TAKVA - GOTTESFURCHT
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Inhalt • TAKVA - GOTTESFURCHT
Seit mehr als 30 Jahren führt Muharrem ein schlichtes Angestelltendasein in demselben traditionellen Viertel Istanbuls, in dem er auch geboren wurde. Bescheiden und introvertiert, in ärmlichen Verhältnissen lebend, hält sich der einsame Mann strikt an die islamischen Gebote: Er betet viel und übt sich in sexueller Enthaltsamkeit. Aufgrund seiner gläubigen Hingabe werden die Führer einer reichen und mächtigen religiösen Gruppe auf Muharrem aufmerksam. Weil er als vertrauenswürdig und pflichtbewusst gilt, bieten sie ihm ein Stellung an: Er soll die Mieten ihrer zahlreichen Liegenschaften einholen. Muharrem wird neu eingekleidet, mit einem Handy und einem Computer versorgt - und findet sich in einer Welt wieder, der er bislang erfolgreich aus dem Weg gehen konnte.
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Crew • TAKVA - GOTTESFURCHT
Regie: Özer Kiziltan
Darsteller: Güven Kiraç, Meray Ülgen, Erkan Can, Öznur Kula, Erman Saban ...
Verleih/Copyright: Rif Film
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TAKVA - GOTTESFURCHT
Kritik • TAKVA - GOTTESFURCHT • 12. Februar 2007 • Berliner Zeitung
Laut Ralf Schenk zeigt der Film die innere Spaltung der Türkei. "Mit TAKVA blickt Regisseur Özer Kiziltan hinter die sonst fest verschlossenen Türen der Strenggläubigen. Am stärksten ist sein Film, wenn er nahe am Dokumentarischen entlang inszeniert: Das Motiv der betenden Männer, die in der Moschee ihre Oberkörper kreisen lassen und sich mit verzücktem Blick in Trance singen, steht für eine massenhafte Weltflucht, die keinen Raum für das eigene Denken lässt, sondern nur den suggestiven Eingebungen durch die muslimische Obrigkeit vertraut. ... So macht TAKVA die Angst "einfacher", erzkonservativer Muslime vor der modernen Welt sichtbar und kritisiert die religiösen Führer, die aus dieser Angst Profit schlagen."
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