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KARGER

KARGER

Regie Elke Hauck
Kinostart 30.08.2007

Kritiken • KARGER

30. August 2007 | KARGER • Kritik • Berliner Zeitung

Als still und groß bezeichnet Jan Brachmann den Film. "Elke Hauck hat mit KARGER nicht nur den Dialekt des Sächsischen aus dem Zwang zur Komik und Niedlichkeit befreit und ihm die Würde ernster Lebensbewältigung zurückgegeben. Sie hat auch eine Filmsprache gefunden (nicht erfunden), die sich den Lebensverhältnissen anpasst, die sie beschreibt. Es ist eine proletarische Sprache. ... So ist KARGER das stille, stumm-beredte Drama eines Mannes, der sich nicht mehr zurechtfindet in dem, was seine Heimat sein müsste, und der nie gelernt hat, nach dem Weg zu fragen."

30. August 2007 | KARGER • Kritik • Neues Deutschland

KARGER ist ein karger Film, stellt Heinz Kersten fest. "Statt die Zuschauer mit ermüdenden special effects von seinem Alltag abzulenken, hält er ihm einen Spiegel vor, in dem sich viele selbst erkennen können. ... Die Wortkargheit teilt KARGER mit anderen deutschen Filmen. Eine seiner Fluchten führt den aus der Bahn Geworfenen an die Elbe, auf der Eisschollen treiben: Metapher für eine menschliche Eiszeit. Am Ende verlässt er zum ersten Mal seine Stadt, um anderswo Arbeit zu finden. Ein Happy end ist auch das nicht."

28. August 2007 | KARGER • Kritik • kino-zeit.de

Katrin Knauth bezeichnet KARGER als gelungene Milieustudie. "Zugute kommt dem Film vor allem auch die beobachtende, eintauchende Kameraarbeit von Patrick Orth .... Patrick Orth blickt sehr präzise auf die Menschen, fängt in dokumentarischem Stil das ein, was um sie herum passiert. Um den Film zu mögen, muss man sich auf diese Art von Dramaturgie einlassen können. Es wird eben nicht dramatisiert, sondern eher nüchtern über die Realität und das blanke Leben erzählt. Es ist wie ein Kaleidoskop des Lebens und Karger kommt nicht gut dabei weg, was mit einer Spur Trostlosigkeit verbunden ist."

06. Juni 2007 | KARGER • Kritik • critic.de

Eine ostdeutsche Provinzdepression sah Claudia Wente. Das alles ist "irgendwie tragikomisch. Aber auch hochgradig menschlich. Der Film ist wie ein Blick ins Wohnzimmer der Nachbarn, ein bisschen wie ein Diaabend im Familienkreis. Die Geschichte ist fiktiv, die Dialoge erfunden, doch wirken die Figuren authentisch, das Werk dokumentarisch. Das liegt zum einen daran, dass die Regisseurin Elke Hauck für den Film in ihre eigene Heimatstadt zurückkehrte. Der kritische Blick derjenigen, die gegangen ist, mischt sich so mit dem liebevollen Blick derjenigen, die hier aufgewachsen ist."

21. Januar 2007 | KARGER • Kritik • Begründung der Jury des Max Opüls-Preises

"Dieser Film über einen starken, schwachen Mann, der Beruf und Familie verliert, ist berührend, beklemmend und voller Kraft. Elke Hauck hat sich mit solcher Genauigkeit ihren Figuren genähert, dass man immer wieder im Dokumentarfilm zu sein scheint. Gleichzeitig geht der Film mit seinen Protagonisten wie ein unbestechlicher und liebevoller Beobachter durch jede präzise gesetzte Einstellung, von Augenblick zu Augenblick. Wenn KARGER beim Verlassen der Stadt die Sonnenbrille aufsetzt und einen letzten Blick zurück wirft, wird diese einfache Handlung zu einer großen Geste des Kinos."

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