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ROCKY BALBOA

ROCKY BALBOA

Regie Sylvester Stallone
Kinostart 08.02.2007
Genre Drama

Kritiken • ROCKY BALBOA

09. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Berliner Zeitung

Annett Heide sieht in dem Boxer Chuck Wepner den wahren Rocky. Sylvester Stallone hat ihn beim Kampf gesehen und daraus seine Geschichte entwickelt.

08. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Der Spiegel

Jan Philipp Reemtsma fragt, ob die sechste Runde im Ring gut gehen konnte? "Stallone wollte einen endgültigen Abgesang drehen - und das gelingt ihm. Er zeigt, wie im ersten Teil, dass er ein guter Schauspieler sein kann, wenn es das Drehbuch hergibt. Das hat jetzt aus dem Rocky-Stoff fast alle Egomanie und allen Narzissmus herausgenommen; die Erkenntnis, dass der Film nur so gelingen konnte, ist Stallone hoch anzurechnen. Dennoch gibt es ein Schema der Rocky-Filme, das eingehalten werden muss, und hier, denkt man, muss das Konzept dieses Films scheitern."

08. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Die Tageszeitung

Eine gefühlvolle Studie über das Altern sah Barbara Schweizerhof. "Man könnte so viel wichtige Dinge schreiben über ROCKY BALBOA: Über den bedenklichen Umgang mit Hautfarben und wie jedes Bemühen um Political Correctness als Rassismus auf Stallone zurückschlägt. Oder darüber, ob das nun ein Pro-Bush-Film ist. Aber es wäre alles auch ein wenig überinterpretiert. Wer die anderen Rocky-Filme mochte, wird von diesem enttäuscht sein. Stallone selbst mag seinen Rocky, und vielleicht deshalb mutet er dem Zuschauer nicht zu, seinen 50-jährigen Exchampion noch einmal gewinnen zu lassen. Er zeigt lediglich, dass er sich noch behaupten kann. Das ist in dem Alter schon Triumph genug."

08. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Der Tagesspiegel

Sylvester Stallone landet schließlich doch in der Narzissmusfalle, schreibt Martin Schwickert. "Denn im letzten Filmdrittel versinkt die liebevolle Figurenzeichnung und augenzwinkernde Selbstironie geradewegs in peinlichen Omnipotenzfantasien. Dabei ist Stallones von jahrzehntelangem Bodybuilding gezeichneter Oberkörper alles andere als ein erbaulicher Anblick, und die hektische Schnittfolge macht klar, dass hier heftig herumgetrickst werden musste, um einen halbwegs glaubhaften Kampf zwischen Rocky und Dixon zustande zu bekommen."

08. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Michael Kohler hat der Regisseur die Zeichen der Zeit erkannt. "Wie seine Figur will es auch Sylvester Stallone noch einmal wissen und findet beim Verprügeln von Schweinehälften tatsächlich zurück zu alter Form. ROCKY BALBOA ist nicht nur die Rettung für Stallones Lebenswerk, dank dieses Films schreibt er sich endgültig in die Annalen einer in überlebensgroßen Kitsch verliebten Filmgeschichte ein. Einen besseren Abgang könnte es für ihn nicht geben: Der Superstar der 1980er Jahre verglüht als Supernova der Nostalgie. ... Sylvester Stallone war schon immer klüger als sein zum Markenzeichen gewordener Dackelblick verrät."

07. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling fragt sich, warum sich Sylvester Stallone so etwas wie ROCKY BALBOA antut? "Über seine Muskulatur ziehen sich eng mäandernde Blutgefäße, die fatal an Stacheldraht erinnern; seine Unterlippe hängt so traurig herunter wie welke Blumen aus der Vase. Will Sylvester Stallone noch einmal etwas beweisen ... Man weiß es nicht, und dieser Film hier erzählt es einem auch nicht. ROCKY BALBOA variiert das Schema von der unwillig angenommenen Herausforderung und unverhofften, wackeren Bewährung. ... Die Saft- und Kraftlosigkeit von ROCKY BALBOA jedoch macht nicht mal alten Boxern Mut."

01. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Die Zeit

Für Katja Nicodemus weist Sylvester Stallone den Weg in die Rentnergesellschaft. "Keine Frage, Stallones 'Tu was du tun musst'-Geschwafel ist nicht mehr am Puls der Zeit. Und natürlich tut es auch weh, den Mann, der in völlig zu Unrecht vergessenen Siebziger-Jahre-Softpornos seinen Körper ganz entspannt auf Flokatiteppichen präsentierte, drei Jahrzehnte später beim Training keuchend auf Rinderhälften einschlagen zu sehen. Aber es geht eben auch um einen nicht ganz unironischen Kampf gegen das eigene Verschwinden."

01. Februar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • film-dienst 03/2007

Laut Hans Messias bietet der Film keine radikale Abkehr vom selbst geschaffenen Leinwand-Mythos, sondern beschwört ihn ein letztes Mal. "Dabei spielt der Mythos, das Glaubensbekenntnis "they never come back" widerlegen zu wollen, natürlich eine besondere Rolle und ist ein nahezu unverzichtbarer Bestandteil des Boxfilm-Genres. Im Falle von ROCKY BALBOA verhält es sich freilich ein wenig anders: Fast scheint es, als wolle sich Autor, Regisseur und Darsteller Sylvester Stallone das überaus erfolgreiche "Box alter ego" mit allen Mitteln vom Hals schaffen und für sich persönlich einen Schlussstrich ziehen. Das Ergebnis ist alles andere als befriedigend ausgefallen."

30. Januar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • br-online.de

Gelungen findet Gunnar Mergner den 6. Teil der ROCKY-Saga. "Glaubenssätze aus einer katholischen Einwandererfamilie sind das, die als Vermächtnis wohl noch gesagt werden mussten. Nach einer in Nostalgie und Selbstmitleid ersaufenden ersten halben Stunde, in der alte Männer Glückskeks-Weisheiten absondern, hört man sich das auch gerne an. Weil man ihn mag, den doofen, moralisch aufrechten alten Schlägertypen. Der sechsten Fortsetzung, der dünnen Story und der uninspirierten Regie Stallones zum Trotz. Spätestens wenn Bill Contis legendäre Filmmusik-Fanfaren zum letzten Gefecht tröten, dann ist man sowieso wieder mittendrin, im Ring, und stramm an der Seite des chancenlosen Außenseiters."

12. Januar 2007 | ROCKY BALBOA • Kritik • Der Spiegel

Hollywood-Star Sylvester Stallone stellte in Köln seinen neuen Film ROCKY BALBOA vor. Uh-Young Kim konnte dabei nicht mehr zwischen Kunstfigur und reale Person unterscheiden. "Zu Bill Contis Klassiker-Soundtrack wird dabei der eigene Bilderfundus geplündert und fetischisiert - von den bekannten Schauplätzen über die originalen Schildkröten bis zu den Schweißflecken auf dem grauen Trainingsanzug. Das erzählerische Grundgerüst baut unverändert auf der Verkettung von Krise, Lösung (durch eine Frau), Training, Kampf und Triumph auf. Orgiastisch werden dabei Szenen früherer Folgen ineinander montiert. So entsteht eine Art Meta-Rocky, der vertraut wirkt und gleichzeitig mythologisch überhöht ist."

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