Inhalt • THE WALKER
Carter Page III hat einen ganz besonderen Job. Er begleitet Damen aus den besseren Kreisen von Washington D.C. in die Oper. Ihre Männer wollen von den Hervorbringungen der Hochkultur nicht belästigt werden, Carter Page III hat viel zu tun. Als Lynn, Ehefrau eines liberalen Senators, ihren Lover ermordet vorfindet, bittet sie Carter um Hilfe. Um Lynn zu schützen, behauptet Carter, er hätte die Leiche entdeckt. Ein Freundschaftsdienst, der eine Lawine ins Rollen bringt. Carter, selbst Sohn eines einflussreichen Politikers, findet sich unversehens in einem Netz aus Intrigen, Unterstellungen und Klatsch wieder, aus dem es kein Entrinnen gibt...
Kritik • THE WALKER • 14. Februar 2007 • Die Tageszeitung
Laut Harald Fricke seziert der Regisseur gern, wie der Einzelne abstürzt. "Mit entsprechend präzisen Bildern nimmt er sich auch Carter vor: Immer wieder saugt sich die Kamera in Großaufnahmen an Harrelsons Gesicht fest, versucht dessen Enttäuschung und Orientierungslosigkeit sichtbar zu machen, als sich die feinen Damen von ihm abwenden. Gleichwohl ist der alerte Emporkömmling stets beherrscht, verbieten es ihm Stolz und Tradition, irgendein Gefühl angesichts der Schmähungen zu zeigen. Als Spiegel dieser Undurchdringlichkeit gleitet der Film an wunderbar ornamentierten Oberflächen entlang, kreiselt über kostbare Stofftapeten und delektiert sich an einem erlesenen Set aus Seidenkrawatten."