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ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS

ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS

Regie Park Chan-wook
Kinostart 17.01.2008

Kritiken • ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS

19. Januar 2008 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker entdeckt in dem Film Charlie Chaplin wieder. "Regisseure, die klüger sein wollen als ihre Figuren, sind nicht halb so unterhaltsam wie Park Chan-wook. Er macht mit dem Kino wie mit der Psychose ernst: Wirklichkeit ist nur eine Frage der richtigen Kontaktaufnahme. Und die Welt existiert grundsätzlich im Plural. In Anstalten wie der, in die Young-gun nun eingeliefert wird, merkt man das sofort. Es ist ein unwahrscheinlicher Zufall, dass zwei Menschen sich gerade in derselben aufhalten."

17. Januar 2008 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Berliner Zeitung

Für Julia Teichmann bietet ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS ein "Kino der surrealen Schauwerte: Es gibt viel zu sehen und wenig zu verstehen. Dass die narrative Stringenz in den Hintergrund tritt, fällt ob der Ideensalve, die auf den Zuschauer abgefeuert wird, ohnehin kaum auf. ... Aus der Begegnung der beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die romantischer und irrsinniger nicht sein könnte, als da unter vielem anderen noch wären: elektrostatische Flugsocken, Jodel-Duette vor Schäfer-Idyllen, eine Oma, die am Gummiband ins Jenseits zurückschnalzt und ein Reis-Megatron, das menschliche Nahrung in Energie umwandeln kann."

17. Januar 2008 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Die Tageszeitung

Als "romantische Komödie", allerdings eine mit Hang zum Delirium, bezeichnet Dietmar Kammerer den Film. "Leider wird der erzählerische Überschwang, den Park Chan-wook entfesselt, von keinem Gegengewicht im Zaum gehalten, seine Lust an der Improvisation wirkt unentschlossen, nicht entspannt. Eine der Patientinnen leidet unter Mythomanie: dem Zwang, Geschichten zu erzählen, egal wie unwahrscheinlich oder inkonsistent sie sind. Davon scheint auch das Drehbuch infiziert. So besteht der Film aus vielen charmanten Einfällen."

17. Januar 2008 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Filme über psychische Erkrankungen gibt es viele; ihre Protagonisten sind nicht besser dran als die edlen Wilden im Western. Hier blickt Heike Kühn in ihren Kopf, und wenn die Explosionen sich gelegt haben, weiß sie, dass man bei der Geburt eines neuen Kinos zugesehen hat. "Diese funkelnde Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit von Sinneseindrücken, Weltentwürfen, Lebenszeichen und Lebenslügen behält der Film bei. Die Liebesgeschichte, die er spinnt, ist (ganz) schön verrückt."

17. Januar 2008 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Neues Deutschland

Eine rasante Achterbahnfahrt für die Wahrnehmungsorgane, war der Film für Gunnar Decker. "ICH BIN EIN CYBORG ist der Versuch, sich dem Computerzeitalter mit ähnlich souveränem Witz zu nähern wie einst Chaplin dem Fließband. Das gelingt jedoch nur bedingt. Park Chan-wook zaubert einen Bilderrausch hervor, der sich sehen lassen kann. Ein überdimensionierter Videoclip der extravaganten Art. ... Das ist alles sehr hübsch fotografiert und witzig erzählt – jedenfalls eine halbe Stunde lang. Dann beginnt es zu kreisen wie ein etwas nerviges Computerspiel, das einen mit den ewig gleichen Bildern füttert. Aber immerhin: die Obsessionen sind echt und vielleicht kommt mancher Mensch ja tatsächlicher erst als Roboter zu sich."

17. Januar 2008 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Der Spiegel

Die bonbonfarbenen Romanze hat es Daniel Sander angetan: "Das mag sich albern anhören, ist aber so entwaffnend romantisch und steckt so voller absurder Ideen, dass man fast die Tragödie übersieht, die der Film eigentlich abbilden will – in der Wahrnehmung von Park Chan-wook sind wir mittlerweile alle Cyborgs, die in ihrer fast voll automatisierten Umgebung vor allem funktionieren müssen, Maschinen in menschlicher Hülle, die kurz davor sind, dass ihnen der für die Vernunft zuständige Schaltkreis durchbrennt. Die Welt ist ein kalter und einsamer Ort, in der es Liebe und Freundschaft nur noch dort gibt, wo die unliebsamen Element der Gesellschaft hingesperrt werden, in der Irrenanstalt."

10. Januar 2008 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • critic.de

Hier geht es nicht um die soziale Wirklichkeit sondern um style, stellt Lukas Foerster fest. definiert sich zu einem nicht geringen Teil über die extravagante Optik. Im Gegensatz zu anderen ostasiatischen Ästhetizisten wie Pen-ek Ratanaruang (INVISIBLE WAVE, 2006) oder Wong Kar-wai vertraut der Koreaner nicht so sehr auf die der Werbebranche entlehnte Hochglanzoptik, sondern setzt sein Arsenal digitaler Special Effects zur Konstruktion fantasmatisch-niedlicher Traumwelten ein, die von Ferne an Michel Gondrys Meisterwerk SCIENCE OF SLEEP - ANLEITUNG ZUM TRÄUMEN erinnern. Nur leider fehlt bei Park Chan-wook nicht nur der gondrysche Retro-Charme, sondern auch jegliche ironische Brechung."

25. Oktober 2007 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel lobt den Film: "Park – und gerade das zeichnet seine Filme neben all ihrer visuellen Raffinesse aus – verliert zu keiner Zeit seine Charaktere und ihre Befindlichkeiten, Wünsche, Ängste und Sehnsüchte aus den Augen. Statt die Eigenarten der Klinik-Insassen als reine humoristische Nummernrevue zu benutzen, etabliert er dank jedes einzelnen Charakters ein skurriles, ebenso komisches wie tragisches Paralleluniversum. ... Park bombardiert den Zuschauer aber nicht nur mit visuellen Spielereien und abgedrehten Ideen, zu denen jodelbesessene Asiaten und blinkende Zehennägel gehören, vor allem erzählt er eine ergreifende Geschichte von der häufig schwierigen Suche nach Identität und Individualität."

13. Februar 2007 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer hat sich mit Asiens bedeutendstem Popstar Jung Ji-hoon alias Rain unterhalten, der in ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS die männliche Hauptrolle spielt.

10. Februar 2007 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer lobt den Regisseur: "Park Chan-wook hat aus diesem Motiv einen warmen, wunderbar ausgestatteten und -gemalten, vor Zitaten nur so überquellenden Liebesfilm gemacht. ... [Es gibt] die bezauberndste Liebesszene, die seit langem in einem Berlinale-Wettbewerb zu sehen war: Im Heizungskeller der Psychiatrie, zwischen schnaufenden, dampfenden und - vor allem - allerliebst pinkfarben umpuschelten Warmwasserrohren schneidet er ihr eine Tür in den Rücken und greift tief in ihr Innerstes: dorthin, wo die zartesten Zahnräder sich drehen."

10. Februar 2007 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Die Tageszeitung

Herrlich abstrus nennt Bert Rebhandl das Werk. "Bei allem surrealen Überschwang geht es aber auch hier im Kern um ganz gewöhnliche Gefühle. Sie müssen nur allmählich freigelegt werden, und das dauert bei Young-goon eine Weile. Sie lebt mit der fixen Idee, ein Roboter zu sein. Und wie sie da in der langen Reihe der uniform gekleideten Arbeiterinnen sitzt, wie Park Chan-wook seinen Film beginnt, ist diese Vorstellung gar nicht einmal abwegig. ... Eine ganze Stunde lang lässt Park Chan-wook seiner Fantasie die Zügel schießen. Er erfindet die abstrusesten Pathologien, versieht sie mit kleinen Vorgeschichten und taucht alles in eine psychedelische Atmosphäre, die sicher nicht gesund ist, aber ständig für Ablenkung sorgt."

10. Februar 2007 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke hat es herausgefunden: Der Regisseur macht sich die Perspektive der Delirierenden zu eigen, "in einer sonderbaren Verdrehung der romantischen Teeniekomödie und mit erfindungsreichen Bilden, elegantem Schnitt, großartiger Musik und entzückenden kleinen Momenten wie einen endlosen Kuss auf zischenden Düsen. ... Alles wäre gut - käme noch Parks charakteristische Präzision im Filmaufbau dazu. CYBORG ist weniger Handlung als Filmgedicht, und seinem flow muss man sich ausliefern, ohne den Halt narrativer Logik und dramaturgischer Orientierungspunkte, an die man sich im Kino gewöhnt hat. Doch gerade das Schrullige verlangt nach Genauigkeit. Poesie erst recht. CYBORG aber wirkt unkonzentriert, wie eine Improvisation."

07. Februar 2007 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

07. Februar 2007 | ICH BIN EIN CYBORG, ABER DAS MACHT NICHTS • Kritik • arte.tv

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