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GOODBYE BAFANA

GOODBYE BAFANA

Regie Bille August
Kinostart 12.04.2007

Kritiken • GOODBYE BAFANA

12. April 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Berliner Zeitung

Sabine Vogel glaubt an das Gute. "Das Märchen der südafrikanischen "Versöhnung", das natürlich sein Happy End noch lange nicht gefunden hat, wird in Bille Augusts Film einfach als Märchen einer unglaublichen Freundschaft erzählt. Daran zu glauben, tut gut."

12. April 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Berliner Zeitung

Mit dem Regisseur Bille August redet Marcus Rothe über Nelson Mandela, Gewalt und Vergebung.

12. April 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Die Tageszeitung

Einen tollen Unterricht in Sachen Antiapartheid hat Dietrich Kuhlbrodt besucht, aber trotz der großen Gefühle keine Träne geweint. "Aber was soll ich sonst mit einem Film anfangen, zu dem weiter nichts zu sagen ist als "Stimmt!" - "Genau so!" - "Hut ab!" - "Toller Unterricht!" - "Hausarbeit gemacht!" Und damit bin ich beim Einwand gegen eine Filmkritik, wie ich sie eben geschrieben habe. Denn ein Film wie "Goodbye Bafana" kann doch grade junge Zuschauer, die von Südafrika und seiner Freiheitsbewegung nichts gehört haben, bilden und auf den richtigen Weg bringen, und auch die Älteren schätzen es sehr, wiederzuerkennen, dass sie längst auf dem richtigen Weg sind."

12. April 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Der Tagesspiegel

Als Polit-Rührstück bezeichnet Martin Schwickert den Film. "Die Last der Verantwortung für die historische Figur ist dem Film deutlich anzumerken. Der narrative Umweg, den der dänische Regisseur anstelle eines simplen Biopics wählt, erweist sich dabei als Verhängnis. Eine brave Stationendramaturgie fädelt die Erweckungserlebnisse aneinander, um die weiße Identifikationsfigur zügig auf die Seite der Gerechtigkeit zu ziehen. Mandela wiederum (Dennis Haysbert mit sonorer, weihnachtsmännischer Aura) verhält sich allzeit so, wie man es von einem zukünftigen Friedensnobelpreisträger erwartet. Das ist nicht nur langweilig, sondern auch unwahrscheinlich."

10. April 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • film-dienst 08/2007

Für Stefan Volk ist der Film zu schön, um wahr zu sein. "Zugunsten eines glücksverheißenden Kinomärchens drängt es die geschichtliche südafrikanische Realität in den Hintergrund. Rassendiskriminierung und Gewaltherrschaft verschwimmen jenseits der Gefängnismauern zu Kulissen eines zwischenmenschlichen Kammerspiels. Nicht von der Apartheid erzählt der Film, sondern von der Menschheit im Allgemeinen. August träumt in GOODBYE BAFANA den schönen Traum von einer besseren Zukunft; ohne Rücksicht auf die historische Wirklichkeit."

10. April 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • critic.de

Die politischen Hintergründ sind laut Birte Lüdeking nicht wirklicher Bestandteil der Handlung. "Mandela ist der entrückte Held, der zum Schluss über seine Unterdrücker triumphieren und ihnen gleichzeitig verzeihen wird. Was genau ihn ausmachte und was er eigentlich in Gregory sah - außer der Tatsache, dass dieser seine Sprache beherrschte - bleibt verschwommen. Seine lang ersehnte Freiheit geht nicht unter die Haut, weil das Drehbuch nicht mitfühlen lässt, was es bedeutet, jahrzehntelang unfrei zu sein. Wenn Mandela Gregory gesteht, dass er seine Frau über zwanzig Jahre lang nicht berührt habe, dann ist das eigentlich ein Augenblick, der mehr bewegen sollte, als er es hier tut."

15. Februar 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Einen unbedeutender Film über einen bedeutenden Mann sah Daniel Kothenschulte. "Je erhabener dem Zensor seiner Briefe der Inhaftierte erscheinen mag, desto kleiner wird der zweistündige Film, der nichts vermittelt von der alltäglichen Folter, der Situation des ANC oder den politischen Problemen auf dem Weg zur Demokratisierung."

12. Februar 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Berliner Zeitung

Einen allzu verklärten Blick auf Südafrika bietet der Film laut Carmen Böker. "Blöderweise ist Bille Augusts Film GOODBYE BAFANA aber trotz dieses hohen Hit-Quotienten eine ziemlich verzichtbare Angelegenheit geworden. Überaus solide gearbeitet zwar und auch mit knapp zwei Stunden Laufzeit nicht zu länglich; schließlich kann immer mal wieder geprügelt, gebombt und gebarmt werden. Mit Joseph Fiennes wurde für die Rolle des Gefängniswärters James Gregory zudem ein Darsteller gefunden, dem man auch nach mehreren Jahrzehnten (die Zeitspanne reicht von 1968 bis 1990) noch gern beim Thermoskannenleeren und Zensieren von Briefen zusieht. Und dennoch, gegen die Märchenonkelhaftigkeit seiner Figur kann er nichts ausrichten - wie denn auch bei dieser Vorlage."

12. Februar 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Gute an diesem Film sind seine besten Absichten, schreibt Jan Schulz-Ojala: "Ein Film, dessen rechtschaffene Gesinnung jedem Schuss-Gegenschuss eingeschrieben ist. Ein Sonntagsfilm für das gute Gewissen. Andererseits lässt sich, leider, leider, manches Schlechte über Bille Augusts GOODBYE BAFANA sagen. Dass er nervtötend konventionell inszeniert ist zum Beispiel, mit bestürzend uninspiriert agierenden Darstellern. Dass er ein großes politisches Thema bloß situationen- und bildausbeuterisch aufs Kleinfritzchen- und Lieblieschen-Niveau herunterbricht. Dass da ein epochaler Umsturz der Verhältnisse bloß fürs kollektive Familienalbum privatisiert wird. Mit anderen Worten: Dass da jemand sein fulminantes Thema verschenkt – natürlich um es umso besser zu verkaufen."

11. Februar 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Der Spiegel

Für Lars-Olav Beier trägt der Film schwer an seinen Stars "und dem schauspielerischen Gefälle zu dessen Leinwandpartner Dennis Haysbert, dem es gelingt, mit sonorer Stimme, mimischem Minimalismus und außerordentlicher Wärme den Zuschauer zu rühren."

07. Februar 2007 | GOODBYE BAFANA • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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