Bild- und Tonmaterial ist nicht nur meilen-, sondern geradezu galaxienweit entfernt von den Ton-Bild-Konfitüren, die ein gedankenloses Geschichtsverständnis à la Guido Knopp uns massenhaft im Fernsehen anrührt. Menschen, die unter reichsdeutscher Verwaltung nur Nummern waren, erhalten hier ein Gesicht. Scheffner präsentiert seine Dokumente wie selbständige Individuen und macht den Vorgang der Recherche selbst zum dramaturgischen Leitfaden seines Films."

19. September 2007 | THE HALFMOON FILES • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz erfindet der Regisseur "nichts hinzu, dramatisiert keine Szenen nach: Wo Bildmaterial fehlt, bleibt die Leinwand dunkel, wodurch die Stimmen von Mall Singh und seinen Mitgefangenen in den Mittelpunkt treten. Geschickt entwirft Scheffner ein Bild, das trotz der Beschränkungen vielfältige Einblicke in eine Randepisode des Ersten Weltkrieges gibt, die doch für Männer wie Mall Singh und die namenlosen anderen Gefangenen des Lagers Schicksal war. THE HALFMOON FILES ist ein spannendes Filmessay, das vielschichtig und klug den geisterhaften Stimmen auf alten Tondokumenten nachspürt, ihnen wieder eine Geschichte und damit ihre Würde gibt."

10. September 2007 | THE HALFMOON FILES • Kritik • film-dienst 19/2007

Für Josef Lederle weiß der Film aus der Not eine Tugend zu machen. "Purismus und Freiheit prägt die Dramaturgie des kurzweiligen, dabei inhaltlich zunehmend vielschichtigeren Films. Die zunächst willkürlich erscheinenden Analysen unterschiedlichster Phänomene arbeiten untergründig daran, die mediale Struktur der Verflechtungen von Politik und Öffentlichkeit, Kolonialismus und deutscher Geschichte, Wissenschaft und Entertainment sichtbar zu machen. ... Das eigentliche Ziel der "Material"-Betrachtungen sind keine mentalitätsgeschichtlichen Rekonstruktionen; vielmehr geht es um die Einsicht, dass die angeblich objektiven Dokumente auf Ton- oder Bildträgern im Kern fiktional sind."

17. Februar 2007 | THE HALFMOON FILES • Kritik • Die Tageszeitung

Dokumentation, Bildessay, Hörspiel - der fertige Film verhandelt vieles in einem, stellt Harald Fricke fest. "Es geht neben dem kolonialen Erbe Deutschlands auch um eine Kritik am Wahrheitsanspruch der Ethnografie mit ihrem Vertrauen in dokumentarische Bilder und darum, wer festlegt, wie Geschichte geschrieben wird. ... Scheffner [nennt] seinen Film "eine Geistergeschichte": weil sie von einem Menschen handelt, der nur als Stimme noch präsent ist. Mehr Fakten, aus denen man sich ein Bild machen könnte, hat man auch am Ende des Films nicht zur Hand."

17. Februar 2007 | THE HALFMOON FILES • Kritik • Der Tagesspiegel

Gespenstische Stimmen hat Silvia Hallensleben gehört. "Nicht nur die geschichtslosen Stimmen seiner Helden sind gespenstisch, auch die flüchtige Existenz der Sikhs, Moslems und Hindus vor den Toren Berlins scheint heute wie ein Spuk."

07. Februar 2007 | THE HALFMOON FILES • Kritik • Berlinale

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