Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

LADY VENGEANCE

LADY VENGEANCE

Regie Park Chan-wook
Kinostart 11.01.2007

Kritiken • LADY VENGEANCE

13. Januar 2007 | LADY VENGEANCE • Kritik • Der Spiegel

Julia und Rüdiger Sturm erklärt der Regisseur, warum er Hollywoods Gewaltästhetik viel schlimmer findet als seine eigene.

11. Januar 2007 | LADY VENGEANCE • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film lotet laut Julia Teichmann ethische, moralische und philosophische Dimensionen von Rache, Vernunft und Schuld aus. "Park Chan-wook erzählt in Schleifen; es gibt Rückblenden, die nach und nach die Vorgeschichte enthüllen; manchmal wirft die Kamera einen Blick in die Zukunft, surreale Traumsequenzen sind dazwischen geschaltet. Der Soundtrack des Films, der sich vor allem aus Stücken von Vivaldi zusammensetzt, organisiert die Opulenz der Bilder und unterstreicht die formale Perfektion dieses Films, der 2005 sehr erfolgreich in südkoreanischen Kinos lief. Das vielschichtige, ausufernde, chronologisch gebrochene Geschehen wird in die Stringenz, die unumstößliche Logik barocker Musik eingebettet."

11. Januar 2007 | LADY VENGEANCE • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen beharrlichen Stilwillen hat Julian Hanich bei dem Regisseur ausgemacht. "Der Film hüpft zwischen den Zeitebenen hin und her wie ein aufgescheuchtes Rehkitz – weshalb es ungewöhnlich lange dauert, bis man in diesem Film einigermaßen zu Hause ist. Mit fortschreitender Dauer delektiert sich Park zunehmend an seinen Gewaltexzessen, und über den Zuschauer bricht in den 112 Minuten eine Lawine an Sinnesreizen und Affekten herein. Nur: Geht es Park auch sonst noch um was? Weit hinten in den zerebralen Untiefen des Kritikergehirns mäandert die dumpfe Ahnung, dass der Regisseur etwas zum Thema Selbstjustiz beisteuern möchte."

03. Januar 2007 | LADY VENGEANCE • Kritik • br-online.de

Florian Kummert nennt Park Chan-wook einen barocken Filmemacher, der üppige Symbolik liebt, Verzierungen und Ausschweifungen. "LADY VENGEANCE ist in weiten Strecken ein stiller, zurückhaltender Film, brillant komponiert und von grausamer Eleganz, aber bei weitem nicht so wild und blutig wie sein Vorgänger OLDBOY. Dafür stellt er dem Zuschauer unangenehme Fragen, über das Recht auf Selbstjustiz, über die Mechanismen von Gewalt, von Hass und Vergebung. Über Täter und Opfer, die selber zu Tätern werden. LADY VENGEANCE glüht mit einer extremen psychologischen Intensität, die einen auch nach Tagen noch in ihren Bann zieht."

02. Januar 2007 | LADY VENGEANCE • Kritik • film-dienst 01/2007

Rache ist für diesen Regisseur etwas Ernsthaftes, behauptet Rüdiger Suchsland. Dabei versagt sich der Film "ebenso allen Sadismen und reaktionären Zügen, die US-Filme über Rache und Selbstjustiz prägen wie reiner Ästhetisierung à la KILL BILL – bei aller Brillanz –, wie auch umgekehrt dem Übermut des guten Gewissens, der moralisch Arroganz all jener, die jedes Rachedenken von vornherein von sich weisen. ... LADY VENGEANCE ist, wie seine beiden Vorgänger, eine moralische Fabel. Voller Zärtlichkeit für die Hauptfigur, voller Sinn für filmische Poesie und Schönheit ist dem Regisseur ein Meisterwerk gelungen."

06. September 2005 | LADY VENGEANCE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Koreaner Park Chan-wook gibt seinen mitunter grausig-makaberen Genrefilmen gern ein anspruchsvolles Design als reizvolle Zugabe mit auf den Weg, schreibt Daniel Kothenschulte. "Seine neueste Rachegeschichte SYMPATHY FOR LADY VENGEANCE über eine verurteilte Kindsmörderin, die mit Hilfe trauernder Eltern einen Päderasten zur Strecke bringt, ist jedoch derart blödsinnig geschrieben, dass man seinen Bildern mehr Aufmerksamkeit entgegenbringt als zuträglich. Wie durchschnittliche Illustriertenfotos liefern sie den schnellen Hingucker, ein schickes Nichts, das keinem zweiten Blick stand hält."

05. September 2005 | LADY VENGEANCE • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel sah schiere Eleganz. "Park Chan-wook, der für Filme wie OLD BOY verehrt wird, glänzt auch hier mit aberwitzigen Einfällen, tollen Bildern und verwegenen Grausamkeiten - aber wenn er dann die Eltern aller getöteten Kinder zu einem Kollektiv-Lynchmord am Killer antreten lässt und sie mit Videos der gefesselten Kids zur Tat aufpeitscht, ist man auch ziemlich abgestoßen von der reißerischen Moral des Films."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,33753