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SCHWERE JUNGS

SCHWERE JUNGS

Regie Marcus H. Rosenmüller
Kinostart 18.01.2007

Kritiken • SCHWERE JUNGS

21. Januar 2007 | SCHWERE JUNGS • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Julian Hanich sieht der Film gut aus, kommt aber nur ruckelnd in Fahrt. "Statt erneut leichthändig mit bayerischen Stereotypen zu hantieren, verhebt [der Regisseur] sich mit SCHWERE JUNGS an seinen Oans-zwoa-gsuffaner-Trachtlern und Fingerhaklern. Schlimmer noch: Unterm Firnis der Komödie lugt sogar patriotisches Erbauungskino hervor, das homophobe Scherze nicht scheut."

19. Januar 2007 | SCHWERE JUNGS • Kritik • Der Spiegel

Stromlinienförmig fügt sich der Film ins Mainstreamkino ein, kritisiert Jenny Hoch. "Während die Bayern-Klischees in WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOT immer überraschend verpackt waren, wirken sie hier abgestanden. Das mag daran liegen, dass Rosenmüller diesmal das Drehbuch nicht selbst geschrieben hat, sondern diese Aufgabe Philipp Roth überlassen hat. Dem fehlt erkennbar der Wille oder die Fähigkeit zu einer Geschichte mit vogelwildem Lokalkolorit. Und so wirkt SCHWERE JUNGS streckenweise wie ein Abklatsch der amerikanischen Erfolgskomödie COOL RUNNINGS, in der ein jamaikanischer 100-Meter-Läufer als Bobfahrer erfolgreich wird."

18. Januar 2007 | SCHWERE JUNGS • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz vergleicht den Film mit DAS WUNDER VON BERN. Dem Film liegt "der nachkriegsdeutsche Traum zu Grunde, die Vergangenheit mittels Erfolg zu verdrängen. Doch anders als Wortmann, der aus Depression und Euphorie einen nationalen Gründungsmythos zusammenbraut, spiegelt Rosenmüller den damaligen Kummer nicht in seinen Charakteren. Er wählt stattdessen den formalen Bezug auf den realitätsflüchtigen Unterhaltungsfilm der 50er-Jahre und versucht es mit der Ironie. Nur muss man schon ein an Valentin geschulter Um-die-Ecke-Denker sein, um ihm auf diesem Weg folgen zu können."

18. Januar 2007 | SCHWERE JUNGS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sascha Westphal ist vom zweiten Film des Regisseurs enttäuscht; das Nachfolgewerk hat nichts Individuelles mehr an sich. "Ein Klischee reiht sich ans nächste. Das kann auch der Hinweis, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, nicht verschleiern. So fehlt gerade der Rivalität zwischen dem von dem Newcomer Sebastian Bezzel gespielten Gamser und dem von Nicholas Ofczarek erschreckend eindimensional verkörperten Dorfler jede echte Dynamik. Sie bleibt ein bleiernes Konstrukt, das außerdem noch überladen wirkt, weil es das soziale Gefälle im Nachkriegsdeutschland illustrieren soll."

18. Januar 2007 | SCHWERE JUNGS • Kritik • Neues Deutschland

Für Marion Pietrzok ist die Komödie vor allem eine Ode an wahre Freundschaft und eine Liebeserklärung an den Bobsport, Bayern und Bier. "Wem es schmeckt, dürfte auch Marcus H. Rosenmüllers zweiten Film mögen und Gefallen finden an den Slapstick-Einfällen, derb-bayerischem Sprachwitz und Großaufnahmen nackter Übergewichte. An schallenden Watschen, zünftiger Blasmusik, 50er Jahre-Schnulzen und – ganz herrlich – dem fürchterlichen Fauchen der Bobkufen im Eiskanal. Torsten Breuers Kamera bietet vor allem als fliegendes Auge was fürs Auge. Philip Roths Drehbuch scheidet deutlich in Gute und Böse und bleibt – wo's politisch konfliktträchtig wird – versöhnlich."

15. Januar 2007 | SCHWERE JUNGS • Kritik • br-online.de

Für Margret Köhler läuft der Film auf intellektueller Sparflamme. "Trotz überzeugender Schauspieler erinnert das Ganze an einen leicht angestaubten Komödienstadl aus vergangener Zeit, statt subversivem Charme oder liebevollem Humor wie in WER FRÜHER STIRBT IST LÄNGER TOT dominiert lauter Klamauk für die Anhänger der Schenkelklopfer-Fraktion. ... Was bei Sönke Wortmanns DAS WUNDER VON BERN anrührte, lässt beim Wunder von Oslo relativ kalt, vielleicht weil die korpulenten Klötze im Strickstrumpf nicht besonders sympathisch wirken in ihrer Haudrauf-Mentalität und ständige Kloppereien zwischen erwachsenen Männern nur bedingt sexy sind, vielleicht weil eine wirkliche Identifikationsfigur fehlt."

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