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IRINA PALM

IRINA PALM

Regie Sam Garbarski
Kinostart 14.06.2007

Kritiken • IRINA PALM

16. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • Die Tageszeitung

Wer sich hier gut amüsieren möchte, sollte eine gewisse Spießigkeit besitzen, meint Cristina Nord. "Dabei funktioniert IRINA PALM nur in dem Maße, in dem man den Vorstellungen des Sohnes folgt, jenen Vorstellungen, die besagen, dass ältere Frauen keine Sexualität und keine Sexyness haben, dass man, um hand jobs zu machen, jung und knackig sein muss, dass es mächtig verwegen ist, einen Spielfilm zu machen, der sich des glory holes annimmt. Wer all dies glaubt, wird seinen Spaß haben an IRINA PALM. Wer nicht, hat nichts zu lachen."

15. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • Der Spiegel

Das Besondere an dem Film ist laut Birgit Glombitza Marianne Faithfull. "Wie sie ihre vom Leben zusammengestauchte Figur mit wunderbaren Details in eine Königin von Soho verwandelt, das ist schlicht umwerfend. Und wenn aus heiterem Himmel auf diese Maggie, mit den stumpfen braunen Haaren, dem unvorteilhaftem lila Mantel und den ausgelatschten Wildlederstiefeletten wüste Gitarrenakkorde herunterscheppern, dann wird klar, dass die Protagonistin sich nicht nur an der Bürde ihres Witwendaseins abschleppt, sondern auch an der Biographie ihrer Darstellerin, die ungleich gamouröser vor vierzig Jahren die gleichen Straßen in Soho entlang stakste."

14. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • Berliner Zeitung

Marcus Rothe spricht mit Sängerin und Schauspielerin Marianne Faithfull.

14. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • Berliner Zeitung

Für Philipp Bühler ist die eigentlich unhaltbare Story ein herrliches Kinomärchen. "Notwendig originell ist der Ton, den Regisseur Sam Garbarski dabei trifft. Ab dem Moment, da die verdutzte Maggie von einer ostentativ gelangweilt herumrubbelnden Kollegin eingearbeitet wird, ist die große Schenkelklopfer-Lachparade eigentlich nicht aufzuhalten. Aber dies ist keine beschwingte Komödie im Stil von GANZ ODER GAR NICHT. Es ist im Grunde überhaupt keine Komödie. Sondern - Riesenunterschied! - ein komischer Film. Mit kleinen schrägen Einfällen gelingt es Garbarski, das Sexgewerbe zu entdämonisieren, ohne irgend etwas zu verniedlichen."

14. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn bekam die nackten Fakten "dieses bewegenden Schelmenstücks nie zu Gesicht. Da sei Maggies Thermoskanne vor. Umso besser sieht man Heuchelei und Bigotterie. Während die Männer, die bei Maggie alias Irina Palm anstehen, in ihrer Bedürftigkeit rührend wirken, verstecken die Bridge-Hyänen ihre sexuellen Vorlieben unter dem Mantel der Nachbarschafts-Liebe. Maggie konfrontiert sie mit dem Wissen um die Affären ihres Mannes und lässt sie stehen."

13. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ein kleiner, wilder Film, der immer dann, wenn es drauf ankommt, zahm wie ein Lamm wird, das ist IRINA PALM für Andreas Kilb. "Es gebe keine einzige Minute in „Irina Palm“, in der sie Marianne Faithfull sei, hat Marianne Faithfull erklärt. Das ist schade, denn Faithfull hat, als sie vor der Kamera noch Faithfull sein durfte, Filme gedreht, die dem Großmütterkino von heute das Schmalz von der Linse blasen könnten, und sie hatte in Chéreaus INTIMACY einen Gastauftritt, der wie ein fernes Echo jener Zeit wirkte. In IRINA PALM ist sie vor allem lieb und brav. Einer solchen Frau würde man gern die Hand geben. Oder die Schürze abnehmen. Vergessen wir den Rest."

12. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • Der Tagesspiegel

Auf der diesjährigen Berlinale wurde der Film zum Publikumsfavoriten, mit Gelächterwellen, Rührungstränen und Standing Ovations für Hauptdarstellerin Marianne Faithfull, erinnert sich Christina Tilmann. "Und das für eine Geschichte, die so klein wie glanzlos, so bescheiden wie schäbig und auch etwas altmodisch ist, dafür aber ganz ohne Schenkelklopfen, Misstöne und Voyeurismus auskommt: eine sechzigjährige Hausfrau, ein krankes Kind, man braucht eben Geld, und ein Job ist ein Job. Mindestens so bieder, so unglamourös auch das Setting, diese erdverbundenen Farben, violett, braun, gelbgrün, alles etwas in die Jahre gekommen, wie jene Maggie, die die Sixties-Ikone und Ausnahme-Schauspielerin Marianne Faithfull erst ganz allmählich zum Leuchten bringt, mit unglaublich gut dosiertem 'sanften Touch'."

06. Juni 2007 | IRINA PALM • Kritik • critic.de

Laut Sonja M. Schultz vermeidet der Regisseur alles, "was verrucht und frivol wirken könnte und entzieht seinem Film gezielt Tempo und Zündstoff, der in zu viel Realismus und Drastik hätte stecken können. ... Genauso wie der kreisrunde Abgrund, in den Maggie gemeinsam mit dem Zuschauer blickt, eher flach bleibt, darf man Irina Palm auch nicht mit den Maßstäben von Glaubwürdigkeit kommen und genießt ihn am besten als Schauspielerfilm, als mehrfache Metamorphose der Marianne Faithfull."

15. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Kunstvoll ist der Film für Daniel Kothenschulte gestrickt; er lobt besonders die Hauptdarstellerin. "Marianne Faithfulls reduziertes Spiel treibt das "Underplaying" an die Grenze zur Schildkrötenstarre. Buster Keaton könnte ihre Gesichtsmuskeln trainiert haben, und als sie auch noch von ihrer intensiven Handarbeit das in der Branche bekannte Äquivalent zum Tennisarm bekommt, den "Penisarm" - da geistert sie fast reglos durch diesen klug gebauten Film mit starkem Karismäki-Faible. Ach, könnten wir doch auch bei dieser Berlinale den schweren Zeiten mit solcher Tapferkeit begegnen."

15. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Junge Welt

Am Anfang hat es Christof Meueler noch bezweifelt, aber tatsächlich trägt eine simple Idee die Geschichte auf anrührende Weise. "Wirkt wie ein Film von Stephen Frears, ist aber von Sam Garbarski. Sehr schöner britischer Mainstream, zusammengebaut aus dramatischer Milieustudie und lockerer Komödie. Unwillkürlich achtet man dabei auf Handbewegungen: Teetrinken, das Hunderttausender-Los aufrubbeln, Gameboy spielen oder Rauchen. Maggie will, daß ihr Chef mehr lächelt. Irgendwann macht er es auch. Das wirkt weder verlogen noch peinlich."

14. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Berliner Zeitung

Anbetungswürdig findet Jens Balzer Marianne Faithfull in IRINA PALM. "Was Regisseur Sam Garbarski jedoch aus diesem Widerspruch zwischen Kleinheit und Größe, Rolle und Schauspielerin herauszuholen vermag; wie er seinen gesamten Film um seine Hauptdarstellerin heruminszeniert, ohne ihn zu einem bloßen Vehikel zu machen, sondern vielmehr eine Geschichte erzählt, von der man das Gefühl hat, dass sie nur mit dieser einen Darstellerin erzählt werden könnte - das hat man in dieser ästhetischen Sicherheit und weltweisen Klugheit im Wettbewerb dieser Berlinale noch nicht gesehen."

14. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Der Tagesspiegel

Seit vier Jahrzehnten hat sich Marianne Faithfull immer wieder neu erfunden, hat H. P. Daniels in einem Porträt über die Hauptdarstellerin fest gestellt.

14. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christiane Peitz gehört der Film zu den Bärenfavoriten. "Der belgische Regisseur Sam Gabarski hält sich klug zurück: Jede Szene stellt er in den Dienst seiner Schauspielerin. Ihre Lakonie, ihre Melancholie imprägniert die Bilder, die noch im Rotlichtbezirk meist monochrom lila eingefärbt sind und ihr Tempo dem Alltagstrott in den Suburbs angleichen, jener Gegend, wo die Alten im Gemischtwarenladen keifen und Maggie den misstrauischen Blicken an der Bushalte ausweichen muss. Sind so viele amüsante, bewegende Details – egal: Mit Marianne Faithfull ist der bislang eher vor sich hin dümpelnden Berlinale endlich eine Überraschung gelungen. IRINA PALM: ein Glanzpunkt, ein Herzenscoup."

13. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander sah eine entwaffnend sympathische Dramödie. "Es folgen hysterisch komische Momente auf Augenblicke trauriger Resignation, und nur schwer kann man sich dem Charme dieser netten älteren Dame entziehen. Dass sie dabei immer ihre Würde behält, dass man ihr nur alles Gute dieser Welt wünscht, ist der große Verdienst von Marianne Faithfull, die als Schauspielerin bislang nie durch besondere Großtaten auffiel, aber diesmal schon mal anfangen kann, sich Hoffnungen auf den Bären für die beste Darstellerin der Berlinale zu machen. Regisseur Gabarski ist ein echter Crowd-Pleaser geglückt, ein kleiner Film, der mit scheinbar einfachen Mitteln zum großen Spaß wird."

08. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Die Zeit

Marianne Faithfull steigt als keusche Sexarbeiterin in IRINA PALM zur großen Schauspielerin auf, lobt Konrad Heidkamp. Der Regisseur "schenkte ihr eine Rolle, in der die Rebellin nicht schockieren muss und doch keinen Zweifel an ihrer Haltung lässt. Ihr unglaubliches Gesicht, zugleich weich und scharf geschnitten, bewegt sich durch London, mit hellen Augen, klassischer Nase und diesem vollen Mund. Als Maggie in Irina Palm trägt Marianne Faithfull die Last der eigenen Sixties von den Suburbs zur U-Bahn, bis sie an der Oxford Street aussteigt, in jener Stadt, wo sie vor 40 Jahren zum Girlie-Symbol der Swinging Sixties aufstieg. Noch nie provozierte sie in einem Film so still und so hintergründig; grandios hat sie zu ihrer Unschuld zurückgefunden."

07. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

06. Februar 2007 | IRINA PALM • Kritik • arte.tv

Datenblatt des Films.

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