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DIE FÄLSCHER

DIE FÄLSCHER

Regie Stefan Ruzowitzky
Kinostart 22.03.2007

Kritiken • DIE FÄLSCHER

23. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Der Freitag

"Die privilegierte Stellung der Fälscher-Crew räumt dem Regisseur das Privileg ein, seine Charaktere einmal nicht als Opfer, sondern in ungewohnt starker Weise aufspielen zu lassen.", schreibt Barbara Schweizerhof. "Die einen fühlen sich zutiefst gedemütigt dadurch, von den Nazis auch noch zu illegalen Handlungen gezwungen zu werden, den anderen verschafft gerade dieser Aspekt des Illegitimen eine gewisse Genugtuung. Ruzowitzky lässt einige mit deutlicher Dialekt-Färbung sprechen und macht damit den Prozess des "Aus Deutschen wurden Juden" rückgängig. Auch stoßen die verschiedensten Moralbegriffe hier aufeinander: Der Eine will politisch handeln, der Andere nur überleben."

22. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer führt ein Gespräch mit dem Kameramann Clemens Neuenfels über seine Arbeit für den Spielfilm DIE FäLSCHER und sein Konzept des "psychologischen Dokumentarismus".

22. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Als gut geschrieben, perfekt gespielt und doch vergeigt bezeichnet Daniel Kothenschulte den Film. "Schnell vergessen aber ist dabei, dass es einmal gute Gründe gab im Kino, wenigstens eine Sache nicht zu fälschen, jedenfalls nicht so wie jeden anderen Spielort der Geschichte. Jeder Architekt kann ein Konzentrationslager als Kulissenstadt errichten, doch wenn es sich ein Film gleich darin gemütlich macht wie in einer Westernstadt, dann läuft hier etwas gründlich schief."

22. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Neues Deutschland

Katharina Dockhorn unterhält sich mit Regisseur Stefan Ruzowitzky.

22. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Die Zeit

Beeindruckend findet Susanne Schmetkamp den Film. "Eine sehr direkte Erzählweise und eine durch die agile Handkamera von Benedict Neuenfels erzeugte Ästhetik der Gegenwärtigkeit ziehen den Zuschauer in das Geschehen, ohne dass je die Grenze zum Betroffenheitskino überschritten würde. Und dass sich die Konflikte in den Gesichtern und an der Körpersprache ablesen lassen, ist nicht nur dem Schauspiel, sondern eben auch dieser hochaufmerksamen Kamera zu verdanken. Sie fängt die kleinsten Details ein."

21. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Der Spiegel

Ein KZ-Drama ohne Helden und handelsübliche Holocaust-Emblematik sah Christian Buß. "Dass Ruzowitzky seine Holocaust-Annäherung nun gleichsam als Variation eines Ganovenfilms anlegt, mag erstmal wie ein riskanter cineastischer Coup wirken. Doch in der Unterwanderung der starren Völkermord-Emblematik setzt der Blütenkrimi dann vielleicht doch mehr Erkenntnisse frei über die Um- und Entwertung menschlichen Lebens als manch andere themenverwandte Arbeiten. ... Wo in anderen NS-Dramen die immer gleichen Nazi-Pappkameraden aufmarschieren und Hitlerdeutsch nachplappern, bringt hier der großartige Devid Striesow als SS-Mann mit abgründiger Beiläufigkeit die verbrecherische Struktur des Dritten Reichs auf den Punkt. Der Mann gibt sich nicht als scharfer Hund, sondern als weltgewandter Handelsreisender."

21. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Die große Frage dieses Films ist eine moralische, meint Anke Westphal: Wie weit kann und darf man gehen, um das nackte Leben zu retten? "Sicher will Stefan Ruzowitzky auch aufklären über diese Episode deutscher Geschichte, aber er will sein Publikum ebenso gut unterhalten. Das schafft er auch - nur gewinnt man mitunter den Eindruck, dass der zeitgeschichtliche Rahmen in seiner Entsetzlichkeit dabei stört. Seinen größten Konflikt kann dieser Film nicht lösen: den zwischen Ganovengeschichte und Holocaust-Drama; beides verlangt nun mal seinen eigenen Erzählton."

21. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Jungle World

Kerstin Eschrich lobt den Film als einfühlsame Annäherung an die reale Geschichte des Geldfälscherkommandos im KZ Sachsenhausen. "Ein Spielfilm, der durch seine intelligente, facettenreiche Machart und seine Leichtigkeit beeindruckt, eine Seltenheit bei deutschen Produktionen."

19. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala verzichtet der Regisseur auf die große Geste. "Vor allem aber sorgt die ausgeklügelte Kombination gemischter Charaktere unter den Insassen dafür, dass DIE FÄLSCHER sich von den Vorgängerfilmen signifikant unterscheidet. Diese aus anderen KZs zusammengeholten Gefangenen versuchen allesamt, ihre Haut zu retten, und der Zuschauer hat in Sachen Identifikation die freie Wahl. ... Natürlich ist das – auch – Genre. Und wohl der erste KZ-Krimi der Filmgeschichte. Nicht dass wir viele davon brauchen würden: Aber Ruzowitzky gelingt es, das Restleben dicht an der Exterminierungszone des Lagers echt erscheinen zu lassen."

19. März 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Der Tagesspiegel

Martin Schwickert unterhält sich kurz mit dem Regisseur.

12. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Mathias Raabe berichtet von der nächtlichen Premierenfeier.

12. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Eigentlich hätte der Regisseur diese Geschichte als Gaunergeschichte erzählen sollen, meint Jens Balzer. "Mit großer Sorgfalt führt Regisseur Ruzowitzky seine Darsteller durch diese Situationen; allen voran glänzt Karl Markowics, der seinen Fälscherkönig mit sachangemessener Undurchdringlichkeit spielt. In eigentümlichem Missverhältnis zu dieser theatralischen Präzision steht freilich die Banalität der filmischen Mittel, der Einstellungen, Schnitte und Farben. Gerät die Lage besonders verzweifelt, werden die Bilder verlässlich ins grisselige Sepia aus dem Standardtuschkasten für KZ-Filme getunkt. Keimt Hoffnung, beschallt Ruzowitzky die Szene mit einer Mundharmonikamelodie. ... So schwebt man meist etwas haltlos über dem Film: weil er sich keine offene Künstlichkeit, keine Spielräume in der Subjektivierung der Bilder gestattet."

12. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Die Tageszeitung

Leicht unbeholfen nennt Cristina Nord den Film. Die Filmemacher laufen "Gefahr, über der Virtuosität und der Verspieltheit der Bilder den Ernst der Sache zu verkennen, wie Sorowitsch mit seiner Virtuosität als Fälscher den Effekt seines Tuns für die Kriegsökonomie außer acht lässt. Ein Dilemma, das sich so wenig auflösen lässt wie die Frage, ob ein Konzentrationslager als Schauplatz für einen dem Krimifach entlehnten Spielfilmplot taugt. Wo DIE FÄLSCHER moralischen Diskurs und geldfälschende Frivolität gegeneinander antreten lässt, hat der Film etwas unbeholfen Dozierendes; zugleich entwickelt Ruzowitzky dreidimensionale Figuren und vermeidet jede Form der Viktimisierung, indem er die Häftlinge als Akteure begreift."

12. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sieht die Fehler des Films: "Hauptdarsteller Karl Markovics ist überaus bezwingend als ein Mann, der schon in Freiheit ein Überlebenskünstler war und sich nun jeden neuen Tag von den Nazis mit seinen Fälschungen erkauft. Schnell vergessen aber ist dabei, dass es einmal gute Gründe gab im Kino, wenigstens eine Sache nicht zu fälschen, jedenfalls nicht so wie jeden anderen Spielort der Geschichte. Jeder Architekt kann ein Konzentrationslager als Kulissenstadt errichten, doch wenn es sich ein Film gleich darin gemütlich macht wie in einer Westernstadt, dann läuft hier etwas gründlich schief."

11. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier fühlt sich etwas betrogen: Der Konflikt gerät "in der Mitte des Films an einen toten Punkt. Ständig tauschen die Figuren die gleichen Positionen aus, und weil sie nichts tun können, außer die Herstellung des Geldes zu verzögern, fehlt es dem Film an einem handlungstreibenden Element. Wenn dann schließlich aus heiterem Himmel ein Bündel frischer Dollarscheine auf den Tisch fliegt, ohne dass auch nur angedeutet würde, wie sie hergestellt worden sind, fühlt sich der Zuschauer selbst betrogen. Die großartigen Darsteller, vor allem auch Devid Striesow und Martin Brambach in den Rollen von Nazis, tragen DIE FÄLSCHER über die Schwächephasen hinweg."

11. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Der Tagesspiegel

Über DIE FÄLSCHER muss man nicht die zwanzigste Tabubruchdebatte führen, stellt Harald Martenstein fest. "Es ist die unkonventionelle Zeichnung der Personen, die aus den "Fälschern" einen immerhin bemerkenswerten Film macht. Bei den Häftlingen vermeidet Ruzowitzky, der auch das Drehbuch geschrieben hat, jede Anspielung auf das Jüdische, wie sonst üblich, da gibt es mal keinen Sabbat, keinen Klezmer im Hintergrund und keine auffälligen Bärte. Es sind normale, das heißt: durchschnittliche und unauffällige Deutsche, die Mundart reden und dumme Witze erzählen, Handwerker, kleine Leute, bekannte Schauspielergesichter zum Teil, zufällig halt Juden. ... So vermeidet Ruzowitzky die Fußangeln des Philosemitismus."

11. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • festivalblog.de

Stimmig nennt Tiziana Zugaro-Merimi DIE FÄLSCHER. "Die sensible Darstellung des Kampfes der Häftlinge im allgemeinen und Sorowitsch im besonderen zwischen Überleben und Gewissen macht diesen großartig gespielten Film zu einem bisherigen Höhepunkt des Wettbewerbs. Man meint zwar, man hat nun über die Nazizeit schon alles auf der Leinwand gesehen, was es zu sehen gibt. Aber dieser Film beschreibt eine nahezu unglaubliche Geschichte, und macht die Protagonisten, die daran beteiligt sind, lebendig. Es gibt eben immer doch noch eine neue Geschichte, die es lohnt kennzulernen."

10. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Frank Junghänel ist Adolf Burger begegnet, der die Geschichte erlebt hat.

10. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk spricht mit dem Regisseur über DIE FÄLSCHER und die deutsche Geschichte.

08. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Die Zeit

Evelyn Finger hat den jüdischen Kommunistes Adolf Burger in Prag besucht. Er überlebte den Holocaust, weil er im KZ Falschgeld drucken musste. Seine Erinnerungen bilden die Vorlage für den Film.

07. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

06. Februar 2007 | DIE FÄLSCHER • Kritik • arte.tv

Datenblatt des Films.

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