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DOL - TAL DER TROMMELN

DOL - TAL DER TROMMELN

Regie Hiner Saleem
Kinostart 26.04.2007

Kritiken • DOL - TAL DER TROMMELN

26. April 2007 | DOL - TAL DER TROMMELN • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film lässt keine Zweifel an seiner politischen Botschaft, schreibt Dietmar Kammerer. "Dennoch macht der Film nicht einfach Propaganda für die kurdische Sache. Dafür ist Saleem in seinem fünften Spielfilm viel zu sehr am Austarieren der Gegensätze interessiert: Immer wieder findet der Film zu Bildern, die sorgfältig arrangierte Kompositionen aus Landschaft, Personen und Blickrichtungen sind. Demgegenüber steht ein Wille, Figuren und ihre Handlungen betont künstlich zu choreografieren, was mitunter gezielt ins Absurde gleitet. ... So trotzt Saleem dem ernsten Sujet seines Films immer wieder Momente des Irrealen, gar des Komischen ab. Es sind diese Momente, die einen die arg schematische Anlage des Films verzeihen lassen."

24. April 2007 | DOL - TAL DER TROMMELN • Kritik • film-dienst 09/2007

Laut Bernd Buder zeigt der Film parabelhaft die Narben der Region. "Mit distanzierter Choreografie erschließt DOL ein Kaleidoskop gesellschaftlicher Befindlichkeiten im gegenwärtigen Kurdistan. Landschaften und Menschen, die sich durchs Bild bewegen, eröffnen ein bildgewaltiges Panorama, auf dem Geisteshaltungen und individuelle Schicksale als Teile einer Geografie kartografiert sind, die zwischen den kargen Weiten des Horizonts und der Enge der steinigen Täler changiert. Stoff für ein Epos, das, mit minimalistischer Lyrik konterkariert, mitunter von einem deutlichen politischen Mitteilungswillen gekennzeichnet ist."

23. April 2007 | DOL - TAL DER TROMMELN • Kritik • critic.de

Der Regisseur verwebt verschiedene Geschichten, meint Peter Gutting. "Daraus entsteht ein eigentümliches Schweben zwischen Tragik und Komik, eine Meditation über die Kunst, widrigsten Lebensumständen einen schelmischen Blick abzutrotzen. Alle drei Filme leben von visuellen Witzen und zärtlicher Lakonie. Die Szenerie ist überwiegend realistisch. Nur manchmal greifen Saleem und Sinanos zu überhöhenden Effekten. Vor allem mit ihrem traumverlorenen Finale setzen sie so nicht nur optische, sondern auch inhaltliche Höhepunkte. Mag die Realität auch trist sein – am Ende triumphiert die Kunst über eine absurde Politik. Zumindest auf der Leinwand."

16. Februar 2007 | DOL - TAL DER TROMMELN • Kritik • Berliner Zeitung

Lakonisch erzählt ist die Geschichte laut Peter Uehling. Die Kamera steht "unbewegt vor der Szenerie und nimmt auf, was immer sich ereignet. Es ist wie der Blick eines von Trauer gelähmten, der Blick eines, der schon viel ertragen musste, aber wohl nicht resigniert ist. ... Mythologischer kann man eine Erzählung nicht anlegen. Saleem bricht Azads Odyssee und ihr potenzielles Pathos jedoch durch die extreme Ruhe seines Films, durch immer wieder eingeschobene groteske Szenen, seltsam symmetrische Figurenstellungen und vor allem durch einen lakonischen Humor. Lakonie: Auch die ist eine Wirkung der unbewegten Kamera."

07. Februar 2007 | DOL - TAL DER TROMMELN • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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